Alfons Haseneder
Alfons Haseneder (* 2. August 1911<ref>Geburtsdatum dort falsch angegeben. Vergl. hierzu Klaus Federl: Alfons Haseneder zum 70. Geburtstag. 1981, und Anton Schlicksbier: BLLV-Mitglieder im Dienst der Heimat: Alfons Haseneder war Lehrer, BLLV-Mitglied, Heimatpfleger und Maler. 2011.</ref> in Treffelstein; † 22. Juni 1983 in Nabburg) war ein deutscher Organist, Chorleiter, Maler, Museumsgründer und Heimatpfleger. Hauptberuflich war er Lehrer, Schulleiter und einige Jahre Vorsitzender des Kreisverbands Nabburg des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.150 Jahre KV Nabburg ( vom 10. Juli 2016 im Internet Archive), BLLV, 2012.</ref>
Wirken[Bearbeiten]
Alfons Haseneder war das dritte Kind des Treffelsteiner Lehrers Julius (* 1877<ref>J. Leißl (Hrsg.); J. Lindner (Hrsg.): Handbuch der oberpfälzischen Volksschulen nach dem Stande vom 15. November 1926. Heinrich Schiele, Graphische Kunstanstalt, Regensburg; auszugsweise Abschrift von Alfred Kunz, Wieden i. d. Opf 2013, S. 31.</ref>) und dessen Frau Franziska „Fanny“ Haseneder. Nach Studium und seiner Referendarzeit in Amberg wurde er 1937 Lehrer in Lengenfeld.<ref name="onetz.de 2. August 2011">Der Heimatpfleger und Museumspionier Alfons Haseneder hätte heute seinen 100. Geburtstag. Der Schutzpatron des Edelmannshofes. onetz.de, 2. August 2011.</ref>
Nach Kriegsteilnahme geriet er in Kriegsgefangenschaft.<ref name="Ausstellung">Zum 40-jährigen Jubiläum des Edelmannshofes sind die Bilder Alfons Haseneders zu sehen. Die unbekannte Seite des Museumsgründers. onetz.de, 22. Juni 2004.</ref> Danach war er zunächst wieder als Lehrer in Stulln und in Schwarzenfeld tätig.<ref name="onetz.de 2. August 2011" /> 1953 wurde er Schulleiter im Nabburger Stadtteil Diendorf, wo er auch im Gemeinderat aktiv war. Nebenbei widmete er sich Kunst, Musik und der geschichtlichen Aufarbeitung der oberpfälzerischen Bauern- und Dorfkultur.<ref name="onetz.de, 16. Juni 2004">Ausstellung mit Werken von Alfons Haseneder im Bauernmuseum. Museumsvater mit Faible für Kunst. onetz.de, 16. Juni 2004.</ref> 1959 wurde er zum Kreisheimatpfleger bestellt.<ref name="onetz.de 2. August 2011" />
Für seine gesammelten bäuerlichen und ländlichen Kulturgegenstände gründete er im Nabburger Stadtteil Perschen das Oberpfälzer Bauernmuseum, ein Bauernhofmuseum, das zu diesem Zeitpunkt und in seiner Anlage einmalig in Deutschland war. Am 18. Januar 1961 gründete er hierzu im Hotel „Post“ einen Museumsverein mit dem Ziel, wenigstens das Haupthaus des Perschener Edelmannshofes zu erhalten. Dieser wurde 1161 erstmals als Pfarrhof erwähnt und 1605 von Leonhard Hilprant ausgebaut. 1957 verließ der letzte dort ansässige Bauer Michael Hösl den Hof.
Am 15. Oktober 1976 bekam der Bezirk Oberpfalz den Museumshof unentgeltlich übertragen, dieser sollte um ein Freilandgelände erweitert werden, das dann aber aus Platzgründen in Neusath seine Heimat fand, weshalb das Museum samt Freilandanlage den heutigen Namen Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen trägt.<ref>Eine edle Brotzeit im Edelmannshof. In: Historische Wirtshäuser. Das Buch zur Serie der Mittelbayerischen Zeitung. Mittelbayerische Zeitung, 2014. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)</ref> Haseneder war noch bis zum Januar 1977 Leiter des Museums.<ref name="onetz.de, 16. Juni 2004" />
Alfons Haseneder wurde auf dem Perschener Friedhof beigesetzt.<ref name="Josef Fischer">Der Museumspionier aus Treffelstein. Gemeinde Treffelstein, abgerufen am 17. Januar 2025.</ref> Seine künstlerischen Arbeiten waren 2004 anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Museums dort im Rahmen der Ausstellung Alfons Haseneder: Malereien des Museumsgründers ausgestellt.<ref name="Ausstellung" />
Ehrungen[Bearbeiten]
- 1976: Nordgau-Kulturpreis der Stadt Amberg in der Kategorie „Heimatpflege“<ref>Nordgaupreise und Nordgauehrenplaketten, Oberpfälzer Kulturbund.</ref>
- Bundesverdienstkreuz am Bande<ref name="Josef Fischer" />
- Auszeichnung „für vorbildliche Heimatpflege“<ref name="onetz.de 2. August 2011" />
- Namensgeber des Alfons-Haseneder-Wegs in Nabburg<ref>Alfons-Haseneder-Weg in Nabburg, strassen-in-deutschland.de.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Klaus Federl: Alfons Haseneder zum 70. Geburtstag. Unteraich 1981.
- Fritz Winter: Alfons Haseneder zum Gedenken. In: Die Oberpfalz, Nr. 83, S. 212.
- Hans Babl: In memoriam: Alfons Haseneder zum 90. Geburtstag; Alfons Haseneder und das Bauernmuseum. In: Mitteilungen des Vereins Oberpfälzisches Bauernmuseum. Nabburg 2002, S. 3–8.
- Armin Schärtl: Alfons Haseneder, Museumsgründer und Maler. In: Vereinsmitteilungsblatt Nr. 35, Oberpfälzisches Bauernmuseum Neusath-Perschen e. V., Neusath 2005, S. 30–33.
- Anton Schlicksbier: BLLV-Mitglieder im Dienst der Heimat: Alfons Haseneder war Lehrer, BLLV-Mitglied, Heimatpfleger und Maler. In: Oberpfälzer Schule. Regensburg 2011, S. 8–9.
Weblinks[Bearbeiten]
- Heike Nasritdinova: Haseneder, Alfred. Eintrag in der Datenbank des Oberpfälzer Kulturbundes (derzeit nicht erreichbar)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Haseneder, Alfons |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Organist, Chorleiter, Maler, Museumsgründer und Heimatpfleger |
| GEBURTSDATUM | 2. August 1911 |
| GEBURTSORT | Treffelstein |
| STERBEDATUM | 22. Juni 1983 |
| STERBEORT | Nabburg |
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