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Alexanderpalais

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Datei:Karl Philipp Fohr 1795-1818 Der Luisenplatz zur Zeit der Freiheitskriege 1814 LaMuseumDa 2.png
Gemälde von Karl Philipp Fohr: Der Luisenplatz zur Zeit der Freiheitskriege, gemalt 1814; das Alexanderpalais im Ursprungszustand
Datei:Alexanderpalais-1882 0011.jpg
Aufnahme von 1882: Alexanderpalais am Luisenplatz, Blick nach Nordwest, rechts am Kanzleigebäude vorbei Richtung Mathildenplatz, links die Einmündung der Rheinstraße, anstoßendes Gebäude war die Alte Post.

Das Alexanderpalais, auch Prinz-Alexander-Palais bzw. Battenbergpalais genannt, war ein Stadtpalais an der Nordnordwestecke des Luisenplatzes in Darmstadt.

Lage[Bearbeiten]

Datei:Karte Darmstadt 1888 schloesser.png
Die Lage des Alexanderpalais um 1888 im Zentrum der Stadt Darmstadt schräg gegenüber dem Alten Palais, in Sichtentfernung zum Residenzschloss
Datei:Alexanderpalais-um1890 HStAD-Best-R4-Nr-28928 Ausschnitt.png
Alexanderpalais um 1890
Datei:Luisenplatz Darmstadt 1944.jpg
Die zerstörten Gebäude des Luisenplatzes 1944, das Alexanderpalais unten rechts auf dem Foto mit dem markanten stehengebliebenen Eckportal

Das Gebäude als kompakter Baukörper lag vorspringend von dem Gebäude der Alten Post an der Nordwestecke des Luisenplatzes gegenüber der Staatskanzlei Richtung Mathildenplatz nach Norden und westlich zur Einmündung der Rheinstraße.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Palais wurde 1804 ursprünglich für den früheren Kgl. Preußischen Kriegsrat und Geheimen Expeditionssekretär und späteren Großherzoglichen Hessischen Hofkammerrat Michael August Wilhelm Moldenhauer (1758–1815)<ref>Genelogy.net: Michael August Wilhelm MOLDENHAUER; seine Tochter Henriette war die Frau des berühmten Chemikers Justus Liebig.</ref><ref>Moldenhauer, Michael August Wilhelm. Hessische Biografie (Stand: 27. April 2010). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Institut für Landesgeschichte, abgerufen am 21. Dezember 2014.</ref> erbaut. Ab etwa 1862 wurde es von Prinz Alexander von Hessen und bei Rhein als Stadtpalais für seine Kinder genutzt und erhielt nach ihm seinen Namen.<ref>Helmut Schaller, Rumjana Zlatanova (Hrsg.): Deutsch-Bulgarischer Kultur- und Wissenschaftstransfer. Frank & Timme GmbH, Berlin 2013, ISBN 978-3-86596-526-4. S. 106 f.</ref> Kurze Zeit wohnten Prinz Franz Joseph von Battenberg und seine Gemahlin Anna von Montenegro im Palais, ehe es 1898 an die Post verkauft wurde.<ref>Battenberg, Franz Joseph Prinz von. Hessische Biografie. (Stand: 9. Februar 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>

1944 wurde das Schloss bei der Bombardierung Darmstadts im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Das mit rötlichem, vermutlich Odenwälder Sandstein, gebaute dreigeschossige Palais, war rechtwinklig gesetzt. Es besaß eine markante, abgerundete leicht vorspringende Ecke in Richtung Luisenplatz, die wie ein Risalit gesetzt war. Im Erdgeschoss als Balkon mit vier tragenden paarweisen Säulen angelegt, trugen die jeweils drei Eckfenster jeder weiteren Etage ein dreieckiges Portal. Die zweite Etage des Eckrisalits hatte ebenfalls einen Balkon. Richtung Westen wies das Gebäude einen achtachsigen Flügel auf, Richtung Norden war der Flügel geteilt: siebenachsig bis zu einem einachsigen Eingangsportal, dieses unten mit flankierenden Säulen, das größere Fenster im zweiten Geschoss wieder mit einem Portal versehen, der Flügel nun gefolgt von einem nur noch zweigeschossigen sechsachsigen Verlauf mit hohen Fenstern in der zweiten Etage und diese von einem Sandstein-Fries gekrönt. Hier im nördlichen Teil befand sich vermutlich ein großer Saal. Das Palais war zum Platz mit einem umlaufenden Dachbalkon versehen, der im Eckrisalit oben mit einem dreigeteilten Fries abschloss, das im Mittelteil doppelt und mit dem hessischen Wappen, flankiert von Löwen, gekrönt wurde. Alle Fenster zum Luisenplatz hin waren mit Sandsteinfassungen versehen. Das Dach war als Walmdach realisiert, schloss aber nach Norden mit einem Treppengiebel ab.

Das Stadtpalais kann vom Stil her dem Historismus zugeordnet werden, wobei barocke und klassizistische Prinzipien sichtbar sind.

Das durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges ebenfalls zerstörte badische Prinz-Karl-Palais<ref>bis 1900 Douglas Palais genannt.</ref> in Karlsruhe, wies, obwohl mehr als 50 Jahre später erbaut, hohe Ähnlichkeit in Konfiguration und Baustil auf. Es war anders als das Alexanderpalais aber nur zweigeschossig angelegt.<ref>Historische Ansichten des Palais Douglas im Bildarchiv Foto Marburg.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Ebner: Das alte Darmstadt. Eduard Roether Verlag, Darmstadt 1965, S. 22.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Alexanderpalais (Darmstadt) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 49° 52′ 24″ N, 8° 39′ 1″ O

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