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Agatha Kill

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Agatha Kill (* 19. April 1948 in Bonn) ist eine deutsche Bildhauerin, Medailleurin und Schmuckgestalterin.

Datei:Agatha Kill 2025.jpg
Agatha Kill, 2025
Datei:Mene Mene Tekel (Agatha Kill 2001).jpg
Das Stück „Mene Mene Tekel“ von Agatha Kill aus dem Jahr 2001

Leben[Bearbeiten]

Agatha Kill wurde in Bonn geboren. Sie studierte von 1970 bis 1977 Bildhauerei sowie Edelmetall- und Schmuckgestaltung an den Kölner Werkschulen/Fachhochschule für Kunst und Design bei den Professoren Hans Karl Burgeff und Marianne von Jármy. Ab 1977 war sie als freischaffende Künstlerin in Köln tätig. Von 1979 bis 1980 war sie zu einem einjährigen Studienaufenthalt in Berlin.

Zwischen 1980 und 1985 hielt sich Kill mehrfach als archäologische Zeichnerin in der Türkei, Nordafrika und Südspanien auf, was ihrer künstlerischen Arbeit sichtbare Impulse gab. 2006 erfolgte der Umzug von Köln in die Südpfalz.

Sie ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst und im Badischen Kunstverein.

Wirken[Bearbeiten]

Medaillen von Agatha Kill werden seit 1992 für den deutschen Beitrag in den Weltmedaillenausstellungen (FIDEM) ausgewählt: 1992 in London, 1994 in Budapest, 1996 in Neuchâtel, 1998 in Den Haag, 2000 in Weimar, 2002 in Paris, 2004 in Seixal, 2007 in Colorado Springs, 2012 in Glasgow, 2016 in Gent/Namur, 2018 in Ottawa, 2021 in Tokio und 2025 in München. (Zu den Ausstellungen erschien jeweils ein Katalog.)

Mehrmals wurde Kill zu den Wettbewerben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) zur Gestaltung von Euro-Gedenkmünzen eingeladen, wobei sie einige erfolgreich beendete (siehe Preise).

Unter den Aufträgen von Privatpersonen finden sich folgende Arbeiten: Seit 2001 Porträts der Kölner Familie Dr. Karl-Dieter Kortmann (Porträtmedaille) und 2004 Gabriele Kortmann (Eisenbüste) bis einschließlich der dritten Generation; 2005 Dr. Jürgen Baur (Porträtmedaille); 2008 Dr. Walter Witzenmann (Prägemedaille).

Datei:Max Ernst Vs (Agatha Kill 2005-2006).jpg
„Max Ernst“, Hohlprägung, Niob blau oxidiert, ∅ 50 mm, Agatha Kill 2005/2006

2005 gestaltete Agatha Kill eine Porträtmedaille (Glas) zu Konrad Adenauer mit Blick auf Köln, 2005/2006 eine Prägemedaille (Niob blau) zu Max Ernst, im Jahr 2011 die Prägemedaille zum Konrad-Adenauer-Wettbewerb der Rheinischen Musikschule Köln.<ref name="Rheinpfalz2012">Adenauers Kopf in neun Millimetern – Die Bildhauerin Agatha Kill aus Ilbesheim widmet sich der Glyptik und macht Entwürfe für Münzen und Medaillen. In: Die Rheinpfalz. 5. Januar 2012.</ref>

Seit 2015 ehrt der Landtag Rheinland-Pfalz mit der Georg-Forster-Medaille verdiente Parlamentarier; Agatha Kill gestaltete diese Ehrenmedaille.<ref name="Rheinpfalz2025">Kulturnotizen: Georg-Forster-Medaille von Agatha Kill gestaltet. Die Rheinpfalz, 21. März 2015, abgerufen am 26. Mai 2026.</ref>

2025/2026 folgte ein Tafelbild zu Peter Zumthor als plastische Porträtarbeit.

Im März 2017 gehörte Agatha Kill zu den Nominierten zum Otto-Ditscher-Preis für Buchillustration, eine weitere Facette ihres Schaffens.

Datei:L'Oiseau (Agatha Kill 2004).jpg
„L'Oiseau“, inspiriert von Max Ernsts Vogelfigur „Loplop“; Knochen, Ebenholz, Gold, 60 × 20 mm, Agatha Kill 2004
Datei:Erinnerung an Eduardo Chillida (Agatha Kill 1995).jpg
Ohrschmuck „Erinnerung an Eduardo Chillida“, Knochen, Ebenholz, fest montiert, je H 55 mm, Agatha Kill Mitte 1990er Jahre

Zu den Schmuckarbeiten von Agatha Kill zählen Bildhauerschmuck und Unikate aus Eisen, Silber, Bein und Horn sowie Tauschier- und Einlegearbeiten, Güsse und Gravuren.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Datei:Nelly Sachs - Blumenlos (Agatha Kill 2016).jpg
„Blumenlos“, Steinstele mit Stahlplatte, darauf Gedicht von Nelly Sachs: „Chor der Tröster“<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Gedichte. Hrsg.: Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name. Suhrkamp, Frankfurt/M. Vorlage:Cite book/Date, [ ], S. 31 (Vorlage:Cite book/URL [abgerufen am -11-]).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>; vorgestellt 2016 bei Skulptur auf öffentlichen Plätzen, Minfeld, Südpfalz

Preise[Bearbeiten]

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Bundesrepublik Deutschland, 100-Euro-Goldmünze 2003, UNESCO Weltkulturerbestadt Quedlinburg, Prägung Gold 999,9 ‰, ∅ 28 mm, 15,55 g / ½ oz, Entwurf Agatha Kill 2001

Arbeiten in öffentlichem Besitz[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Hirsch, Agatha Kill: Arbeiten 1974–2009 Agatha Kill. 2010, ISBN 978-3-00-032434-5.
  • Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland. Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst.
    • Band 1, 1992: Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland 1988–1991.
    • Band 2, 1994: Wolfgang Steguweit (Herausgeber): Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland 1991–1993.
    • Band 4, 1996: Wolfgang Steguweit (Herausgeber): Die Kunstmedaille in Deutschland 1993–1995, mit Nachträgen seit 1988. ISBN 3-7861-1926-0
    • Band 10, 1999: Wolfgang Steguweit (Herausgeber): Die Kunstmedaille in Deutschland 1995–1998. ISBN 3-7861-2329-2
    • Band 11, 2000: Wolfgang Steguweit (Herausgeber): Arche 2000. ISBN 3-7861-2367-5
    • Band 14, 2000: Wolfgang Steguweit (Herausgeber): Die Medaille und Gedenkmünze des 20. Jahrhunderts in Deutschland. ISBN 3-88609-443-X und ISBN 3-7861-2387-X.
    • Band 22, 2005: Gerd Dethlefs und Wolfgang Steguweit (Herausgeber): GeldKunst – KunstGeld. ISBN 3-9801644-7-0
    • Band 23, 2007: Ulf Dräger, Andrea Stock (Bearbeiter): Die Welt en miniature, Deutsche Medaillenkunst heute. 2000–2006. ISBN 978-3-937751-54-2
  • Katalog zu Arteder 82. Muestra International de Arte Gráfico, Bilbao
  • Kataloge zu Cast Art – Zeitgenössische Kunst in Guss. Düsseldorf (1989, 1994, 2003)
  • Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz
    • 28. Jahrgang, Neue Folge, 2/91; K. P. Wiemer
    • 34. Jahrgang, Neue Folge, 2/97; K. P. Wiemer
    • 38. Jahrgang, Neue Folge, 2/01; Helmut Fußbroich
    • 40. Jahrgang, Neue Folge, 2/03; Martin Heidemann
  • Karl Schein (Aufsatz) 1996 Friedrich Spee von Langenfeld. Verein für christliche Kunst im Erzbistum Köln und Bistum Aachen e.V.
  • Karl Schein und Dominik Meiering (Buch), 2003, Himmel auf Erden, Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum des Vereins für christliche Kunst im Erzbistum Köln und Bistum Aachen e.V., ISBN 3-87909-809-3.
  • Ludger Wolfgart, Eisen und Stahl in Bewegung. Stahlreport 1/2005, Bundesverband Deutscher Stahlhandel, Düsseldorf
  • Martin Heidemann: Coins in Context. Works by Maria Lucia Hardegen and Agatha Kill in The Medal, 46/2005, British Art Medal Trust, London
  • Hermann Maué, 2005, Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Jahresbericht 2004.
  • Katalog Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland, 2011, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
  • Philip Attwood, in The Medal, 53/2008, British Art Medal Trust, London
  • N.N. Geldgeschichtliche Nachrichten (GIG), Nr. 264, Nov. 2012
  • The Medal, Autumn 2014
  • Philip Attwood, in The Medal, 69/2016, British Art Medal Trust, London
  • Porträts KLUGEr FRAUEN in Skulptur, Malerei, Zeichnung, Medaille, Humboldt-Universität zu Berlin, 2018
  • Ludwig van Beethovn in nummis, Bonner Numismatische Studien, Band 3, Manfred van Rey, Hrsg. Numismatische Gesellschaft Bonner Münzfreunde e.V., 2020, ISBN 978-3-941612-13-6
  • Nina Koch und Dietrich A.O. Klose, Medaillen-Relief en miniature, Hrsg. RealismusGalerie, Berlin 2022

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Agatha Kill – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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