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Alastair Wicks

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Alastair Wicks, manchmal auch Alistair Wicks<ref name="spiegel-45876506">BIAFRA / SÖLDNER: Unser Kampf. In: Der Spiegel. Nr. 49, 1968 (online – 2. Dezember 1968).</ref><ref name="news.google.com">@1@2Vorlage:Toter Link/news.google.combillboard.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2023. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> oder Alastair Wickes<ref name="acig.org">http://www.acig.org/artman/publish/printer_351.shtml.</ref>(* vor 1939; † April 1978),<ref name="mercenary-wars.net">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento vom 25. Februar 2021 im Internet Archive)</ref> war ein rhodesischer Söldner.

Leben[Bearbeiten]

Alastair Wicks besuchte die Eliteschule Harrow in London und unternahm Reisen nach Osteuropa, bevor er Jura in Oxford studierte.<ref>Mike Hoare: The Road to Kalamata: A Congo Mercenary’s Personal Memoir, Lexington Books, Lexington, Mass. 1989, ISBN 0-669-20716-0, S. 46.</ref> Im Zweiten Weltkrieg war Wicks, der eine Pilotenausbildung besaß, unter anderem Fliegerleitoffizier.<ref>Congo Mercenary, Hale, London 1987, ISBN 0-7090-4375-9, S. 87.</ref> Nach dem Krieg wanderte er nach Rhodesien aus.<ref>Anthony Mockler: The New Mercenaries. Corgi Books, London 1986, ISBN 0-552-12558-X, S. 71.</ref>

Wicks erster Söldnereinsatz begann im Frühjahr 1961 während der Abspaltung der Katanga-Provinz von der DR Kongo. Er und Mike Hoare übernahmen je einen Zug der Compagnie Internationale genannten Söldnertruppe, die für die Sezessionisten kämpfte. Die beiden Züge mit 120 Söldnern aus Rhodesien und Südafrika befanden sich noch in der Ausbildung, als UN-Truppen die restlichen Söldner gefangen nahm. Hoare bildete das 4. Kommando aus beiden Zügen, Wicks wurde sein Stellvertreter.<ref>Mike Hoare: The Road to Kalamata: A Congo Mercenary’s Personal Memoir, Lexington Books, Lexington, Mass. 1989, ISBN 0-669-20716-0.</ref><ref>Christopher Othen: Katanga 1960–63. Mercenaries, Spies and the African Nation that waged War on the World, The History Press, Brimscombe Port Stroud, 2015, ISBN 978-0-7509-6288-9, S. 110ff.</ref> Nach der Rückkehr aus Katanga arbeitete er in der Verwaltung der Fluggesellschaft Rhodesian Air Services.

Nach Ausbruch der Simba-Rebellion trafen Wicks und Hoare im Juli 1964 in Léopoldville ein. Hoare erhielt von Moïse Tschombé den Auftrag, eine große Zahl Söldner zur Niederschlagung des Aufstandes zu rekrutieren. Wicks wurde Hoares Stellvertreter im Rang eines Majors<ref name="mercenary-wars.net"/> und reiste sofort nach Johannesburg und ins rhodesische Salisbury, um von dort aus Söldner anzuwerben.<ref>Anthony Mockler: The New Mercenaries. Corgi Books, London 1986, ISBN 0-552-12558-X, S. 87.</ref><ref>Mike Hoare: The Road to Kalamata: A Congo Mercenary’s Personal Memoir, Lexington Books, Lexington, Mass. 1989, ISBN 0-669-20716-0, S. 87.</ref>

Hoare und Wicks bauten auf dem ehemaligen belgischen Militärstützpunkt Kamina das 5. Kommando auf, eine Einheit in Bataillonsstärke aus ausschließlich weißen Söldnern. Eine der Hauptaufgaben von Wicks bestand in der Abstimmung mit der belgischen Militärmission, der das 5. Kommando unterstellt war.<ref>Thomas P. Odom: Dragon Operations: Hostage Rescues in the Congo, 1964–1965, Combat Studies Institute, U.S. Army Command and General Staff College (Leavenworth Papers No.14), Fort Leavenworth, Kansas, 1988, S. 30 (Online, abgerufen am 13. Dezember 2014).</ref> Da die Belgier den Söldnern mit Misstrauen begegneten, eignete sich Wicks mit seinen guten Manieren und ausgezeichneten Französisch-Kenntnissen sehr gut für diese Aufgabe.<ref>Mike Hoare: Congo Warriors, Hale, London 1991, ISBN 0-7090-4369-4, S. 46.</ref> Zudem war Wicks Verbindungsoffizier zu den kongolesischen Luftstreitkräften, die ebenfalls aus Söldnern bestanden und mit denen das 5. Kommando eng zusammenarbeitete.<ref>Mike Hoare: Congo Warriors, Hale, London 1991, ISBN 0-7090-4369-4, S. 170.</ref>

Wie Hoare verlängerte Wicks zweimal seinen Vertrag und machte alle Feldzüge des 5. Kommandos mit, die zur Zerschlagung der Simba-Rebellion führten, die zeitweise den größten Teil des Kongo beherrscht hatte. Am 12. Dezember 1965<ref name="mercenary-wars.net"/> verließ Wicks den Kongo, wenige Tage nach Mike Hoare, und kehrte nach Rhodesien zurück. Der neue Diktator Mobutu war damit jene Söldnerführer losgeworden, die seit der Zeit in Katanga dem gestürzten Ministerpräsidenten Moïse Tschombé verbunden waren.<ref>Anthony Mockler: The New Mercenaries. Corgi Books, London 1986, ISBN 0-552-12558-X, S. 115.</ref>

Nach dem Ausbruch des Biafra-Krieges im Juli 1967 versuchte Wicks in der Officer’s Association in London Offiziere für die Streitkräfte Biafras zu werben, mutmaßlich im Auftrag britischer Industrieller.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/news.google.combillboard.com (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2023. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> Sein ehemaliger Offizierskamerad John Peters, der das 5. Kommando nach Hoares Abgang geführt hatte und nun Söldner für Biafras Kriegsgegner Nigeria anwarb, warnte Wicks telefonisch: „Ich will nicht, dass meine Jungs deine bekriegen.“ Zudem war Wicks an der Waffen-Luftbrücke für Biafra beteiligt. Dabei flog er auch selbst die Transportmaschinen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento vom 14. Dezember 2014 im Internet Archive). Abgerufen am 6. April 2024.</ref><ref>http://www.acig.org/artman/publish/printer_351.shtml</ref> Ende 1967 wurde Wicks in Togo verhaftet, als er mit einem Flugzeug zwischenlandete, das mit Banknoten aus der Zentralbank Biafras geladen war. Die Scheine sollten im Auftrag der Regierung von Biafra in harte Währung gewechselt werden. Alastair Wicks verbrachte mehr als drei Monate im Gefängnis und zog sich nach seiner Entlassung aus dem Söldner-Geschäft zurück.<ref>Anthony Mockler: The New Mercenaries. Corgi Books, London 1986, ISBN 0-552-12558-X, S. 164 ff.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Ruth Margaret Delaforce: A Mafia for the State. Mercenary Soldiers and Private Security Contractors 1946–2009, Thesis, Griffith University 2010, pp. 138–165, hier:, abgerufen am 13. Dezember
  • Hans Germani: Weiße Söldner im schwarzen Land, Ullstein, Frankfurt am Main/Berlin 1966
  • Mike Hoare: Congo mercenary, London: Hale (1987), ISBN 0-7090-4375-9
  • Mike Hoare: Congo Warriors, London: Hale (1991), ISBN 0-7090-4369-4
  • Anthony Mockler: The new mercenaries. Corgi Books, London 1986, ISBN 0-552-12558-X
  • Christopher Othen: Katanga 1960–63. Mercenaries, Spies and the African Nation that waged War on the World, The History Press, Brimscombe Port Stroud, 2015, ISBN 978-0-7509-6288-9
  • Anthony Rogers: Someone else’s War. Mercenaries from 1960 to the Present, Harper Collins, London 1998, ISBN 0-00-472077-6, S. 11–31

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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