Aeromonadaceae
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| Datei:Aeromonas hydrophila.jpg | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Aeromonadaceae | ||||||||||
| Colwell et al. 1986 |
Die Aeromonadaceae sind eine Familie von Bakterien in der Ordnung Aeromonadales.
Merkmale[Bearbeiten]
Erscheinungsbild[Bearbeiten]
Es handelt sich um stäbchenförmige Bakterien, die gerade oder gebogen sind. Die Gram-Färbung verläuft negativ.<ref name="Colwell" /> Viele Arten sind motil durch polare Flagellen, einige sind unbeweglich. Sie treten meist einzeln auf, auch Paare oder kurze Ketten kommen vor.<ref name="Bergey" /> Sie bilden keine Endosporen oder Mikrocysten.<ref name="Colwell" />
Wachstum und Stoffwechsel[Bearbeiten]
Alle Vertreter sind chemo-organotroph, eine Photosynthese wird nicht ausgeführt. Sie sind fakultativ anaerob, sie können also unter Anwesenheit oder Abwesenheit von Sauerstoff leben und nutzen hierbei die Fermentation zur Energiegewinnung. Wenn Sauerstoff vorhanden ist, wird aerobe Atmung durchgeführt.<ref name="Bergey" /> Die meisten Arten sind Oxidase-positiv und nutzen Glucose als Substrat im Stoffwechsel. Sie reduzieren Nitrat zu Nitrit. Viele Arten nutzen Ammoniumsalze als einzige Stickstoffquelle.<ref name="Colwell" /> Oceanimonas benötigt NaCl.<ref name="Bergey" /> Die Vertreter der Familie tolerieren einen relativ weiten Temperaturbereich für das Wachstum, es gibt sowohl mesophile wie psychrophile Arten.<ref name="Colwell" />
Chemotaxonomie[Bearbeiten]
Der GC-Gehalt, also der Anteil der Nukleinbasen Guanin und Cytosin in der Bakterien-DNA, liegt im Bereich von 40 bis 63 Molprozent.<ref name="Colwell" />
Pathogenität[Bearbeiten]
Einige Arten von Aeromonas zählen zu den Verderbserregern bei Lebensmitteln, da diese Arten psychrophil (kälteliebend) sind, können sie auch Kühlhausware verderben. Zu den für Menschen pathogenen Arten von Aeromonas zählen z. B. Aeromonas punctata subsp. caviae und Aeromonas hydrophila. Aeromonas hydrophila kann auch Krankheiten bei Fischen hervorrufen, ist aber vor allem als Krankheitserreger bei Fröschen bekannt.<ref name="Dworkin" />
Systematik[Bearbeiten]
Die Familie der Aeromonadaceae bildet zusammen mit der Familie der Succinivibrionaceae die Ordnung der Aeromonadales, diese steht in der Klasse der Gammaproteobacteria. Aeromonas ist die Typusgattung der Familie und der Ordnung. Zu der Familie zählen folgende Gattungen (Stand: 16. März 2021):<ref name="lpsn" />
- Aeromonas Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Stanier 1943
- Dongshaea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Huang et al. 2019
- Oceanimonas corrig. Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Brown et al. 2001 emend. Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ivanova et al. 2005
- Oceanisphaera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Romanenko et al. 2003 emend. Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Srinivas et al. 2012 emend. Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Xu et al. 2014
- Pseudaeromonas Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Padakandla and Chae 2017
- Tolumonas Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Fischer-Romero et al. 1996 emend. Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Caldwell et al. 2011
- Zobellella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lin & Shieh 2006 emend. Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Yi et al. 2011
Die Erstbeschreibung der Familie erfolgte 1986 durch Rita R. Colwell. Vorher war die Typusgattung Aeromonas der Familie der Vibrionaceae zugeordnet gewesen.<ref name="Colwell" />
Ökologie[Bearbeiten]
Die Arten der Familie Aeromonadaceae sind weit verbreitet und kommen im Süß-, Brackwasser oder auch im Meerwasser vor.<ref name="Bergey" /> Auch im Abwasser wurden schon Aeromonadaceae nachgewiesen.<ref name="Colwell" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Bergey">George Garrity, Don J. Brenner, Noel R. Krieg, James R. Staley (Hrsg.): Bergey's Manual of Systematic Bacteriology: Volume 2: The Proteobacteria, Part B: The Gammaproteobacteria. 2. Auflage. Springer-Verlag, New York 2005, ISBN 978-0-387-24144-9.</ref> <ref name="Colwell">R. R. Colwell, M. T. MacDonell, J. De Ley: Proposal to Recognize the Family Aeromonadaceae fam. nov. In: International Journal of Systematic Bacteriology. Band 36, Nr. 3, Juli 1986, S. 473–477, ISSN 0020-7713. doi:10.1099/00207713-36-3-473.</ref> <ref name="Dworkin">J. J. Farmer III, M. J. Arduino, F. W. Hickman-Brenner: The Genera Aeromonas and Plesiomonas. In: Martin Dworkin, Stanley Falkow, Eugene Rosenberg, Karl-Heinz Schleifer, Erko Stackebrandt (Hrsg.): The Prokaryotes, A Handbook of the Biology of Bacteria, Vol. 6: Proteobacteria: Gamma Subclass. 3. Auflage. Springer-Verlag, New York u. a. O. 2006, ISBN 0-387-30746-X.</ref> <ref name="lpsn">Jean Euzéby, Aidan C. Parte: Family Aeromonadaceae. In: List of Prokaryotic names with Standing in Nomenclature (LPSN). Abgerufen am 24. Januar 2019.</ref> </references>