Alec Siniavine
Alec Siniavine (eigentlich Alexandre Siniavine; * 4. Mai 1906 in Odessa; † 20. September 1996 in Paris<ref>Sterbedatum nach BNF. Dort ist als Geburtsdatum April 1905 angegeben.</ref><ref name="musique">Biografie bei Musique en ligne von Yves-Henri Faget</ref>) war ein französischer Pianist, Komponist und Orchesterleiter im Bereich des Chansons und der Unterhaltungsmusik.
Leben und Wirken[Bearbeiten]
Siniavine wuchs als Halbwaise in Rumänien auf; als Kind hatte er Klavierunterricht. Mit 18 Jahren besuchte er das Musikkonservatorium in Bukarest und daneben Jura-Vorlesungen an der dortigen Universität. Erste professionelle Auftritte hatte er in Nachtclubs und im Cabaret. Mit einem Stipendium zog er nach Paris und trat zunächst im Café Tabac Pigalle auf; ferner spielte er auch Hochzeiten und Banketten. In den frühen 1930er-Jahren bekam er Gelegenheit auf Hochseeschiffen der Compagnie Générale Transatlantique zu spielen. 1933/34 arbeitete er in Monte Carlo, wo er Germaine und Jean Sablon kennenlernte.<ref name="musique"/> Siniavine, der inzwischen französischer Staatsbürger war, spielte im April 1934 mit Django Reinhardt und André Ekyan bei einer ersten Aufnahmesession mit Jean Sablon („Je sais que vous etes jolie“, Columbia).
Im Auftrag des Musikverlegers Raoul Breton schrieb Siniavine die Musik zu einem Liedtext von Louis Sauvat („La dernière bergère“, engl. Fassung The Last Shepherdess);<ref name="musique"/> Jean Sablon nahm darauf „La dernière bergère“ auf;<ref name="musique"/> die Aufnahmesitzung mit Sablon und Reinhardt fand am 7. Januar 1935 statt.<ref name="lord">Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen am 31. Oktober 2017)</ref> Siniavines „La dernière bergère“ wurde zu einem großen Erfolg für Sablons Karriere. In den folgenden Jahren arbeitete er außerdem mit Edith Piaf, Jeanette MacDonald, André Claveau, Lucienne Delyle, Maurice Chevalier, Danielle Darrieux, Juliette Greco, Patachou, Paul Misraki („Insensiblement“) und Fançois Deguelt. Ab den späten 1930er-Jahren trat er mit Musikabenden in Cabarets wie dem Sporting d'été (1938), Carrère (1942 und 1947), Ciro's in Monte-Carlo, im Pariser Les Capucines (1946) auf; 1953 eröffnete er mit seinem Freund André Claveau einen eigenen Nachtclub.<ref name="musique"/>
Außerdem schrieb er ein Musical mit Jean Delettre (La belle saison) und die Musik für die Show Version française, die 1950 im Théâtre de l'Arbalette in Paris Premiere hatte (u. a. mit dem damals noch unbekannten Louis de Funès).<ref name="musique"/> Zu seinen Liedern und Kompositionen gehören außerdem „J’ai qu’a l’regarder“ (1943, mit Edith Piaf), „Balançoire“, „Poème d'Amour“ (mit Yves Allain),<ref>Le Guide du concert et du disque, Ausgabe 174, hg. von Isabelle Legros, 1957, S. 376</ref> „Le Trottoir aux chansons“ (mit Henri Contet),<ref>Pierre Duclos, Georges Martin: Piaf. Paris: Éditions du Seuil, 1993</ref> „Une nuit mon amour“ (1949, Text von Sergelys), „Lettre d'Ispahan“,<ref>Bibliographie de la France: Musique. Supple ment C Imprimerie J. Dumoulin, 1970, S. 42</ref> „Ce jour tant attendu“ (1960, mit Charles Aznavour<ref>Raoul Bellaïche: Aznavour «Non je n'ai rien oublié». Paris: Edition d'Archipel, 2011, S. 1959</ref>) „La vagabonde“ (mit Jean de Lettraz und Jean Delettre) und „Les dames de la Poste“ (mit Franci Blache<ref>Alain Wodrascka: Barbara, biographie intime. City editions 2017</ref>).
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Siniavine, Alec |
| ALTERNATIVNAMEN | Siniaine, Alexandre |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Musiker und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 4. Mai 1906 |
| GEBURTSORT | Odessa |
| STERBEDATUM | 20. September 1996 |
| STERBEORT | Paris |