Achfurt

Die Achfurt (auch: Furt an der Ach oder kurz Furt) quert die Dornbirner Ach (etwa bei 413 m ü. A.) und verbindet den Stadtbezirk Rohrbach über die Straße Rohrbach mit der Höchsterstraße im Stadtbezirk Schoren. Auf der Nordseite der Achfurt fällt die Ache unmittelbar stark ab und bildet eine Gefällstufe von über fünf Metern Höhe. Die Achfurt quert die Dornbirner Ache bei Gewässerkilometer 12,225.
Es handelt sich dabei an derselben Stelle auch um ein Flurstück, das kurz als Furt bezeichnet wird.
Abgrenzung[Bearbeiten]
Als Furt wird grundsätzlich eine seichte Stelle eines Flusses, verstanden, bei der das Gewässer zu Fuß oder mit Fahrzeugen leichter gequert werden kann. Die Achfurt (Geh- und Fahroberfläche) in Dornbirn, in der heutigen bautechnischen Ausführung, ist vom Bachbett selbst durch massive Hohlkastenprofile aus Beton abgehoben und daher keine Furt im Wortsinn. Es handelt sich dabei um eine Flussquerung, die temporär überflutet sein kann (Niedrigwasserquerung).
Die Achfurt in Dornbirn war bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs eine Furt im herkömmlichen Sinn. Aufschüttungen wurden bei Hochwasser immer wieder mitgerissen. Auch bis in heutige Zeit wurde die Infrastruktur der Furt immer wieder beschädigt, so z. B. im Verlauf der Alpenhochwasser 2005.<ref name="Hochwasserbericht">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Das Starkregen- und Hochwasserereignis des August 2005 in Vorarlberg ( vom 4. März 2016 im Internet Archive) (PDF; 3,6 MB). Bericht des Amtes der Vorarlberger Landesregierung zum Hochwasserereignis 2005.</ref> Auch nach der Aufweitung der bis dahin bestehenden Profile (bis dahin waren einige Betonröhren zum Durchfluss eingebracht, die jedoch nur ein geringes Schluckvermögen hatten) wird die Achfurt weiterhin mehrmals im Jahr überflutet, es konnte jedoch die Geschiebedurchgängigkeit wesentlich verbessert werden sowie die Gefahr der Verklausung und sind Sperrungen der Straße im Jahresverlauf nur noch bei wenigen außergewöhnlichen Hochwasserereignissen erforderlich.
Verkehr[Bearbeiten]
Die Fahrbahn wurde in der Mitte der 2000er-Jahre nochmals höher gesetzt und eine Erweiterung der Flussdurchführung vorgenommen. Mit einer automatischen Schrankensteuerung über eine kontinuierliche, hydrologische Überwachung des Wasserstands (berührungslose Messung mittels Radarsensor RL-15<ref>Pegelradar RL-15 / RL-35 und Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Produktdatenblatt ( vom 26. Dezember 2017 im Internet Archive) , Webseite Sommer Messtechnik.</ref>), wird verhindert, dass bei Überflutung Fahrzeuge die Furt benützen können, indem beiderseitig der Zufahrt zur Furt, Schranken schließen.
Die Achfurt kann von Fahrzeugen bis 40 Tonnen befahren werden. Täglich queren etwa 7.000 Fahrzeugen diese Engstelle.<ref>Hochwasserwarnung Achfurt.</ref> Für Fußgänger und Radfahrer ist wenige Meter oberhalb der Achfurt ein sogenannter „Achsteg“ vorhanden.
Naherholungsgebiet[Bearbeiten]
Der Bereich um die Achfurt ist Ausgangspunkt zahlreicher Wege zum Joggen, Walken oder für Spaziergänge. Im Sommer ist der Bereich direkt unterhalb der Achfurt ein beliebter Badeplatz für die ansässige Wohnbevölkerung (hier besteht etwa Gewässergüteklasse II<ref name="Gewässergüte">Angaben laut Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Fließgewässergüteuntersuchung 2008 ( vom 4. März 2016 im Internet Archive) (PDF; 189 kB) des Landeswasserbauamts für Vorarlberg.</ref>).
In der Nähe der Achfurt befindet sich auch der Union Tennisclub, der Turnierplatz Zizeler eines Reitsportvereins und der öffentliche Fitnessparcours der Stadt Dornbirn.
Migrationshindernis[Bearbeiten]
Die Furt bildet ein relevantes Migrationshindernis für Fische. Nur wenige schwimmstarke, nicht aber alle hier natürlich vorkommenden Fischarten sind in der Lage, die Schwelle der Achfurt zu überwinden.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Nationaler Gewässerbewirtschaftungsplan 2009 ( vom 26. Dezember 2017 im Internet Archive), Dornbirnerach – Mäanderstrecke – Binnenkanal, S. 6Vorlage:Abrufdatum</ref>
Trivia[Bearbeiten]
Als das Pfarrvikariat im Dornbirner Bezirk Rohrbach 1964 geschaffen wurde, führte die Nähe zur Furt zur Wahl des hl. Christophorus als Kirchenpatron (Erhebung zur Pfarre am 1. Jänner 1980).<ref>Anton Ulmer: Dornbirn Lexikon, Suchwort: Pfarrkirche St. Christoph – Ausstattung.</ref> In der Nähe der Achfurt befindet sich auch der öffentliche Friedhof des Bezirks Rohrbach.
Weblinks[Bearbeiten]
- Aktueller Wasserstand der Dornbirner Ach an der Messstelle Enz
- Starkregen im Ländle: Bilder von der Furt in Dornbirn; Hochwasser an der Furt; Furt in Dornbirn bei Überflutung; Dornbirn - Furt überflutet, YouTube – Videos.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Koordinaten: 47° 25′ 36,8″ N, 9° 43′ 18,6″ O
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