Albert Duin
Albert Duin (* 15. September 1953 in Emden) ist ein deutscher Unternehmer und Politiker (FDP). Er war von November 2013 bis November 2017 Landesvorsitzender der FDP Bayern und von 2018 bis 2023 Mitglied des Bayerischen Landtags.
Leben[Bearbeiten]
Duin wurde 1953 im niedersächsischen Emden geboren. 1969 bis 1973 absolvierte er eine Lehre als Elektromechaniker im Fernmeldedienst, bevor er sich für zwei weitere Jahre als Zeitsoldat bei der Bundeswehr verpflichtete, wo er als Flugzeugtechniker arbeitete. Von 1975 an arbeitete er bei einem Elektrokonzern und absolvierte 1977 bis 1979 eine Technikerausbildung und eine Abendschulausbildung zum Betriebswirt. Im Anschluss arbeitete er als Entwicklungsingenieur, bevor er 1981 Gesamtvertriebsleiter eines mittelständischen Unternehmens wurde. Duin ist Gründer und seit 1983 Geschäftsführender Gesellschafter der Induktor GmbH, eines mittelständischen technischen Unternehmens mit Sitz in München, das international tätig ist und laut Selbstauskunft derzeit ca. 80 Mitarbeiter beschäftigt.<ref>Induktor GmbH. 28. Januar 2014, abgerufen am 28. Januar 2014.</ref>
Duin ist verheiratet und Vater von drei Kindern.
Politik[Bearbeiten]
Duin ist seit 2006 Mitglied der FDP<ref>Marion Luppen: Der neue Chef der bayerischen FDP heißt Duin - Ostfriesen-Zeitung. In: oz-online.de. 27. November 2013, abgerufen am 2. März 2024.</ref> und war bis 2014 Beisitzer im Stadtverband München.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivlink ( vom 10. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref> Am 23. November 2013 wurde Duin überraschend mit 205 zu 157 Stimmen gegen den früheren Landtagsfraktionschef Thomas Hacker zum Landesvorsitzenden der FDP Bayern gewählt.<ref>Nachfolge von Leutheusser-Schnarrenberger: Bayerns FDP wählt überraschend Albert Duin. In: rp-online.de. 23. November 2013, abgerufen am 8. Februar 2024.</ref> Duin hatte zuvor kein politisches Mandat inne.
Beim Bundesparteitag der FDP in Berlin scheiterte Duin am 15. Mai 2015 sowohl mit seiner Bewerbung für den Posten als stellvertretender Bundesvorsitzender gegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann<ref>offizielle Twitter-Meldung der FDP</ref> als auch als Beisitzer im Präsidium gegen Michael Theurer.
Der FDP-Landesparteitag wählte am 11. November 2017 den bayerischen Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl im September 2017 Daniel Föst zum neuen Landesvorsitzenden; Duin war zuvor nicht wieder angetreten.<ref>Pressemitteilung der FDP Bayern zur Wahl des Landesvorsitzenden, aufgerufen am 28. September 2018</ref>
Für die bayerische Landtagswahl 2018 bewarb sich Duin um die Spitzenkandidatur seiner Partei. Er zog dabei in die Stichwahl ein, unterlag dort aber am 12. März 2018 Martin Hagen.<ref>Pressemitteilung zur Urwahl der FDP Bayern, aufgerufen am 28. September 2018/</ref> Duin trat daher auf Platz 2 der FDP-Liste im Wahlkreis Oberbayern an und war zudem Direktkandidat im Stimmkreis 105 München-Moosach.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bewerberliste für den Wahlkreis Oberbayern ( vom 14. September 2018 im Internet Archive), aufgerufen am 28. September 2018</ref> Aufgrund seines Gesamtstimmergebnisses wurde er in den 18. Bayerischen Landtag gewählt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 17. Oktober 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Albert Duin vertrat die FDP-Fraktion als Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Landesentwicklung, Energie, Medien und Digitalisierung und im Ausschuss für Eingaben und Beschwerden.
Bei der Landtagswahl 2023 trat er als Direktkandidat im Stimmkreis München-Pasing und auf Platz 13 der Wahlkreisliste der FDP an, erreichte aber – wie seine Partei insgesamt – kein erneutes Mandat. Bei der Bundestagswahl 2025 kandidiert Duin im Bundestagswahlkreis Traunstein.<ref>Albert Duin soll in den Bundestag. In: berchtesgadener-anzeiger.de. 23. Oktober 2024, abgerufen am 24. Oktober 2024.</ref>
Seit 2018 ist Duin Vorsitzender des Vereins Hilfe für die dritte Welt.<ref>Abgeordnete(r) Albert Duin, | Bayerischer Landtag. Abgerufen am 14. Mai 2021.</ref>
Duin ist Mitgründer und Ehrenvorsitzender des Liberale Mitte e.V., eines 2024 aus dem Kipfenberger Gesprächskreis hervorgegangenen liberalen Vereins.<ref>Die Liberale Mitte Bayern. Abgerufen am 2. Januar 2025.</ref>
Ehrungen[Bearbeiten]
Duin erhielt am 5. Juli 2023 den Bayerischen Verdienstorden aus der Hand von Ministerpräsident Markus Söder.<ref>Ordensverleihungen auf bayern.de, abgerufen am 7. Juli 2023</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Seite des Politikers als Landtagsabgeordneter
- Website der Firma von Albert Duin
- Biographie beim Bayerischen Landtag
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Thomas Dehler (1946–1956) | Albrecht Haas (1956–1964) | Klaus Dehler (1964–1967) | Dietrich Bahner (1967–1970) | Josef Ertl (1971–1983) | Manfred Brunner (1983–1989) | Josef Grünbeck (1989–1991) | Max Stadler (1991–1998) | Hermann K. Stützer (1998–2000) | Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (2000–2013) | Albert Duin (2013–2017) | Daniel Föst (2017–2021) | Martin Hagen (2021–2025) | Katja Hessel (2023–2025) | Michael Ruoff (2025–2026) | Matthias Fischbach (seit 2026)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Duin, Albert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Unternehmer und Politiker (FDP), MdL |
| GEBURTSDATUM | 15. September 1953 |
| GEBURTSORT | Emden |
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