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Abutilon

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Abutilon
Datei:Abutilon fraseri.jpg

Abutilon fraseri

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Unterfamilie: Malvoideae
Tribus: Malveae
Gattung: Abutilon
Wissenschaftlicher Name
Abutilon
Mill.

Abutilon (IPA: Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.aˈbuːtilɔn, <phonos file="De-Abutilon.ogg">anhören</phonos>/?<ref>Eva-Maria Krech, Eberhard Stock, Ursula Hirschfeld, Lutz Christian Anders: Deutsches Aussprachewörterbuch. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin, New York 2009, ISBN 978-3-11-018202-6, S. 288.</ref>; oft wird für einige Arten der deutschsprachige Trivialname Schönmalve verwendet) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae).<ref name="FoNA2015" /> Die 150 bis 200 Arten gedeihen hauptsächlich in den Tropen bis Subtropen fast weltweit.<ref name="FoC"/> Von einigen Arten werden zahlreiche Sorten als Zierpflanzen verwendet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Curtis's botanical magazine (Plate 2759) (8611155984).jpg
Illustration aus Curtis's botanical magazine, Tafel 2759 der Großblättrigen Schönmalve (Abutilon grandifolium)
Datei:Abutilon palmeri fruit.jpg
Auch unterhalb von reifen Früchten sind oft noch die haltbaren Kelchblätter vorhanden, hier bei Abutilon palmeri
Datei:Abutilon insigne.png
Illustration von Abutilon insigne

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Abutilon-Arten sind meist verholzende Pflanzen: Halbsträucher, Sträucher oder selten kleine Bäume, es gibt auch ausdauernde krautige Pflanzen.<ref name="FoNA2015" /><ref name="FoPakistan" /> Die meisten Arten stammen aus Südamerika und sind immergrün; einige Arten sind in den kühleren Gebirgswäldern Chiles beheimatet und sind laubabwerfend. Die vegetativen oberirdischen Pflanzenteile sind mit Sternhaaren behaart, manchmal sind zusätzliche einfache Haare vorhanden (Indument).<ref name="FoPakistan" /> Die Rinde ist flaumig behaart oder verkahlend, manchmal klebrig.<ref name="FoNA2015" />

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert.<ref name="FoPakistan" /> Die Blattspreite ist einfach und elliptisch, ei- oder herzförmig, gezähnt, selten etwas gelappt<ref name="FoNA2015" /><ref name="FoPakistan" /> und fiedernervig mit herzförmiger Basis. Die Blattränder sind gekerbt bis gesägt. Die meist haltbaren,<ref name="FoNA2015" /> manchmal früh abfallenden Nebenblätter sind pfriemlich, lanzettlich oder fadenförmig.<ref name="FoNA2015" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die meist gestielten Blüten sind einzeln oder in Paaren in den Blattachseln oder zu wenigen in traubigen oder rispigen Blütenständen angeordnet.<ref name="FoPakistan" /> Es ist kein Nebenkelch vorhanden.<ref name="FoNA2015" /><ref name="FoPakistan" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf grünen, oft haltbaren Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen. Die fünf Kelchlappen sind nicht gerippt, lanzettlich, ei- oder herzförmig und manchmal zugespitzt.<ref name="FoNA2015" /> Die fünf meist gelben bis orangefarbenen,<ref name="FoPakistan" /> seltener rosafarbenen oder roten, manchmal dunkler im Zentrum<ref name="FoNA2015" /> Kronblätter sind an ihrer Basis verwachsen und bilden meist eine Glocke, selten ein Röhre (Abutilon pictum). Bei ihnen haben die herabhängenden Blüten einen aufgeblasenen Blütenkelch über einer Glocke aus fünf überlappenden Kronblättern. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter zu einer den Stempel umgebenden Röhre verwachsen, der sogenannten Columna, aber der obere Bereich der Staubfäden ist frei.<ref name="FoPakistan" /> Die Staubblattröhre kann die Blütenkrone überragen oder nicht.<ref name="FoNA2015" /> Es sind fünf bis viele Fruchtblätter sind zu einem fünf- bis vielfächerigen Fruchtknoten verwachsen.<ref name="FoPakistan" /> Je Fruchtblatt sind zwei bis neun (meist drei<ref name="FoNA2015" />) Samenanlagen vorhanden.<ref name="FoPakistan" /> Es sind fünf bis viele (gleich viele wie Fruchtblätter) fandenförmig-keulige Griffeläste vorhanden.<ref name="FoNA2015" /><ref name="FoPakistan" /> Die fünf bis vielen Narben sind kopfig<ref name="FoPakistan" /> und manchmal schwarz.<ref name="FoNA2015" />

Die Frucht wird nicht vollständig vom haltbaren Kelch eingehüllt.<ref name="FoNA2015" /> Die aufrechten, bei Reife oft schwärzlichen Spaltfrüchte sind fast kugelig bis halbkugelförmig, ei- oder fassförmig oder zylindrisch<ref name="FoNA2015" /> und zerfallen meist in fünf bis viele Teilfrüchte, die ein ledriges Perikarp besitzen. Jede Teilfrucht enthält drei bis sechs Samen.<ref name="FoNA2015" /> Die mehr oder weniger nierenförmigen Samen sind kahl oder leicht flaumig behaart.<ref name="FoNA2015" /><ref name="FoPakistan" />

Chromosomensätze[Bearbeiten]

Die Chromosomengrundzahlen betragen x = 7 oder 8.<ref name="FoNA2015" />

Datei:Abutilon austroafricanum 2.jpg
Abutilon austroafricanum
Datei:Abutilon eremitopetalum (5643996113).jpg
Abutilon eremitopetalum
Datei:Starr 070215-4593 Abutilon grandifolium.jpg
Großblättrige Schönmalve (Abutilon grandifolium)
Datei:Bō-á-tún ê hoe.jpg
Laubblätter und Blüte von Abutilon indicum
Datei:Abutilon menziesii (4756614432).jpg
Laubblätter und Blüte von Abutilon menziesii
Datei:Abutilon palmeri flower 2002-10-14.jpg
Blüte im Detail von Abutilon palmeri
Datei:Abutilon persicum 06.JPG
Laubblätter und Blüte von Abutilon persicum
Datei:Abutilon ranadei flower.jpg
Blüte von Abutilon ranadei
Datei:Abutilon sandwicense (5113341868).jpg
Abutilon sandwicense
Datei:Abutilon theophrasti 2015-08-29 5732.JPG
Samtpappel (Abutilon theophrasti)

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Der Gattungsname Abutilon wurde 1754 durch Philip Miller in Gardener’s Dictionary … Abr., 4. Auflage erstveröffentlicht.<ref name="Tropicos" /> Typusart ist Abutilon theophrasti Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Medik.<ref name="Tropicos" /> Ein Synonym für Abutilon Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill. ist Abortopetalum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.O.Deg.

Die Gattung Abutilon gehört zur Tribus Malveae in der Unterfamilie Malvoideae innerhalb der Familie der Malvaceae.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Abutilon umfasst 150 bis 200 Arten (Auswahl):

Viele Arten, die zur Gattung Abutilon gehörten wurden ab 2012 in die neu aufgestellte Gattung Callianthe Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Donnell gestellt:<ref name="Donnell2012" />

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ya Tang, Michael G. Gilbert, Laurence J. Dorr: Malvaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 12: Hippocastanaceae through Theaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007, ISBN 978-1-930723-64-1. Abutilon, S. 275–277 – textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Beschreibung und Verbreitung)
  • Cátia Takeuchi, Gerleni Lopes Esteves: Synopsis of Abutilon (Malvoideae, Malvaceae) in the state of São Paulo, Brazil. In: Phytotaxa, Volume 44, 2012, S. 39–57. doi:10.11646/phytotaxa.44.1.4

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Tropicos"> Abutilon bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="VascularPlantsAmericas"> Abutilon bei Tropicos.org. In: Vascular Plants of the Americas. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="CataloguePlantsMadagascar"> Abutilon bei Tropicos.org. In: Catalogue of the Vascular Plants of Madagascar. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoPakistan"> Abutilon bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoC"> Ya Tang, Michael G. Gilbert, Laurence J. Dorr: Malvaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 12: Hippocastanaceae through Theaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007, ISBN 978-1-930723-64-1. Abutilon, S. 275–277 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Donnell2012"> A. A. Donnell, H. E. Ballard, P. D. Cantino: Callianthe (Malvaceae): A new genus of Neotropical Malveae. In: Systematic Botany, Volume 37, Issue 3, 2012, S. 712–722. doi:10.1600/036364412X648689 </ref> <ref name="Dorr2014"> Laurence Joseph Dorr: In: P. M. Jørgensen, M. H. Nee, S. G. Beck (Hrsg.): Catálogo de las plantas vasculares de Bolivia. in Monographs in Systematic Botany from the Missouri Botanical Garden, Volume 127, 2014. </ref> <ref name="FoNA2015"> Paul A. Fryxell, Steven R. Hill : In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 6: Magnoliophyta: Cucurbitaceae to Droserceae. Oxford University Press, New York, 2015, ISBN 978-0-19-534027-3. Abutilon Miller. - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Grings2020"> M. Grings: Three new South American species of Callianthe (Malveae, Malvoideae, Malvaceae) from Atlantic Forest and a new combination. In: Phytotaxa, Volume 450, Issue 3, 2020, S. 271. doi:10.11646/phytotaxa.450.3.2 </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Abutilon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien