Alexander Hangerli
Alexander Hangerli (auch: Handjeri, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder Hanceri, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) oder Hangerliu, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Alexandr Changerli, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 1760 in Konstantinopel; † 12. Juni 1854 in Moskau) war ein phanariotischer griechischer Dragoman des Osmanischen Reiches und Fürst des Fürstentums Moldau vom 7. März bis zum 24. Juli 1807. Während der Griechischen Revolution floh er 1821 ins Russische Kaiserreich, wo er als Linguist Bekanntheit erlangte.
Leben[Bearbeiten]
Hangerli wurde in Konstantinopel in eine adlige Familie hineingeboren und erhielt eine umfangreiche Erziehung. Unter anderem erlernte er mehrere europäische Sprachen sowie Osmanisch und Arabisch und wurde auf eine Karriere in den Donaufürstentümern vorbereitet.<ref name="nouvellehoefer">Ernest Mézière: Alexandre Handjeri. In: Nouvelle biographie générale depuis les temps les plus reculés jusqu'à nos jours, Bd. 23, Firmin Didot, Paris, 1858: 290.</ref> Sein Onkel war der Patriarch von Konstantinopel Samuel I. Dieser förderte die Karrieren seiner Neffen, Alexanders und seines älteren Bruders Constantin.<ref>Peter Hahn, Jürgen Stich: Handjerystraße (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2026. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.), in: friedenau-aktuell.de</ref> Mit 28 Jahren heiratete Alexander Hangerli Smaragda, eine Prinzessin der Familie Callimachi.<ref name="nouvellehoefer" />
Sein Bruder Constantin Hangerli wurde 1797 zum Fürsten der Walachei ernannt, fiel aber in Ungnade und wurde 1799 hingerichtet. Obwohl Alexander Hangerli schon mehrfach mit den osmanischen Beamten in Konflikt gekommen war und ins Exil gehen musste,<ref name="nouvellehoefer" /> wurde er 1805 auf den Posten des Ersten Dragoman der Hohen Pforte (Chefübersetzer des Sultans) befördert und behielt diese Stellung in den nächsten zwei Jahren bis Sultan Selim III. ihn 1807 zum Fürsten (Gospodar) von Moldau ernannte, anstelle des abgesetzten Alexander Mourousis.<ref name="nouvellehoefer" /> Die russische Eroberung der Region verhinderte jedoch, dass er seinen Amtssitz in Iași erreichte. Vielmehr folgte er der osmanischen Armee in der Offensive des Russisch-Türkischen Krieges.<ref name="nouvellehoefer" /> Letztendlich war es ihm möglich, nach dem Friede von Bukarest 1812 sein Amt anzutreten, und er war hauptsächlich daran beteiligt, die Verwaltung des Landes wieder aufzubauen.<ref name="nouvellehoefer" />
Dann wurde Hangerli abgesetzt und von Scarlat Callimachi abgelöst.<ref name="nouvellehoefer" /><ref name="jsri">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Dazu gibt es unterschiedliche Berichte: während die Nouvelle biographie générale von 1858 schreibt, dass er sich auf seinem Posten unsicher fühlte, weil die Gegner von Sultan Selim immer stärker wurden, und er deshalb um seinen Rücktritt gebeten habe,<ref name="nouvellehoefer" /> schreibt ein französischer Reisender, Captain Aubert, dass er unter Druck gesetzt worden sei, der Hohen Pforte mehr Einkünfte zu verschaffen, und in Ungnade gefallen sei, weil er dies nicht geschafft habe.<ref name="jsri" />
Als 1821 die Griechische Revolution begann, fühlte sich Hangerli als (griechischer) Phanariot in Istanbul bedroht.<ref name="nouvellehoefer" /> Er wurde vom russischen Botschafter an der Hohen Pforte, Alexander Grigorjewitsch Stroganow, gewarnt, dass er als prominenter Grieche in Gefahr stand, ermordet zu werden, und entschied sich zu fliehen.<ref name="nouvellehoefer" /> Zusammen mit seiner Familie (unter anderen seinen beiden Söhnen, Gregorios und Telemachos),<ref name="nouvellehoefer" /> segelte er auf einem kleinen Schiff über das Schwarze Meer und landete in Odessa, wo ihm vom Gouverneur von Neurussland, Alexandre Langeron, Asyl gewährt wurde.<ref name="nouvellehoefer" />
Bald darauf begab er sich nach Moskau, wo er in Ehren von Kaiser Alexander I. empfangen wurde.<ref name="nouvellehoefer" /> Sein Titel wurde vom Russischen Adel anerkannt und seine beiden Söhne wurden zu Räten (советник) ernannt.<ref name="nouvellehoefer" />
1840–1842 veröffentlichte er ein dreibändiges französisch-arabisch-persisches Wörterbuch mit osmanisch-türkischen Einträgen, das vom russischen Staat gedruckt wurde<ref name="nouvellehoefer" /><ref name="cataloguegeneral">Catalogue général des livres français, italiens, espagnols, etc., tant anciens que modernes, qui se trouvent chez Barthés et Lowell, Barthés et Lowell, London, Paris, 1857: 625.</ref>: das Dictionnaire français-arabe, persan et turc, enrichi d'exemples en langue turque, avec des variantes, et beaucoup de mots d'arts et de sciences.<ref name="cataloguegeneral" /> Daraufhin erhielt er den Anna-Orden.<ref name="nouvellehoefer" /> Das Werk hatte er wohl schon 1806 auf Anfrage des französischen Gesandten an der Hohen Pforte Armand Charles Guilleminot begonnen.<ref name="nouvellehoefer" /> Hangerli zog sich danach aus dem öffentlichen Leben zurück und widmete sich der Erziehung seines Enkels, Michel Ulangali, der später als Literaturkritiker nach Frankreich auswanderte.<ref name="nouvellehoefer" /> Ein weiterer Enkel Hangerlis war der preußische Politiker Nicolaus Prinz Handjery.<ref>Prinz Nicolaus Handjery (1836-1900). Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Mai 2018; abgerufen am 3. Mai 2018.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Alexandru Moruzi vakant | Fürst der Moldau 1807 | Scarlat Callimachi |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hangerli, Alexander |
| ALTERNATIVNAMEN | Handjeri, Alexander; Hangerli, Alexandru; Hangerliu, Alexandru; Chanz̆erli, Aleksandr; Hanzherli, Aleksandr; Changerli, Aleksandr; Ханжерли, Александр (russisch); Hanzherli, Aleksandr; Хангерли, Александр; Hangerli, Aleksandr; Хангерли, Александру; Hangerli, Aleksandru; Χαγγέρλι, Αλέξανδρος (griechisch); Hangerlı, Iskender (türkisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | Fürstentum Moldau |
| GEBURTSDATUM | 18. Jahrhundert |
| GEBURTSORT | Istanbul, Osmanisches Reich |
| STERBEDATUM | 12. Juni 1854 |
| STERBEORT | Russisches Kaiserreich |
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- Person (Osmanisches Reich)
- Fürst (Moldau)
- Linguist
- Träger des Ordens der Heiligen Anna
- Geboren im 18. Jahrhundert
- Gestorben 1854
- Mann