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Alexandra Klei

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Alexandra Klei (* 1973) ist eine deutsche Architekturtheoretikerin und Historikerin.

Leben[Bearbeiten]

Alexandra Klei studierte Architektur an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU Cottbus). Ihre Diplomarbeit mit dem Thema Gedenkstätten an Orten ehemaliger Konzentrationslager in Deutschland. Entstehung, Gegenwart und Perspektive am Beispiel des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück schrieb sie 2003 am Lehrstuhl Theorie der Architektur, BTU Cottbus. Von 2006 bis 2009 war sie Stipendiatin der Fondation pour la Mémoire de la Shoah in Paris<ref>Technische Universität Cottbus: Dissertation Alexandra Klei. Abgerufen am 13. Mai 2017</ref><ref>archimaera architektur. kultur. kontext. online: Alexandra Klei. Abgerufen am 13. Mai 2017</ref> und wurde 2010 mit dem Thema Der erinnerte Ort. Funktion und Bedeutung der Architektur nationalsozialistischer Konzentrationslager für die Abbildung und Präsentation von Geschichte zum Dr.-Ing. promoviert.<ref>Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin: A. Klei: Der erinnerte Ort vom 18. Januar 2012. Rezension von Anke Binnewerg, Bauhaus-Universität Weimar. Abgerufen am 13. Mai 2017</ref>

Von 2011 bis etwa 2015 war sie als Lehrbeauftragte am Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum tätig und unterrichtete unter anderem zur Nachkriegsmoderne in Nordrhein-Westfalen und Architektur und Stadtplanung zwischen 1945 und 1975.<ref>Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg: Dr. Alexandra Klei - Lebenslauf. Abgerufen am 13. Mai 2017</ref><ref>nachkriegsmoderne.org: Öffentliche Bauten im Ruhrgebiet nach 1945 / Nachkriegsmoderne in Nordrhein-Westfalen - Seminare am Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Abgerufen am 13. Mai 2017</ref> Seit dem Sommer 2014 ist sie am Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg assoziiert, ein universitäres Zentrum in Trägerschaft mehrerer Universitäten.<ref>Jüdische Allgemeine: Architektur des Bruchs. Alexandra Klei würdigt das Werk von Hermann Zvi Guttmann vom 16. März 2017. Abgerufen am 11. Mai 2017</ref> Am Beispiel des Architekten Hermann Zvi Guttmann forschte sie zu den Möglichkeiten und Bedingungen für jüdisches Bauen in der Nachkriegszeit.<ref>Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg: Dr. Alexandra Klei</ref> An der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam lehrt sie als Dozentin am Institut für Künste und Medien (Stand 2018). Klei gehört der Fachredaktion „Theorie und Geschichte des Antisemitismus/der Shoah“ bei Medaon. Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung an. Seit 2018 untersucht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden „‚Jüdisches Bauen‘ zwischen 1945 und 1989/90 in der Bundesrepublik und der DDR“.<ref>Institut für die Geschichte der deutschen Juden: Dr. Alexandra Klei. Abgerufen am 29. Januar 2023</ref>

Zu ihren Forschungsthemen gehört die Architektur und Stadtplanung in Israel, Nachkriegsmoderne, Fotografien im Kontext (ehemaliger) Konzentrations- und Vernichtungslager<ref>Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg: Dr. Alexandra Klei - Forschung. Abgerufen am 13. Mai 2017</ref> sowie die Architektur nationalsozialistischer Konzentrationslager mit Schwerpunkt auf den Umgang mit den Gebäuden nach der Befreiung und die Bedeutung der Architektur in der Gestaltung und Nutzung der Orte als Gedenkstätten.<ref>L.I.S.A. Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung: "Im Gelände Geschichte verorten" NS-Konzentrationslager als Erinnerungsorte vom 20. Juni 2012. Abgerufen am 12. Mai 2017</ref>

Ausstellungsraum „werkraum bild und sinn“[Bearbeiten]

2013 plante und gründete sie mit drei anderen den Ausstellungsraum werkraum bild und sinn. Ebenen und Grenzen der Fotografie, der sich bis August 2015 in der Bergmannstraße in Berlin-Kreuzberg befand. Im März 2014 war Klei Mitbegründerin des gemeinnützigen Vereins werkraum bild und sinn zur Förderung von Kunst und Kultur. Neben der Konzeption und Durchführung eigener Ausstellungsprojekte werden Fotografien, Videokunst und Werke zeitgenössischer Künstler gezeigt. Eigene Projekte waren unter anderem:

Auszeichnung[Bearbeiten]

2016: Rosl und Paul-Arnsberg-Preis, mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, für herausragende Forschungen zur Geschichte des jüdischen Lebens in Frankfurt.<ref>Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main: Preise für herausragende Forschungen zur jüdischen Geschichte Frankfurts verliehen. Abgerufen am 13. Mai 2017</ref><ref>Brandenburgische Technische Universität Cottbus–Senftenberg: @1@2Vorlage:Toter Link/www.b-tu.deBTU-Absolventin erhält den Rosl und Paul Arnsberg-Preis (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) vom 23. Februar 2017. Abgerufen am 13. Mai 2017</ref>

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Wie das Bauhaus nach Tel Aviv kam: Re-Konstruktion einer Idee in Text, Bild und Architektur. Neofelis Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-95808-244-1
  • Alexandra Klei, Katrin Stoll (Hrsg.): Leerstelle(n)? Der deutsche Vernichtungskrieg 1941–1944 und die Vergegenwärtigungen des Geschehens nach 1989. Neofelis Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-95808-227-4
  • Jüdisches Bauen in Nachkriegsdeutschland: Der Architekt Hermann Zvi Guttmann. Neofelis Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-95808-116-1
  • Alexandra Klei, Katrin Stoll, Annika Wienert (Hrsg.): 8. Mai 1945: internationale und interdisziplinäre Perspektiven. Neofelis Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-95808-112-3
  • Alexandra Klei: Architecture, Reconstruction, Memory: The Image of Tel Aviv's White City. In: Architecture RePerformed: The Politics of Reconstruction. Tino Mager (Hrsg.), Ashgate, Farnham (Surrey) 2015, ISBN 978-1-4724-5933-6, S. 137–151 (eingeschränkte Buchvorschau)
  • Überall Geschichte : Nationalsozialismus und Kriegsende 1945 – .... Werkraum Bild und Sinn e. V., Berlin 2015, ISBN 978-3-00-048214-4<ref>Lausitzer Rundschau: Buch sucht Spuren des Zweiten Weltkrieges vom 11. April 2015. Abgerufen am 13. Mai 2017</ref>
  • Alexandra Klei, Katrin Stoll, Annika Wienert (Hrsg.): Die Transformation der Lager: Annäherungen an die Orte nationalsozialistischer Verbrechen. Tagungsband, Transcript Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-8376-1179-3
  • Der erinnerte Ort: Geschichte durch Architektur. Zur baulichen und gestalterischen Repräsentation der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Transcript Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-8376-1733-7 (zugleich Diss. unter dem Titel Der erinnerte Ort. Funktion und Bedeutung der Architektur nationalsozialistischer Konzentrationslager für die Abbildung und Präsentation von Geschichte. Technische Universität Cottbus, 2010)
  • Die Erinnerung an die Baracke. Darstellungen der Unterkünfte von Insassen ehemaliger Konzentrationslager in heutigen Gedenkstätten. Archimaera, Heft 3 Ephemere Architektur, Mai 2010, S. 117–127
  • Janine Doerry, Alexandra Klei: Gedenkstätten in der Grenzregion: Hinzert, Natzweiler, Neue Bremm, S. 225–240. In: Janine Doerry, Alexandra Klei u. a. (Hrsg.): NS-Zwangslager in Westdeutschland, Frankreich und den Niederlanden. Geschichte und Erinnerung. Tagungsband, Schöningh, Paderborn 2008, ISBN 978-3-506-76458-4
  • Gestalt der Erinnerung: Gedenkstätten an Orten ehemaliger Außenlager des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück. Metropol Verlag, Berlin 2006, ISBN 978-3-936411-76-8<ref>Stiftung Topographie des Terrors, Gedenkstättenreferat: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Gedenkstättenrundbrief 136 S. 40–44 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. März 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gedenkstaettenforum.de. Rezension von Juliane Brauer Abgerufen am 13. Mai 2017</ref><ref>Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg: Dr. Alexandra Klei – Publikationen Abgerufen am 13. Mai 2017</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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