Alexander Schiebel
Alexander Schiebel (geboren am 4. Februar 1966 in Wien) ist ein österreichischer Autor und Dokumentarfilmer.
Leben[Bearbeiten]
Schiebel arbeitete in den Bereichen Software-Entwicklung und Online-Marketing und zog 2013 von Wien nach Meran in Südtirol, wo er mit der Arbeit als Autor und Filmemacher begann.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Über Alex Schiebel. ( vom 11. August 2018 im Internet Archive) Südtirol erzählt, 7. März 2013.</ref> Ab März 2018<ref>„Warum ich gehe“. In: Die Neue Südtiroler Tageszeitung. 14. Januar 2018, abgerufen am 15. August 2019.</ref> lebte er ein Jahr lang in Leipzig,<ref>Ralf Julke: Alexander Schiebel, Autor von „Das Wunder von Mals“, soll sich jetzt vor Gericht verantworten. In: Leipziger Zeitung. 3. Januar 2020, abgerufen am 8. Januar 2024.</ref> danach in Südfrankreich und Andalusien und seit 2023 wieder in Wien. Er war mit der Fotografin Hanae Yamashita verheiratet, mit der er vier Kinder hat.
Werk[Bearbeiten]
In Meran baute Schiebel den Dokumentarfilmblog „suedtirolerzaehlt“ auf.<ref>Südtirol erzählt. Abgerufen am 10. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Wahlkampf zur Bürgermeisterwahl 2015 unterstützte er den grünen Kandidaten Paul Rösch gegen die Südtiroler Volkspartei (SVP).<ref>Ein Zebra rebelliert. Wunderwerkstatt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juli 2017; abgerufen am 10. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> 2016 arbeitete er bei einer Kampagne gegen den Ausbau des Flughafens Bozen mit.<ref>1000 Stimmen. Wunderwerkstatt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juli 2017; abgerufen am 10. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
In seinem im September 2017 veröffentlichten Buch Das Wunder von Mals. Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet erzählt Schiebel, wie die Südtiroler Gemeinde Mals per Volksabstimmung entschied, die erste „Pestizid-freie Gemeinde Europas“ zu werden.<ref>Matthias Bertsch: Protest gegen Agrarindustrie: Die Gallier aus Südtirol. In: Andruck – Das Magazin für Politische Literatur. Deutschlandfunk, 22. Januar 2018, abgerufen am 8. Januar 2024.</ref> Das Volksbegehren war eine Reaktion auf den massenhaften Einsatz von Pestiziden in den Südtiroler Apfelbaum-Plantagen. Der gleichnamige Dokumentarfilm feierte Ende Mai 2018 zuerst in München, anschließend in Innsbruck und schließlich in Mals Premiere.<ref>Premieren München & Mals. In: Das Wunder von Mals. 15. Mai 2018 (wundervonmals.com [abgerufen am 10. August 2018]).</ref>
Im November 2019 beantragte die Staatsanwaltschaft am Landesgericht Bozen die Einleitung eines Hauptverfahrens wegen übler Nachrede (diffamazione), weil er mit Passagen des Buchs das Ansehen der Südtiroler Landwirte verletzt habe.<ref>„Ich bin das Gute“. In: Die Neue Südtiroler Tageszeitung. Abgerufen am 3. Januar 2020.</ref> Die Menschenrechtskommissarin des Europarats, Dunja Mijatovic, stufte die Klagen wegen übler Nachrede in Südtirol gegen Alexander Schiebel, seinen deutschen Verleger Jacob Radloff und gegen Karl Bär vom Umweltinstitut München jedoch als Missbrauch der Justiz ein. In einem am 27. Oktober 2020 veröffentlichten Kommentar nennt sie die Anzeigen des Südtiroler Landesrats für Landwirtschaft (Arnold Schuler) gegen Kritiker des hohen Pestizideinsatzes in der Region als Beispiel für sogenannte SLAPP-Klagen (Strategic Lawsuits Against Public Participation).<ref>Time to take action against SLAPPs. Abgerufen am 10. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bereits am 28. Oktober stellte das Gericht die Ermittlungen gegen oekom-Verleger Jacob Radloff und die Mitglieder des Umweltinstituts aus Mangel an Beweisen ein.<ref>Südtiroler Pestizidprozess: Landesgericht Bozen beendet Strafverfahren gegen Verleger des Münchner oekom Verlags und weitere Mitglieder des Umweltinstituts München. Leipziger Zeitung, 28. Oktober 2020, abgerufen am 29. Mai 2021.</ref> Am 28. Mai 2021 sprach das Landgericht Bozen Alexander Schiebel von Vorwürfen wegen angeblicher übler Nachrede frei.<ref>Von wegen üble Nachrede: Pestizidkritiker Alexander Schiebel im Bozener Prozess freigesprochen. Leipziger Zeitung, erschienen und abgerufen am 29. Mai 2021.</ref> Am 10. Oktober 2023 erschien Schiebels Buch Gift und Wahrheit über den Südtiroler Pestizidprozess.<ref>Gift und Wahrheit. oekom verlag, abgerufen am 20. April 2023.</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
Am 18. Oktober 2018 wurde Alexander Schiebel für das Buch Das Wunder von Mals der Salus-Medienpreis verliehen.<ref>Preisträger 2018. Abgerufen am 15. August 2019.</ref> Sein Dokumentarfilm mit dem gleichen Titel wurde im Rahmen der 14. Ökofilmtour 2019 mit dem Preis der Stadt Potsdam für die beste künstlerische Leistung ausgezeichnet.<ref>Cityreporter: Siegerfilm der diesjährigen Ökofilmtour wird präsentiert / Vorführung der Dokumentation „Das Wunder von Mals“ mit Filmgespräch. In: PNR24 – Presse News Report24. 4. Juni 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. August 2019; abgerufen am 15. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- alexanderschiebel.com – Website des Autors und Filmemachers
- Der Kampf um Glyphosat & Co. (Gesprächsrunde zu Glyphosat mit Helmut Burtscher-Schaden); deutschlandfunkkultur.de, 18. November 2017.
- Alexander Schiebel, Dokumentarfilmer zu Gast in der Sendereihe ARD-Alpha, 15. September 2017
- Das Wunder von Mals (Kinoversion) auf YouTube
- Ein Zebra rebelliert. alexanderschiebel.com; TV-Film über die Kampagne zur Wahl des Meraner Bürgermeisters
- Interview: Alexander Schiebel: „Ich habe 1.372 Strafanzeigen bekommen", von Johanna Juni. Schrot & Korn 5/2024.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schiebel, Alexander |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Autor und Dokumentarfilmer |
| GEBURTSDATUM | 4. Februar 1966 |
| GEBURTSORT | Wien |