Zum Inhalt springen

-a

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

-a ist eine deutsche Ortsnamenendung, die auf unterschiedlichen Wegen entstanden sein kann.

aha „Ache“[Bearbeiten]

In vielen Fällen wird eine Endung auf -a, durch Schwächung vom althochdeutschen aha<ref name="ulbircht">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>, einer Variante des -au<ref name="witt">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>, „Fließgewässer“, nhd. „Ache“ abstammen.

Beispiele: Altena (in Westfalen, an der Lenne), 1137 Altana, was wiederum aus Altenaha entstanden ist<ref name="sb">Wilhelm Sturmfels und Heinz Bischof, Unsere Ortsnamen im ABC erklärt, dritte Auflage, Bonn 1961; Stichwort Altena</ref>, Fulda (Fuld-aha), Nidda (Nid-aha)

Bewusste Archaisierung[Bearbeiten]

Im 16. Jahrhundert haben Schreiber in den Kanzleien Ortsnamen bewusst altertümlicher oder lateinischer<ref>Beate Lex: Ortsnamen der ‘Thüringischen Landeschronik’ (Codex Gothanus Chart. B 180). Magisterarbeit, Friedrich-Schiller-Universität Jena 2001, S. 22 (online).</ref> aussehen lassen, als sie damals waren. So ersetzten sie in den Ortsnamen Jena, Salza und Fulda die ältere Endung -e durch eine altertümlich aussehende Endung -a.<ref name="bach">Adolf Bach, Geschichte der deutschen Sprache, neunte Auflage, Wiesbaden o. J.; § 145 = S. 294–295</ref>

Slawischer Ursprung[Bearbeiten]

Im sorbischen Sprachraum kann die Endung -a von einer slawischen Endung -ov oder -ovo abstammen. Beispiele: Cotta, Ostra, Plodda, Seyda, Torna<ref name="ndslav">Walter Kaestner, Niederdeutsch-slavische Interferenzen; in: Handbuch zur niederdeutschen Sprach- und Literaturwissenschaft, hrsg. von Gerhard Cordes und Dieter Möhn, Berlin 1983, ISBN 3-503-01645-7, S. 678–729; S. 708 = Abschnitt 3.1.2.3.3</ref>

Quellen[Bearbeiten]

<references />