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Acetarsol

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Strukturformel
Strukturformel von Acetarsone
Allgemeines
Freiname Acetarsol
Andere Namen
  • N-Acetyl-4-hydroxy-m-arsanilinsäure
  • 3-Acetamido-4-hydroxyphenylarsonsäure
  • Acetarson
  • Acetphenarsin
Summenformel C8H10AsNO5
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff<ref name="Sicherheitsdatenblatt Acetarsol" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 202-582-3
ECHA-InfoCard 100.002.349
PubChem 1985
ChemSpider 1908
DrugBank DB13268
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

A07AX02, G01AB01, P01CD02

Eigenschaften
Molare Masse 275,09 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sicherheitsdatenblatt Acetarsol" />

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in kaltem Wasser und Ethanol<ref name="F.v. Bruchhausen, Siegfried Ebel, A.W. Frahm, E. Hackenthal" />
  • löslich in verdünnten Basen<ref name="F.v. Bruchhausen, Siegfried Ebel, A.W. Frahm, E. Hackenthal" />
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.769">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Arsenverbindungen, mit Ausnahme der namentlich in diesem Anhang bezeichneten in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="Sicherheitsdatenblatt Acetarsol">Sicherheitsdatenblatt Acetarsol. In: Echemie. 26. April 2022, abgerufen am 17. Mai 2024.</ref>
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Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​331​‐​410
P: 261​‐​273​‐​301+310​‐​304+340​‐​403+233​‐​501<ref name="Sicherheitsdatenblatt Acetarsol" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Acetarsol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Organoarsenverbindungen.

Geschichte[Bearbeiten]

Acetarsol wurde bereits 1911 von Paul Ehrlich als Zwischenprodukt zur Herstellung von Arsphenamin-Analoga verwendet. Ernest Fourneau arrangierte die Produktion unter dem Namen Stovarsol durch Poulenc Freres. Es stellte sich als potentes Mittel gegen Syphilis heraus.<ref name="Walter Sneader">Walter Sneader: Drug Discovery A History. John Wiley & Sons, 2005, ISBN 978-0-471-89979-2, S. 55 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Acetarsol kann ausgehend von 4-Chloranilin gewonnen werden. Durch dessen Reaktion mit Natriumnitrit, Natriumorthoarsenit sowie anschließende Nitrierung mit Nitriersäure wird es zu 4-Chlor-3-nitrophenylarsonsäure umgesetzt, welche durch Umsetzung mit Natriumhydroxid sowie Reduktion mit Natriumthiosulfat oder Eisen zu 3-Amino-4-hydroxyphenylarsonsäure reagiert, welche wiederum mit Essigsäureanhydrid zu Acetarsol umgesetzt wird.<ref name="F.v. Bruchhausen, Siegfried Ebel, A.W. Frahm, E. Hackenthal" />

Eigenschaften[Bearbeiten]

Acetarsol ist ein weißes geruchloses Pulver mit leicht säuerlichem Geschmack, das praktisch unlöslich in kaltem Wasser und Ethanol ist.<ref name="F.v. Bruchhausen, Siegfried Ebel, A.W. Frahm, E. Hackenthal">F. v. Bruchhausen, Siegfried Ebel, A. W. Frahm, E. Hackenthal: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis Stoffe A-D. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-57995-0, S. 22 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Das Dimethylamin- und das Natriumsalz sind ebenfalls weiße geruchlose Pulver, die jedoch löslich in Wasser sind.<ref name="P. H. List, L. Hörhammer" />

Verwendung[Bearbeiten]

Acetarsol wird zur Behandlung von Amoebiasis und Trichomoniasis verwendet. Es werden auch das Dimethylamin- und das Natriumsalz eingesetzt.<ref name="P. H. List, L. Hörhammer">P. H. List, L. Hörhammer: Chemikalien und Drogen (Am – Ch). Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-80562-2, S. 252 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Externe Links zu erwähnten Verbindungen[Bearbeiten]

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