Alexander Zakin
Alexander Zakin (* 22. Januarjul. / 4. Februar 1903greg. in Tobolsk; † 16. Oktober 1990 in New York City) war ein russisch-US-amerikanischer Pianist.<ref name="new1">Alexander Zakin, 87, A Piano Accompanist. In: The New York Times. 1990 (nytimes.com [abgerufen am 18. Juni 2017]).</ref>
Leben[Bearbeiten]
Zakin stammte aus einer jüdischen Familie. Sein Vater war der russische Geiger Solomon Zakin, seine Mutter die Lettin Anna Zakin, geb. Fitelberg (1878/79–1965).<ref>Rio de Janeiro, Immigration Cards, 1900-1965. Group 9, No. 004916502</ref> Er begann seine Ausbildung 1911 als Achtjähriger am Sankt Petersburger Konservatorium<ref name="new1" /> bei Aleksander Michałowski und studierte dort ab 1914 bei Leonid Nikolajew.<ref>Gramophone: Isaac Stern - Recital (abgerufen am 5. September 2024)</ref>
Nach der Oktoberrevolution emigrierte Zakin und setzte in Berlin sein Studium von Oktober 1921 bis September 1925 an der dortigen Hochschule für Musik bei Leonid Kreutzer und Egon Petri fort.<ref>Jahresberichte 1921/24 der Hochschule für Musik [1]</ref><ref>Gramophone: Isaac Stern - Recital (abgerufen am 5. September 2024)</ref> Anfang 1926 gab er sein Debüt als Pianist: zusammen mit seinen Kollegen Adam Gelbtrunk, Leopold Mittmann und Sula Lewitsch bildete er das Klavier-Quartett Klavier-Kiddies, bald umbenannt im Piano-Kiddies. Man spielte mit Erfolg im Frühjahr 1926 in Berlin und im Herbst 1926 in Wien.<ref>siehe Piano-Kiddies in ANNO [2], besonders Wiener allgemeine Zeitung vom 5. September 1926, S. 5</ref> Anfang 1928 wurde Lewitsch durch Julian Pomeranc ersetzt und der Namen in ERKLA (Erstes Klavier-Quartett), oft mit dem Zusatz Jazz auf vier Flügeln, geändert.<ref>ERKLA (Erstes Klavier-Quartett) mit Adam Gelbtrunk, Alexander Zakin und Leopold Mittmann (abgerufen am 18. Juni 2017).</ref> Sie spielten für den Rundfunk und machten für Electrola und Grammophon Schallplattenaufnahmen.<ref>Zu hören auf YouTube. Amerikanische Fantasie und Amerikaner no. 2</ref> Konzerte des Quartetts lassen sich bis 1930 nachweisen.<ref>Signale für die musikalische Welt Nr. 41 vom 8. Oktober 1930, S. 1171</ref> Nach Hitlers Machtergreifung floh Zakin nach Luxemburg. Er arbeitete bei Radio Luxemburg und wurde Klavierlehrer der großherzoglichen Familie.<ref name="new1" /> Im März 1940 emigrierte er von Luxemburg via Antwerpen in die USA; 1945 wurde er amerikanischer Staatsbürger.<ref>Declaration of Intention For Citizenship, 1/19/1842 - 10/29/1959; NAI-Nummer: 4713410. Erklärung Nr. 461888</ref>
1940 wurde Zakin Klavierbegleiter Isaac Sterns, und ihre Zusammenarbeit dauerte bis 1977.<ref name="new1" /> Besonders bekannt wurden sie mit ihren Brahms-Sonaten. Zakin begleitete auch die Violinisten Paul Godwin, Dawid und Igor Oistrach, Leonid Kogan und den Cellisten Gregor Piatigorsky. Mit dem Impresario Sol Hurok stand er in häufigem Kontakt.<ref name="los6">Alexander Zakin; Pianist Collaborated With Violinist Stern. In: Los Angeles Times. 1990 (latimes.com [abgerufen am 18. Juni 2017]).</ref> Während der Präsidentschaften Dwight D. Eisenhowers, John F. Kennedys und Lyndon B. Johnsons spielte Zakin wiederholt im Weißen Haus.<ref name="los6" /> Zu seinem umfangreichen Repertoire gehörten Werke von Bach, Beethoven, Bartók, Ernest Bloch, Brahms, Debussy, Grigoraș Dinicu, George Enescu, César Franck, Händel, Haydn, Hindemith, Fritz Kreisler, Darius Milhaud, Ottokar Nováček, Prokofjew, Gaetano Pugnani, Pablo de Sarasate, Robert Schumann und Tschaikowski.
1949 heiratete er die Sekretärin Isabelle E. Drier (* 1923 New Haven).<ref>Marriage license New York</ref> Das Paar hatte eine Tochter, Nina Elisabeth (* 1956).<ref name="new1" />
Zakin starb 1990 im Alter von 87 Jahren. Er ist auf dem Ferncliff Cemetry in Hartsdale, New York begraben (Grabstelle Rose 2, 107).<ref>Alexander Zakin in der Datenbank Find a GraveVorlage:Abrufdatum. </ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Alexander Zakin im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Alexander Zakin bei Discogs
- Foto der Piano-Kiddies in Seidels Reklame 1928, Heft 11, S. 515 (= 41) [3]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zakin, Alexander |
| KURZBESCHREIBUNG | russisch-US-amerikanischer Pianist |
| GEBURTSDATUM | 4. Februar 1903 |
| GEBURTSORT | Tobolsk |
| STERBEDATUM | 16. Oktober 1990 |
| STERBEORT | New York City |