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Adolfo Consolini

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Adolfo Consolini
Medaillenspiegel
Datei:Adolfo Consolini 1956.jpg

Leichtathletik

Italien Italien
Olympische Ringe
 Olympische Spiele
Gold 1948 London Diskuswurf
Silber 1952 Helsinki Diskuswurf
 Europameisterschaften
Gold 1946 Oslo Diskuswurf
Gold 1950 Brüssel Diskuswurf
Gold 1954 Bern Diskuswurf

Adolfo Consolini (* 5. Januar 1917 in Costermano, Verona; † 20. Dezember 1969 in Mailand) war ein italienischer Leichtathlet, der in den 1940er- und 1950er-Jahren zur Weltspitze im Diskuswurf gehörte. Der 1,80 m große und 105 kg schwere Athlet verbesserte dreimal den Weltrekord und konnte bei fünf Europameisterschaften und vier Olympischen Spielen insgesamt vier Gold- und eine Silbermedaille gewinnen.

Werdegang[Bearbeiten]

Adolfo Consolini war Sohn eines Bauern. Nach dem Abschluss der Grundschule arbeitete er in der elterlichen Landwirtschaft mit. Im Alter von zwölf Jahren begann er mit der Leichtathletik. Als er sich an einem Wettkampf im Steinweitwurf beteiligte, wurde der Leiter des örtlichen Sportvereins auf ihn aufmerksam. Um den begabten Jungen zu fördern, verschaffte er ihm einen Job als Handlanger, der ihm genügend Zeit für ein systematisches Training ließ. Adolfo Consolinis erster offizieller Wettkampf waren die italienischen Jugendmeisterschaften 1937, bei denen er auf Anhieb den Titel holte. Zwei Jahre später gewann er den ersten von insgesamt 15 Landesmeistertiteln, nachdem er bereits 1938 bei seinen ersten Europameisterschaften in Paris einen beachtlichen fünften Platz belegt hatte.

Der Krieg unterbrach seine Karriere nicht. Im Herbst 1941 warf er einen Weltrekord, der fünf Jahre lang Bestand hatte, bis er ihn im ersten Nachkriegsjahr selbst verbesserte und damit als Favorit für die Europameisterschaften in Oslo galt. Dort siegte er überlegen mit fast drei Metern Vorsprung vor dem Zweitplatzierten, seinem Landsmann Giuseppe Tosi. Zwei Jahre später, bei den Olympischen Spielen in London, lautete die Reihenfolge genauso: Consolini gewann Gold und Tosi Silber. Auf ihre Nationalhymne mussten die beiden Italiener jedoch verzichten, da die Schallplatte mit der berühmten Mameli-Hymne (Inno di Mameli) abhandengekommen war.

In den 1950er-Jahren konnte Adolfo Consolini noch zwei weitere Europameistertitel sowie olympisches Silber gewinnen. 1960 in Rom sprach er den olympischen Eid. Anschließend nahm der inzwischen 43-Jährige, der kurz zuvor noch italienischer Meister geworden war, an den Wettkämpfen teil und platzierte sich ehrenvoll als Siebzehnter – mit einer Weite, die nur wenige Zentimeter unter seiner Siegesweite vor zwölf Jahren in London lag.

Leistungen[Bearbeiten]

Titel und Platzierungen[Bearbeiten]

Weltrekorde[Bearbeiten]

  • 53,34 m am 26. Oktober 1941 in Mailand
  • 54,23 m am 14. April 1946 in Mailand (zwei Monate später von dem Amerikaner Bob Fitch verbessert)
  • 55,33 m am 10. Oktober 1948 in Mailand (im darauffolgenden Jahr von dem Amerikaner Fortune Gordien verbessert)

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Holzhausen: Weltrekorde und Weltrekordler. Kugelstoßen – Diskuswurf. Grevenbroich 2000

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Adolfo Consolini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1934: Harald Andersson | 1938: Willy Schröder | 1946: Adolfo Consolini | 1950: Adolfo Consolini | 1954: Adolfo Consolini | 1958: Edmund Piątkowski | 1962: Wladimir Trussenjow | 1966: Detlef Thorith | 1969: Hartmut Losch | 1971: Ludvík Daněk | 1974: Pentti Kahma | 1978: Wolfgang Schmidt | 1982: Imrich Bugár | 1986: Romas Ubartas | 1990: Jürgen Schult | 1994: Uladsimir Dubrouschtschyk | 1998: Lars Riedel | 2002: Róbert Fazekas | 2006: Virgilijus Alekna | 2010: Piotr Małachowski | 2012: Robert Harting | 2014: Robert Harting | 2016: Piotr Małachowski | 2018: Andrius Gudžius | 2022: Mykolas Alekna | 2024: Kristjan Čeh | 2026: Kristjan Čeh Vorlage:Klappleiste/Ende