Agenda Austria
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| Gründung | 1. Februar 2013 |
| Auflösung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Gründer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Sitz | Türkenstraße 25/1/3/9–10, A-1090 Wien |
| Vorläufer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Nachfolger | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Zweck | Wirtschaftsforschung |
| Vorsitz | Christoph Kraus |
| Geschäftsführung | Franz Schellhorn |
| Eigentümer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Umsatz | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 274: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Stiftungskapital | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 274: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Beschäftigte | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Freiwillige | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Mitglieder | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Website | www.agenda-austria.at |
Agenda Austria, Vereinigung für wissenschaftlichen Dialog und gesellschaftliche Erneuerung (kurz: Agenda Austria) ist eine 2013 als Verein gegründete wirtschaftsliberale<ref>„Streit der Ökonomen“. In: agenda-austria.at. Agenda Austria, 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juli 2015; abgerufen am 18. Juli 2015 (Eine Serie der Wiener Zeitung).</ref> österreichische Denkfabrik.
Gründungsgeschichte[Bearbeiten]
Die Gründungsidee stammt von Christoph Kraus, dem ehemaligen Chef der Kathrein Privatbank, Generalsekretär des Verbands österreichischer Privatstiftungen<ref name="SVÖ">Vorstand. In: stiftungsverband.at. Verband österreichischer Privatstiftungen, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. August 2015; abgerufen am 1. August 2015.</ref> und Mitglied der vom Ökonomen Friedrich August von Hayek gegründeten wirtschaftsliberalen<ref>Dominik Geppert: Thatchers konservative Revolution: Der Richtungswandel der britischen Tories (1975-1979). Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2002, ISBN 978-3-486-56661-1, S. 231 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Mont Pelerin Society. Als Vorbild diente das Schweizer Avenir Suisse.<ref name="DdM">Kurier - Denkfabrik der Millionäre - Firmen und reiche Private leisten sich ein liberales Institut. Artikel vom 27. Jänner 2013, abgerufen am 7. Februar 2015.</ref> Franz Schellhorn, der seit der Gründung der Leiter von Agenda Austria ist, hielt das Vorhaben der Schaffung eines solchen Think Tanks anfangs für „aussichtslos“ bzw. für ein „riskantes Projekt“, er wurde infolge eines Gesprächs mit Kraus gefragt, ob er gewillt sei, eine solche Institution zu leiten.<ref>Salzburger Nachrichten, 12. Mai 2021</ref>
Mit Veit Sorger, dem Präsidenten des Verbands österreichischer Privatstiftungen<ref name="SVÖ" /> und ehemaligen Präsidenten der Industriellenvereinigung, als Fundraiser suchte Kraus unterstützende Gleichgesinnte für das Startkapital von einer Million Euro.<ref name="DdM" />
Der Billa-Gründer Karl Wlaschek stellte das Büro in der zentral gelegenen Schottengasse für drei Jahre unentgeltlich zur Verfügung.<ref name="DdM" /><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Kurier: Schellhorn: "Natürlich haben wir ein Budgetloch" ( vom 26. Februar 2015 im Internet Archive). Artikel vom 7. Dezember 2013, abgerufen am 26. Februar 2015.</ref>
Leitung[Bearbeiten]
Leiter ist der vormalige Chef der Wirtschaftsredaktion der Tageszeitung Die Presse, Franz Schellhorn. Leiter des wissenschaftlichen Beirats ist Lars Feld.<ref name="DdM" /><ref>Organe. In: agenda-austria.at. Agenda Austria, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. August 2015; abgerufen am 1. August 2015.</ref>
Finanzierung[Bearbeiten]
Agenda Austria wird von ihren Fördermitgliedern (zum großen Teil bedeutende österreichische Unternehmen und vermögende Privatpersonen<ref>Michael Bachner: Agenda Austria freut sich auf „Mitbewerber von links“. In: kurier.at. 7. August 2019, abgerufen am 16. März 2021.</ref>) und über Spenden finanziert. Private unterstützen ab 10.000 Euro, Firmen ab 20.000 Euro jährlich.<ref name="DdM" /> Subventionierende Unternehmen waren 2018 u. a. Mayr-Melnhof Karton, Miba AG, Mondi, Porr, Raiffeisen Zentralbank und Erste Bank.<ref>Andre Exner, Anna-Maria Offner: Handbuch Industriepolitik Österreich, Wien 2018, S. 22.</ref>
Sie verfügt über ein jährliches Budget von 1,5 Millionen Euro und ist damit hinter dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) mit einem jährlichen Budget von 12,5 Millionen Euro, dem Institut für Höhere Studien (IHS) (9,3 Millionen Euro) und dem Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) (3,8 Millionen Euro) finanziell die viertgrößte österreichische Denkfabrik, wobei IHS und WIFO zu mehr als der Hälfte ihrer Budgets aus steuerfinanzierten Quellen wie etwa der Nationalbank, Ministerien und Sozialpartnern finanziert werden.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.format.at - Die Sponsoren der Meinungsmacher ( vom 6. Februar 2015 im Internet Archive). Artikel vom 5. Dezember 2014, abgerufen am 6. Februar 2015.</ref>
Selbstdarstellung[Bearbeiten]
Ziele[Bearbeiten]
Der Verein wurde laut eigenen Angaben mit dem Ziel ins Leben gerufen, „Österreich in gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die Herausforderungen zu finden, vor denen das Land steht.“ Aufgabe sei es, wissenschaftlich fundierte Reformvorschläge aus liberaler, marktwirtschaftlicher Sicht zu machen, politische Konzepte auf wissenschaftlicher Basis zu erstellen und zwischen den ökonomischen Theorien und der realen Politik zu vermitteln.<ref name="NTT">Clemens Neuhold: Neuer Think Tank: Eine Million für die liberale Denk-Revolution. In: wienerzeitung.at. Wiener Zeitung, 26. Dezember 2012, abgerufen am 18. Juli 2015.</ref><ref name="MS">Mission Statement. In: agenda-austria.at. Agenda Austria, abgerufen am 18. Juli 2015.</ref> Agenda Austria setzt sich für Reformen im ihrer Ansicht nach auf Dauer „unfinanzierbaren“ Pensionswesen ein. Vertreter des Thinktanks äußern sich öffentlich mit der Forderung nach Senkung der Lohn- und Einkommensteuer.<ref>Wie viel Steuer sparen Sie? In: agenda-austria.at. Agenda Austria, abgerufen am 18. Juli 2015.</ref> Vermögens- und Erbschaftssteuern werden abgelehnt,<ref>"Die Regierung holt sich Geld vom Bürger". In: oe1.orf.at. Österreichischer Rundfunk, 8. April 2014, abgerufen am 18. Juli 2015.</ref> liberal fundierte Reformen sollen über Ausgabenkürzungen und durch Verzicht auf marktverzerrende Subventionen finanziert werden.
Leitbild[Bearbeiten]
Laut Christoph Kraus, dem Obmann und Mitbegründer von Agenda Austria, orientiert sich die Organisation an der Österreichischen Schule rund um Friedrich August von Hayek und Ludwig von Mises; als Grundwerte werden „Freiheit und Individualismus“ angegeben.<ref name="NTT" />
Kritik[Bearbeiten]
Die Sozialwissenschaftler Stephan Pühringer und Christine Stelzer-Orthofer titulierten Agenda Austria 2016 als „aktuell medial wirksamsten neoliberalen Think Tank in Österreich“, der sich für den Rückbau des Wohlfahrtsstaates in sozialpolitischen Themenfeldern einsetze. Man versuche, „eine ideologische Spaltung voranzutreiben, die letztlich dazu beitragen soll, sozialstaatliche Sicherung als ineffizient und leistungshemmend zu diskreditieren und mittels marktliberaler Ansätze soziale Polarisierung und soziale Ungleichheit in die Mitte der österreichischen Gesellschaft zu tragen.“<ref>Stephan Pühringer, Christine Stelzer-Orthofer: Neoliberale Think Tanks als (neue) Akteure in österreichischen gesellschaftspolitischen Diskursen (ICAE Working Paper Series - No. 44 - Jänner 2016). (jku.at [PDF; abgerufen am 23. Dezember 2024]).</ref>
Agenda Austria stellt sich selbst als „lösungsorientiert, wissenschaftlich und unbestechlich“ dar, doch bei genauer Betrachtung der erarbeiteten Erkenntnisse und dem Weg dorthin ist leicht erkennbar, dass die Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens unzureichend beachtet werden<ref>Stephan Pühringer, Christine Stelzer-Orthofer: Neoliberale Think Tanks als (neue) Akteure in österreichischen gesellschaftspolitischen Diskursen. (PDF) Institute for Comprehensive Analysis of the Economy - Johannes Kepler University Linz, Januar 2026, abgerufen am 20. Juli 2026.</ref>: Im Speziellen wird die Überprüfbarkeit (durch entsprechende Belege), objektive, verständliche Darstellung, Validität, u. a. durch die Auswahl adäquater Methoden und Nachweise, als auch die Befolgung der Vorgaben hinsichtlich des Layouts und der Zitierweise in den Texten nicht ausreichend umgesetzt.
Der Wirtschaftsgeograf Christian Reiner kritisierte im November 2025 in einem Zeitungsartikel<ref>Christian Reiner: Lobbynomics statt Economics (Die Presse - 04.11.2025). (diepresse.com [abgerufen am 11. November 2025]).</ref> ein Positionspapier der Agenda Austria zur Behandlung von Wirtschaftsthemen in Schulbüchern<ref>Franz Schellhorn: Wirtschaftsunterricht: Wie Ideologie den Weg ins Klassenzimmer findet (Agenda Austria - 14.10.2025). (agenda-austria.at [abgerufen am 11. November 2025]).</ref> und bemängelte „selektives Zitieren, polemisches Unterstellen und die Verwechslung von Korrelation und Kausalität“ durch die Agenda Austria. In einer Replik in der gleichen Zeitung warf Agenda Austria Reiner vor, ihre Kritik „mit stumpfen Unterstellungen und untergriffigen Anwürfen abzutun“, was „der Relevanz des Themas nicht gerecht“ werde.<ref>Carmen Trems, Hanno Lorenz: Debatte um Wirtschaftsunterricht: Untergriffe statt Argumente (Die Presse - 10.11.2025). (diepresse.com [abgerufen am 11. November 2025]).</ref>
„Das Institut im wissenschaftlichen Mäntelchen ist ein Werkzeug der reichsten und einflussreichsten Personen und ihrer Unternehmen, das gezielt öffentliche Diskurse prägen soll.“<ref>Michael Mazohl: Meinungsmache für Superreiche: So beeinflusst die Denkfabrik Agenda Austria die Öffentlichkeit. In: Kontrast.at. 27. November 2024, abgerufen am 20. Juli 2026.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Pühringer/Stelzer-Orthofer: Neoliberale Think Tanks als (neue) Akteure in österreichischen gesellschaftspolitischen Diskursen, ICAE Working Paper Series, No. 44, January 2016.<ref>In der SWS-Rundschau, in der der Artikel ebenfalls erschienen ist (Ausgabe 1/2016), erschien eine „Replik der Denkfabrik Agenda Austria“ zu dem genannten Artikel: Köppl-Turyna, Mayrbäurl, Schneider: Nicht von wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn geleitet. SWS-Rundschau 2/2016, S. 266–273.</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />