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1. BC Beuel

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1. BC Beuel
Name 1. Badminton Club Beuel 1955 e. V.
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Gründung 22. September 1955 in Bonn-Beuel, NRW, Deutschland
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Vereinssitz Erwin-Kranz-Halle
Limpericher Straße 141
53225 Bonn (Beuel)
Mitglieder Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Vorsitzender Roland Maywald
Website bcbeuel.de

Der 1. Badminton Club Beuel 1955 e. V. (kurz: 1. BC Beuel) ist ein Badmintonverein aus dem Bonner Stadtbezirk Beuel.

Der Club zählt zu den traditionsreichsten und erfolgreichsten Badmintonvereinen Deutschlands und spielt über Jahrzehnte hinweg in den höchsten deutschen Spielklassen.

Neben Erfolgen im Erwachsenenbereich erlangte der Verein vor allem durch seine kontinuierliche Nachwuchsarbeit, die Ausbildung zahlreicher Nationalspielerinnen und Nationalspieler sowie durch seine Funktion als Leistungszentrum überregionale Bedeutung.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:BCBeuel1971.jpg
Deutscher Juniorenmeister 1971
Datei:BCBeuel1982.jpg
Deutscher Meister 1982
Datei:Bonn-Beuel Erwin Kranz Halle 20091122.jpg
Erwin-Kranz-Halle (2009)
Datei:BCBeuel1994.jpg
Deutscher Jugendmeister 1994
Datei:BCBeuel2005.jpg
Deutscher Meister 2005

Gründung & Etablierung in den 1950er und 1960er Jahren[Bearbeiten]

Der Verein wurde am 22. September 1955 im Musikraum der damaligen Realschule Beuel gegründet. Die Initiative ging im Wesentlichen von Mitgliedern einer Betriebssportgemeinschaft der Chemischen Fabrik Marquart aus, die im Speisesaal der Firma bereits regelmäßig Badminton spielten.

Schon 1956 nahm der 1. BC Beuel am offiziellen Meisterschaftsspielbetrieb des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen in der Bezirksklasse teil. 1957 gelang der Aufstieg in die Oberliga, die damals höchste regionale Spielklasse. Parallel hierzu wurden weitere Seniorenmannschaften aufgebaut; 1960 folgte die erste Jugendmannschaft.

Früh legte der Verein Wert auf eine systematische Trainingsorganisation, vereinsinterne Turniere, regelmäßige Clubpublikationen und eine intensive Jugendarbeit. Dreimal in Folge wurde die 14-jährige Marieluise Wackerow im Jahr 1962 Deutsche Juniorenmeisterin im Mädchen-Einzel. 1968 erreicht Marieluise Wackerow (später Zizmann) bei den 1. Europameisterschaften den 2. Platz im Dameneinzel

Bereits 1964 & 1965 stellte der 1. BC Beuel die erfolgreichste Jugendmannschaft im Deutschen Badminton-Verband. 1966 wurde die Jugend des Clubs Deutscher Vize-Mannschaftsmeister. In diesem Jahr wurde dieser Wettbewerb erstmals im DBV ausgetragen. 1971 konnte die Jugend des Clubs erstmals den Titel eines Deutschen Mannschaftsmeisters nach Beuel holen.

Aufstieg zu einem Spitzenverein des deutschen Badminton[Bearbeiten]

Mit der Einführung der eingleisigen Badminton-Bundesliga im Jahr 1971 gehörte der 1. BC Beuel zu den Gründungsmitgliedern der höchsten deutschen Spielklasse. In dieser Zeit entwickelte sich der Verein auch im Individualbereich zu einem der prägenden Standorte des bundesdeutschen Badmintons.

Zu den Leistungsträgern dieser Epoche zählten insbesondere Roland Maywald, Marieluise Zizmann, Karl Weiland, Reiner Wodey, Eva-Maria Zwiebler und Karl-Heinz Zwiebler. Internationale Aufmerksamkeit erlangte Roland Maywald, der gemeinsam mit Willi Braun 1972 in Karlskrona und 1974 in Kopenhagen Europameister im Herrendoppel wurde. Marieluise Zizmann erreichte darüber hinaus mehrere internationale Spitzenplatzierungen im Damendoppel und im Mixed.

1974 richtete der Verein die 22. Deutschen Badminton-Meisterschaften aus. Die Veranstaltung endete auch sportlich erfolgreich für den Gastgeber, dessen Spielerinnen und Spieler mehrere nationale Titel errangen. Im Mai 1975 war Bonn zudem Austragungsort des ersten Badminton-Länderspiels einer deutschen Nationalmannschaft gegen die Volksrepublik China; mehrere Beueler Vereinsmitglieder standen dabei im deutschen Aufgebot.

Hallenbau & Neuaufbau in den 1980er Jahren[Bearbeiten]

Trotz der sportlichen Erfolge litt der Verein in den späten 1970er Jahren zunehmend unter unzureichenden Hallenkapazitäten. Die fehlenden Trainingsmöglichkeiten erschwerten sowohl die Nachwuchsarbeit als auch die Konkurrenzfähigkeit der Bundesligamannschaft. 1982 zog der 1. BC Beuel seine erste Mannschaft deshalb aus der Bundesliga zurück. Am 3. Dezember 1984 erfolgte der erste Spatenstich für die spätere Erwin-Kranz-Halle an der Limpericher Straße. Mit ihrer Fertigstellung 1985/86 erhielt der Verein erstmals eine dauerhaft verfügbare Heim- und Trainingsstätte, die in der Folge zum Mittelpunkt des gesamten Vereins- und Leistungsbetriebs wurde.

Im Jahr 1986 fusionierte der 1. BC Beuel mit der Badmintonabteilung der DJK Don Bosco Beuel. Die Mitgliederzahl stieg dadurch deutlich an; zugleich gewann der Verein zusätzliche ehrenamtliche Strukturen für Jugendarbeit, Breitensport und Veranstaltungsorganisation.

Rückkehr in den Spitzensport & Ausbau der Nachwuchsarbeit[Bearbeiten]

Mit verbesserten infrastrukturellen Voraussetzungen gelang dem Verein in den 1990er Jahren die sportliche Konsolidierung. 1997 stieg die erste Mannschaft in die 2. Bundesliga auf, 1999 folgte nach 17-jähriger Unterbrechung die Rückkehr in die 1. Bundesliga.

Parallel hierzu etablierte sich der 1. BC Beuel endgültig als einer der führenden Nachwuchsvereine im deutschen Badminton. Mehrere Schüler- und Jugendmannschaften gewannen deutsche Mannschaftsmeisterschaften; zahlreiche Talente aus der eigenen Ausbildung erreichten später nationale und internationale Spitzenklassen.

Für seine systematische Talentförderung wurde der Verein 2001 erstmals mit dem Preis „Grünes Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ ausgezeichnet. Eine zweite Verleihung erfolgte 2012.

Im Jubiläumsjahr 2005 gewann die erste Mannschaft nach den Meisterschaften von 1981 und 1982 zum dritten Mal die deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

B.A.B.B., Hans-Riegel-Leistungszentrum und Internationalisierung seit 2009[Bearbeiten]

2009 gründete der Verein die B.A.B.B. – Badminton Akademie Bonn-Beuel, um die leistungsorientierte Ausbildung von Nachwuchsspielerinnen und -spielern durch zusätzliche Individual- und Fördertrainings zu intensivieren.

Der Verein richtete in den folgenden Jahren mehrfach internationale Veranstaltungen aus, darunter wiederholt das 6-Nationen-Turnier, das B.A.B.B. German International sowie seit 2019 das Weltranglistenturnier Bonn International.

2016 zeichnete die Badminton Europe Confederation den 1. BC Beuel als erstes deutsches „Badminton Europe Certified Training Centre“ aus.

Während der COVID-19-Pandemie musste der Trainings- und Spielbetrieb zeitweise ausgesetzt werden; der Verein reagierte mit digitalen Fitness- und Online-Trainingsangeboten.

Ein bedeutender infrastruktureller Entwicklungsschritt war die Errichtung des Hans-Riegel-Leistungszentrums in unmittelbarer Anbindung an die Erwin-Kranz-Halle. Nach dem ersten Spatenstich im Jahr 2023 wurde das Gebäude im September 2024 eröffnet. Es umfasst zusätzliche Trainingsflächen, Verwaltungsräume, Regenerationsbereiche sowie Wohnmöglichkeiten für Kaderathletinnen und -athleten.

Zum 70-jährigen Bestehen im Jahr 2025 verzeichnete der Verein über 600 Mitglieder.

Deutsche Meistertitel[Bearbeiten]

Jahr Herreneinzel Dameneinzel Herrendoppel Damendoppel Mixed Mannschaft
1967 Marieluise Wackerow Marieluise Wackerow / Lore Hawig
1969 Marieluise Wackerow Marieluise Wackerow / Gudrun Ziebold Roland Maywald / Karin Dittberner
1970 Marieluise Wackerow Marieluise Wackerow / Gudrun Ziebold
1971 Jugend
1972 Marieluise Wackerow / Karin Dittberner Wolfgang Bochow / Marieluise Wackerow
1973 Marieluise Wackerow / Brigitte Steden
1974 Roland Maywald Roland Maywald / Willi Braun Marieluise Wackerow / Brigitte Steden Wolfgang Bochow / Marieluise Wackerow
1975 Roland Maywald / Willi Braun Marieluise Zizmann / Brigitte Steden Roland Maywald / Brigitte Steden
1976 Marieluise Zizmann Roland Maywald / Willi Braun Eva-Maria Kranz / Marieluise Zizmann Wolfgang Bochow / Marieluise Zizmann
1977 Roland Maywald / Willi Braun Eva-Maria Kranz / Brigitte Steden Roland Maywald / Brigitte Steden
1978 Eva-Maria Zwiebler Roland Maywald / Karl-Heinz Zwiebler Roland Maywald / Marieluise Zizmann
1979 Eva-Maria Zwiebler Eva-Maria Zwiebler / Vera Martini
1980 Roland Maywald / Karl-Heinz Zwiebler Roland Maywald / Marieluise Zizmann
1981 Roland Maywald / Karl-Heinz Zwiebler 1. BC Beuel
1982 1. BC Beuel
1984 Roland Maywald / Karl-Heinz Zwiebler
1994 Schüler
2005 Marc Zwiebler 1. BC Beuel
2006 Ingo Kindervater / Kristof Hopp Ingo Kindervater / Kathrin Piotrowski
2008 Marc Zwiebler Birgit Overzier / Carina Mette Ingo Kindervater / Kathrin Piotrowski
2009 Marc Zwiebler Birgit Overzier / Sandra Marinello
2010 Marc Zwiebler Birgit Overzier / Sandra Marinello Birgit Overzier / Ingo Kindervater
2011 Marc Zwiebler Ingo Kindervater / Johannes Schöttler Birgit Michels / Sandra Marinello Birgit Michels / Michael Fuchs
2012 Marc Zwiebler Ingo Kindervater / Johannes Schöttler Birgit Michels / Sandra Marinello Birgit Michels / Michael Fuchs
2013 Marc Zwiebler Ingo Kindervater / Johannes Schöttler Birgit Michels / Johanna Goliszewski Birgit Michels / Michael Fuchs
2014 Birgit Michels / Johanna Goliszewski Birgit Michels / Michael Fuchs Jugend
2015 Birgit Michels / Michael Fuchs Jugend
2016 Raphael Beck / Peter Käsbauer (1. BC Bischmisheim)
2017 Luise Heim Raphael Beck / Peter Käsbauer (1. BC Bischmisheim) Raphael Beck / Carla Nelte (TV Refrath) Jugend
2018 Max Weißkirchen Luise Heim Jugend
2019 Max Weißkirchen Marvin Seidel (1. BC Bischmisheim) / Max Weißkirchen Jugend
2020 Max Weißkirchen
2023 Jugend
2025 Brid Stepper

Altersklassen-Meisterschaften (O35+)[Bearbeiten]

Diverse Erfolge, s. Deutsche Seniorenmeisterschaft (Badminton)<ref>Home | Deutscher Badminton Verband. Abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Bei den Badminton-Weltmeisterschaften gab es folgende Erfolge:

Jahr Disziplin Platz Spieler
1968* Damendoppel 3. Platz Marieluise Wackerow / Irmgard Latz
1971* Herrendoppel 3. Platz Roland Maywald / Willi Braun
1972* Mixed 3. Platz Wolfgang Bochow / Marieluise Wackerow
Damendoppel 3. Platz Marieluise Wackerow / Irmgard Latz
1975* Mixed 2. Platz Roland Maywald / Brigitte Steden
Herrendoppel 3. Platz Roland Maywald / Willi Braun
1976* Herrendoppel 3. Platz Roland Maywald / Willi Braun
2006 Dameneinzel 3. Platz Petra Overzier

(*) Offizielle Weltmeisterschaften werden erst seit 1977 ausgetragen. Bis dahin galten die All England Championships als inoffizielle Weltmeisterschaft.

Europameisterschaften[Bearbeiten]

Bei den Badminton-Europameisterschaften gab es folgende Erfolge:

Jahr Disziplin Platz Spieler
1968 Dameneinzel 2. Platz Marieluise Wackerow
1970 Damendoppel 2. Platz Marieluise Wackerow / Irmgard Latz
Herrendoppel 3. Platz Roland Maywald / Siegfried Betz
1972 Herrendoppel 1. Platz Roland Maywald / Willi Braun
Mixed 2. Platz Wolfgang Bochow / Marieluise Wackerow
3. Platz Roland Maywald / Brigitte Steden
1974 Herrendoppel 1. Platz Roland Maywald / Willi Braun
1976 Herrendoppel 3. Platz Roland Maywald / Willi Braun
2008 Herrendoppel 3. Platz Ingo Kindervater / Kristof Hopp
2010 Herreneinzel 3. Platz Marc Zwiebler
Herrendoppel 3. Platz Ingo Kindervater / Michael Fuchs
2012 Herreneinzel 1. Platz Marc Zwiebler
Damendoppel 3. Platz Birgit Overzier / Sandra Marinello

Olympia-Teilnahmen[Bearbeiten]

Jahr Olympische Spiele Spieler/in Disziplin Platzierung
1992 Barcelona Karin Schnaase Dameneinzel Achtelfinale (9. Platz)
2008 Peking Marc Zwiebler Herreneinzel Runde der letzten 32
2012 London Ingo Kindervater Herrendoppel Achtelfinale (9.–16. Platz)
2012 London Marc Zwiebler Herreneinzel Achtelfinale (9.–16. Platz)
2012 London Birgit Michels Damendoppel Viertelfinale (5.–8. Platz)
2012 London Birgit Michels Mixed Viertelfinale (5.–8. Platz)
2016 Rio de Janeiro Marc Zwiebler Herreneinzel Gruppenphase
2016 Rio de Janeiro Birgit Michels Damendoppel Gruppenphase
2016 Rio de Janeiro Birgit Michels Mixed Viertelfinale (5.–8. Platz)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 50° 43′ 55,5″ N, 7° 7′ 46,2″ O

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