Adolf Nickol
Adolf Karl Friedrich Nickol, eigentlich Nickel<ref>Mechthild Wiswe: Nickol [eigentlich Nickel], Karl Friedrich Adolf, Prof. S. 440.</ref> (* 10. März 1824 in Schöppenstedt; † 21. Mai 1905 in Braunschweig) war ein deutscher Maler, der insbesondere für seine Landschafts- und Tierbilder bekannt ist.
Leben und Werk[Bearbeiten]
Nickol wurde in einem kleinen Dorf östlich von Braunschweig als siebter Sohn des Schönfärbermeisters Heinrich Anton Karl Julius Nickol (1778–1854) und dessen Frau Johanna Magdalena Luise (geborene Niemeier, 1781–1848) geboren. Seine Eltern erkannten früh seine Begabung und ließen ihn in Malerei ausbilden. Mit 14 Jahren immatrikulierte er sich am Braunschweiger Collegium Carolinum, wo er unter anderem Schüler von Heinrich Brandes war.<ref>Franz-Josef Christiani: Karl Friedrich Adolf Nickol 1824–1905 „Eine Heuernte im Baierischen Hochlande“, 1849.</ref> Aufgrund überdurchschnittlicher Leistungen besuchte Nickol ab 1846 die Akademie der Bildenden Künste München (ohne dort eingeschrieben zu sein) und unternahm darüber hinaus eine längere Studienreise durch die Niederlande, Belgien und Frankreich. Gemeinsam mit Friedrich Wilhelm Pfeiffer wurde er zudem Mitglied im „Kunstclub Braunschweig“,<ref>Biographie – Friedrich Wilhelm Pfeiffer. friedrich-wilhelm-pfeiffer.de, abgerufen am 30. Dezember 2019: „1846: F. W. Pfeiffer wird zusammen mit dem Landschafts- und Tiermaler Karl Friedrich Adolf Nickol (1824–1905) im Kunstclub in Braunschweig erwähnt.“</ref> der seit 1832 bestand. 1851 kam er nach Braunschweig zurück, um sich dort als Maler nieder zu lassen. Eine weitere Reise führte ihn 1853/54 nach Italien, wo er sich insbesondere in Rom und Umgebung aufhielt. 1856 schlug Brandes seinen Schüler dem Carolinum als seinen Stellvertreter vor.<ref>Alfred Kuhlenkamp (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte der Carolo-Wilhelmina. In: Schriften des Braunschweigischen Hochschulbundes. Band 1, Braunschweig 1973, S. 116.</ref> Nach Brandes’ Tod 1868 wurde Nickol auf Empfehlung des Rektors und Mathematikprofessors Julius Dedekind zu Brandes’ Nachfolger in Freihand-, Ornament-, Figuren- und Landschaftszeichnen ernannt. 1870 folgte Nickols Ernennung zum Professor.<ref>Peter Lufft: Nickol, Karl Friedrich Adolf. S. 168.</ref>
Nachdem er bereits mehrfach für seine Arbeit vom braunschweigischen Welfenherzog Wilhelm ausgezeichnet worden war, wurde Nickol 1899 zum Geheimen Hofrat ernannt. 1903 folgte das Kommandeurkreuz des Ordens Heinrichs des Löwen.<ref>Anton Bettelheim: Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 10–11, 1907, S. 469.</ref> 1904 wurde Nickol schließlich emeritiert. Zu seinen Schülern gehörten unter anderem: Otto Keitel, Arnold Kramer, Hans Pahlmann, Wilhelm Pahlmann, Constantin Uhde und Rudolf Wilke.
Werke (Auswahl)[Bearbeiten]
Einige seiner Werke befinden sich im Städtischen Museum Braunschweig.
- Schliestedt bei Aschersleben (1844)
- Pferde in einem Gestüt bei herannahendem Gewitter von Stallknechten nach den Ställen getrieben und Das Innere eines Pferdestalls (1844, Berliner Akademie der Künste)<ref name="Boetticher">Nickol, Karl Friedrich Adolf. In: Friedrich von Boetticher (Hrsg.): Malerwerke des 19. Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte. Band 2/1, Bogen 1–32: Mayer, Ludwig–Rybkowski.. Fr. v. Boetticher’s Verlag, Dresden 1898, S. Vorlage:VonBis (Volltext [Wikisource]).</ref>
- Blankenburg, Heimburg/Harz, Teufelsmauer (1845)
- Morgrenlandschaft im Charakter des Rheins (1860, Kunstausstellung in Lübeck)<ref name="Boetticher" />
- Italien, griechisches Theater von Taormina (1870)<ref>Martin Jasper: Die Fremde fängt gleich hinterm Magniviertel an. In: Braunschweiger Zeitung. 27. Oktober 2017 (braunschweiger-zeitung.de).</ref>
- An der Stalltür (1887, Aquarellausstellung in Dresden)<ref name="Boetticher" />
- Vor dem Gewitter (Hirte mit Schafherde)<ref>Katalog der zur Fideikommiss-Galerie des Gesamthauses Braunschweig und Lüneburg – gehörigen Sammlung von Gemälden und Skulpturen im Provinzial-Museum. Rudolph von Bennigsen-Stiftung, Hannover 1905 (Textarchiv – Internet Archive).</ref>
- Schäfer beim Gewitter (1888, Neues Museum Hannover) und Landschaft mit Schafherde (1888, Städtisches Museum Braunschweig)<ref name="Boetticher" />
Literatur[Bearbeiten]
- Franz-Josef Christiani: Karl Friedrich Adolf Nickol 1824–1905 „Eine Heuernte im Baierischen Hochlande“, 1849. In: Miszellen. Heft 59, Städtisches Museum Braunschweig, Braunschweig 2001.
- Peter Lufft: Nickol, Karl Friedrich Adolf. In:
- Nickol, Adolf. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 25: Moehring–Olivié. E. A. Seemann, Leipzig 1931, S. Vorlage:VonBis (biblos.pk.edu.pl).
- Gert Dieter Ulferts: Entwürfe für die Wanddekoration im Großen Ballsaal des Braunschweiger Schlosses. Vier italienische Landschaften von Adolf Nickol (= Miszellen. Heft 54). Städtisches Museum, Braunschweig 1996, OCLC 934992547.
- Mechthild Wiswe: Nickol [eigentlich Nickel], Karl Friedrich Adolf, Prof. In:
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nickol, Adolf |
| ALTERNATIVNAMEN | Nickol, Adolf Karl Friedrich (vollständiger Name); Nickel, Adolf Karl Friedrich (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler |
| GEBURTSDATUM | 10. März 1824 |
| GEBURTSORT | Schöppenstedt |
| STERBEDATUM | 21. Mai 1905 |
| STERBEORT | Braunschweig |
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