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Adrian Spyrka

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Adrian Spyrka
Personalia
Voller Name Adrian Spyrka
Geburtstag 1. August 1967
Geburtsort Zabrze, Volksrepublik Polen
Größe 185 cm<ref name="tmprofil">Adrian Spyrka – Spielerprofil. In: Transfermarkt. Abgerufen am 29. September 2026.</ref>
Position Libero, defensives Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1982–1983 SV Vestia Disteln U17
1983–1984 Borussia Dortmund U17
1984–1986 Borussia Dortmund U19
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1986–1988 Borussia Dortmund 12 0(0)
1988–1991 1. FC Saarbrücken 80 (6)
1991–1992 Stuttgarter Kickers (Leihe vom 1. FC Köln) 19 0(0)
1992–1993 1. FC Köln 5 0(0)
1993–1995 Rot-Weiss Essen 31 (3)
1995–1996 SG Wattenscheid 09 15 (1)
1996–2002 1. FSV Mainz 05 108 (4)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1986 Deutschland U18 3 0(0)
1986–1987 Deutschland U20 10 0(0)
1988–1989 Deutschland U21 6 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2007–2008 1. FC Saarbrücken (Co-Trainer)
2009–2010 SV Wehen Wiesbaden II
2010–2016 Borussia Mönchengladbach II (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Adrian Spyrka (* 1. August 1967 in Zabrze, damals Volksrepublik Polen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer. Als Spieler war er vor allem als Libero und im defensiven Mittelfeld aktiv.<ref name="fsvspieler">Adrian Spyrka – Spielerarchiv. In: FSV05.de. Abgerufen am 29. September 2026.</ref>

Mit der B-Jugend von Borussia Dortmund gewann Spyrka 1984 die deutsche B-Juniorenmeisterschaft. Im Finale gegen den TSV 1860 München erzielte er laut dem Spielbericht von Transfermarkt per direktem Freistoß das 1:0-Siegtor.<ref name="wazjugend">BVB-U17 wurde 1984 erstmals Deutscher Meister. In: WAZ. 29. Juni 2014, abgerufen am 29. September 2026.</ref><ref name="bjunfinale">Borussia Dortmund U17 – TSV 1860 München U17, 29. Juli 1984. In: Transfermarkt. Abgerufen am 29. September 2026.</ref> 1987 erreichte er mit der U20-Auswahl der Bundesrepublik Deutschland das Finale der Weltmeisterschaft in Chile. Als Profi spielte er unter anderem für Borussia Dortmund, den 1. FC Saarbrücken, die Stuttgarter Kickers, den 1. FC Köln, Rot-Weiss Essen, die SG Wattenscheid 09 und den 1. FSV Mainz 05. Für Mainz bestritt er 108 Zweitligaspiele.<ref name="dfbspieler">Adrian Spyrka – Spielerprofil. In: DFB-Datencenter. Abgerufen am 29. September 2026.</ref>

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Jugend und Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Spyrka spielte im Nachwuchsbereich für Borussia Dortmund. Mit der B-Jugend des Vereins gewann er 1984 die deutsche Meisterschaft. Das Endspiel gegen 1860 München entschied er mit einem direkten Freistoßtor.<ref name="wazjugend" /><ref name="bjunfinale" />

Im Oktober 1986 gehörte Spyrka zur U18-Auswahl der Bundesrepublik Deutschland. Die von Berti Vogts trainierte Mannschaft belegte bei der Europameisterschaft den dritten Platz. Spyrka kam in allen drei Partien der Endrunde zum Einsatz. Beim 1:0 im Spiel um Platz drei gegen Schottland stand er in der Startelf.<ref name="u18">European U-18 Championship 1986. In: Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. Abgerufen am 29. September 2026.; Deutschland U18 – Rumänien U18, 11. Oktober 1986. In: Transfermarkt. Abgerufen am 29. September 2026.; DDR U18 – Deutschland U18, 13. Oktober 1986. In: Transfermarkt. Abgerufen am 29. September 2026.; Deutschland U18 – Schottland U18, 15. Oktober 1986. In: Transfermarkt. Abgerufen am 29. September 2026.</ref><ref name="sammerdfb">100 Jahre Länderspiele: Sammer und das gesamtdeutsche Team. In: DFB.de. 5. April 2008, abgerufen am 29. September 2026.</ref>

Spyrka kam für die Juniorenauswahlen des DFB in den Altersstufen U18, U20 und U21 zum Einsatz.<ref name="u18" /><ref name="fsvspieler" />

Datei:Presidente Gabriel Boric en el Día Nacional del Deporte 02.jpg
Das Estadio Nacional de Chile in Santiago de Chile im Jahr 2024. In diesem Stadion fand 1987 das Finale der U20-Weltmeisterschaft statt.

Bei der U20-Weltmeisterschaft 1987 spielte Spyrka in allen sechs Partien für die von Berti Vogts trainierte bundesdeutsche Auswahl.<ref name="dfbspieler" /><ref name="dfb1987kader">Deutschland U 20 (m), Kader Weltmeisterschaft 1987 in Chile. In: DFB-Datencenter. Abgerufen am 29. September 2026.</ref> Im Finale gegen Jugoslawien im Estadio Nacional in Santiago de Chile stand er ebenfalls in der Startelf und verwandelte seinen Elfmeter. Vor 65.000 Zuschauern verlor Deutschland nach einem 1:1 nach Verlängerung das Elfmeterschießen mit 4:5.<ref name="dfbfinale">U 20-WM 1987 in Chile, Finale: Jugoslawien – Deutschland. In: DFB-Datencenter. Abgerufen am 29. September 2026.</ref><ref name="tmfinale">Jugoslawien U20 – Deutschland U20, 25. Oktober 1987. In: Transfermarkt. Abgerufen am 29. September 2026.</ref> Das Spielerarchiv von Mainz 05 nennt insgesamt zehn U20-Länderspiele sowie sechs Einsätze für die U21.<ref name="fsvspieler" />

Profivereine[Bearbeiten]

Spyrkas Profikarriere begann 1986 bei Borussia Dortmund. Bis 1988 kam er dort auf zwölf Einsätze in der Bundesliga. Hinzu kamen ein Spiel im DFB-Pokal und drei Partien im UEFA-Pokal.<ref name="dfbspieler" />

1988 wechselte er zum 1. FC Saarbrücken. Für den Verein bestritt er 80 Spiele in der 2. Fußball-Bundesliga sowie sieben DFB-Pokal- und vier Relegationsspiele. 1991 wechselte er zum 1. FC Köln. Nach dem Weggang von Erich Rutemöller im August 1991 übernahm der damalige Sportdirektor Udo Lattek ein Spiel lang interimsweise das Training.<ref name="lattek1991">Lattek über Jörg Bergers Tod: Verliere einen Freund. In: tz. 4. Februar 2015, abgerufen am 29. September 2026.</ref> Nach Hannes Linßen als weiterem Interimstrainer wurde Jörg Berger im September Cheftrainer.<ref name="koelntrainer">Die Trainer des 1. FC Köln. In: General-Anzeiger Bonn. 14. Mai 2012, abgerufen am 29. September 2026.</ref> Während der Saison 1991/92 war Spyrka an die Stuttgarter Kickers ausgeliehen, für die er 19 Bundesliga-Spiele absolvierte. Nach seiner Rückkehr kam er in der Saison 1992/93 noch auf fünf Bundesligaeinsätze für Köln.<ref name="dfbspieler" /><ref name="fsvspieler" />

1993 schloss sich Spyrka Rot-Weiss Essen an. In der Saison 1993/94 spielte Essen in der 2. Bundesliga und erreichte das Finale des DFB-Pokals. Spyrka stand beim 1:3 gegen Werder Bremen in der Startelf. *RevierSport* führt ihn in der Aufstellung neben Harald Kügler im Mittelfeld auf. In der 50. Minute wurde sein Schuss aus der Distanz abgeblockt; aus der anschließenden Situation erzielte Daouda Bangoura den Essener Anschlusstreffer. In der folgenden Saison bestritt Spyrka 32 Spiele in der Regionalliga für Essen.<ref name="dfbspieler" /><ref name="reviersportfinal">Krystian Wozniak: Frank Kurth über das Pokalfinale 1994. In: RevierSport. 14. Mai 2019, abgerufen am 29. September 2026.</ref><ref name="rwefinale">Gänsehaut pur und der Beginn einer Fanfreundschaft. In: Rot-Weiss Essen. 14. Mai 2019, abgerufen am 29. September 2026.</ref><ref name="tmrwefinale">SV Werder Bremen – Rot-Weiss Essen, 14. Mai 1994. In: Transfermarkt. Abgerufen am 29. September 2026.</ref>

Datei:Werder Bremen-Rot-Weiss Essen 1994-05-14.svg
Aufstellungen des DFB-Pokalfinals 1994. Spyrka stand für Rot-Weiss Essen in der Startelf.

Nach einer Saison bei der SG Wattenscheid 09 wechselte Spyrka 1996 zum 1. FSV Mainz 05. Der Mainzer Trainer Wolfgang Frank hatte ihn nach Angaben des Vereins bereits ein Jahr zuvor verpflichten wollen. Spyrka unterschrieb zunächst in Wattenscheid und kam erst 1996 nach Mainz.<ref name="mainzschmidt">Lars Schmidt: Königstransfer in den neunziger Jahren. In: 1. FSV Mainz 05. 6. Dezember 2022, abgerufen am 29. September 2026.</ref>

In Mainz musste Spyrka zunächst eine Kreuzbandverletzung auskurieren. In seinen ersten beiden Spielzeiten kam er auf verschiedenen Mittelfeldpositionen sowie in der Innenverteidigung zum Einsatz. Ab 1998 spielte er nach einem Rückblick von *Sport aus Mainz* regelmäßig im zentralen Mittelfeld an der Seite des Mainzer Kapitäns Lars Schmidt.<ref name="sportausmainz">Frühstück bei Bastürks. In: Sport aus Mainz. 1. August 2020, abgerufen am 29. September 2026.</ref> Mainz 05 zählt Spyrka außerdem zu den Profis der 1990er Jahre, die nach Darstellung des Vereins stark von Frank geprägt wurden.<ref name="mainzgeneration">Glaubenssätze für eine ganze Generation. In: 1. FSV Mainz 05. 3. Mai 2020, abgerufen am 29. September 2026.</ref>

Für Mainz bestritt Spyrka zwischen 1996 und 2001 insgesamt 108 Zweitligaspiele. In der Saison 2001/02 kam er nur noch bei einigen Testspielen zum Einsatz. Nach dieser Spielzeit beendete er seine Spielerkarriere. Das Vereinsarchiv führt ihn im folgenden Jahr unter den Abgängen mit dem Vermerk „Karriereende“.<ref name="dfbspieler" /><ref name="sportausmainz" /><ref name="fsv0203">1. FSV Mainz 05 – Saison 2002/03, Profikader. In: FSV05.de. Abgerufen am 29. September 2026.</ref>

Zu den herausgehobenen Spielen seiner Mainzer Zeit gehörte das Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München am 22. Dezember 1999. Spyrka stand in der Startelf und wurde in der 75. Minute ausgewechselt. Mainz verlor die Partie mit 0:3.<ref name="mainzpokal">Mit 10.000 Mainzern in Düsseldorf. In: 1. FSV Mainz 05. 12. April 2020, abgerufen am 29. September 2026.</ref><ref name="tmbayern">FC Bayern München – 1. FSV Mainz 05, 22. Dezember 1999. In: Transfermarkt. Abgerufen am 29. September 2026.</ref>

Trainerlaufbahn[Bearbeiten]

2007 schloss Spyrka den Fußball-Lehrer-Lehrgang des DFB ab. Die Deutsche Sporthochschule Köln führte ihn im selben Jahr sowohl als Lehrgangsteilnehmer als auch als Absolventen auf.<ref name="dshsbeginn">Ausbildung für Sforza, Marschall, Rummenigge & Co. In: Informationsdienst Wissenschaft. 24. Januar 2007, abgerufen am 29. September 2026.</ref><ref name="dshsabschluss">Vom Fußballspieler zum Trainer. In: Informationsdienst Wissenschaft. 28. Juni 2007, abgerufen am 29. September 2026.</ref> Die Hochschulmeldungen bezeichnen den Abschluss als staatlich anerkannten Fußball-Lehrer.

Das Trainerarchiv des FSV05 führt Spyrka von 2007 bis Ende 2008 als Co-Trainer des 1. FC Saarbrücken. In der Winterpause 2008/09 übernahm er die Regionalligamannschaft des SV Wehen Wiesbaden II. Im Mai 2009 berichtete der Reutlinger General-Anzeiger, dass Spyrka die Mannschaft als Nachfolger von Hans Werner Moser übernommen hatte.<ref name="gea">Spyrka-Team abwehrstark. In: Reutlinger General-Anzeiger. 13. Mai 2009, abgerufen am 29. September 2026.</ref> Das DFB-Datencenter verzeichnet für Spyrka 17 Spiele als Trainer der Mannschaft, mit sechs Siegen, zwei Unentschieden und neun Niederlagen.<ref name="fsvtrainer">Adrian Spyrka – Trainerarchiv. In: FSV05.de. Abgerufen am 29. September 2026.</ref><ref name="dfbtrainer">Adrian Spyrka – Trainerprofil. In: DFB-Datencenter. Abgerufen am 29. September 2026.</ref>

Ab 2010 arbeitete Spyrka als Co-Trainer der U23 von Borussia Mönchengladbach, zunächst unter Sven Demandt. Das berichtete die *Rheinische Post* vor Beginn der Regionalligasaison 2010/11. Das FSV05-Trainerarchiv datiert die Station bis 2016; eine archivierte Vereinsseite nennt für die Saison 2016/17 Alexander Ende als Co-Trainer der U23.<ref name="rp2010">Jetzt geht es für Demandt richtig los. In: Rheinische Post. 5. August 2010, abgerufen am 29. September 2026.</ref><ref name="bmgarchiv">U23 – Trainer/Betreuer, Saison 2017/18. In: Borussia Mönchengladbach. 24. April 2018, abgerufen am 29. September 2026.</ref><ref name="fsvtrainer" />

Transfermarkt führt Spyrka seit Februar 2026 als Scout beim SV Wehen Wiesbaden.<ref name="tmwehenscout">SV Wehen Wiesbaden – Mitarbeiter. In: Transfermarkt. Abgerufen am 29. September 2026.</ref>

Statistik[Bearbeiten]

Der DFB führt für Spyrka 36 Bundesligaeinsätze, 234 Spiele und 14 Tore in der 2. Bundesliga sowie 32 Einsätze und vier Tore in der Regionalliga. Hinzu kommen 22 Spiele im DFB-Pokal, drei im UEFA-Pokal und vier Relegationsspiele. Für Saarbrücken nennt der DFB 80 Zweitligaspiele; das Spielerarchiv von Mainz 05 zählt 81. Die DFB-Gesamtzahl von 234 Zweitligaspielen schließt die Saarbrücker Zahl von 80 ein.<ref name="dfbspieler" /><ref name="fsvspieler" />

Erfolge[Bearbeiten]

  • Deutscher B-Juniorenmeister: 1984 mit Borussia Dortmund<ref name="wazjugend" />
  • Dritter der U18-Europameisterschaft: 1986 mit der Bundesrepublik Deutschland<ref name="u18" />
  • Zweiter der U20-Weltmeisterschaft: 1987 mit der Bundesrepublik Deutschland<ref name="dfbfinale" />
  • Finalist des DFB-Pokals: 1994 mit Rot-Weiss Essen<ref name="rwefinale" />

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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