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Alfred Payrleitner

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Datei:ORF broadcast Nationalratswahl 1970, Hauptstudio.png
Alfred Payrleitner (erster von links) als Moderator der ORF-Wahlberichterstattung zur Nationalratswahl 1970

Alfred Payrleitner (* 10. März 1935 in Wien<ref name="akadGymBuch">Robert Winter: Das Akademische Gymnasium in Wien: Vergangenheit und Gegenwart. Böhlau, Wien u. a. 1996, ISBN 3-205-98485-4, S. 198. (online auf: books.google.at)</ref>; † 4. April 2018<ref>ORF trauert um Alfred Payrleitner. OTS-Meldung vom 5. April 2018, abgerufen am 5. April 2018.</ref>) war ein österreichischer Journalist und Autor.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Alfred Payrleitner besuchte das Akademische Gymnasium in Wien, wo er 1953 maturierte.<ref name="akadGymBuch" /> Er studierte anschließend an der Hochschule für Welthandel. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit Fragen der sowjetischen Wirtschaftsrechnung.<ref name="springerEinfluss">Der Einfluß der Medien auf die bewußte kollektive Meinung. Das Bewußtsein. In: Wiener Studien zur Wissenschaftstheorie. (4), S. 456–474, doi:10.1007/978-3-7091-9219-1_18</ref> Er begann seine journalistische Karriere bei der Zeitung Express. Danach war er bis 1967 freier Journalist.<ref name="cv">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.CV auf der Homepage des Europäischen Forums Alpbach (Memento vom 25. Mai 2014 im Internet Archive). Abgerufen am 7. April 2024.</ref>

1967 wurde Alfred Payrleitner stellvertretender Chefredakteur des ORF als Stellvertreter von Alfons Dalma. Dort war Payrleitner zugleich Hauptabteilungsleiter für Politik und Zeitgeschehen.<ref name="cv" /> Als Moderator trat er unter anderem bei den Live-Berichterstattungen zu den Nationalratswahlen 1970<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.ORF TVthek: Nationalratswahl-Archiv - TV-Übertragung aus dem Jahr 1970 (Memento vom 25. Mai 2014 im Internet Archive)</ref> und 1971<ref>orf.at: Wahl 13: Rückblick auf TV-Wahlsonntage</ref> sowie in der Sendung ORF-Report<ref>EU SCREEN: ORF-Report zum Thema "Rund um die Pille" (28. Juli 1971)</ref> in Erscheinung.

1975 wechselte Alfred Payrleitner als Kommentarchef zur Tageszeitung Kurier. Im Jahre 1979 kehrte er zum ORF zurück und übernahm dort die Hauptabteilungen Dokumentationen (bis 1984) und Bildung und Zeitgeschehen (1984–1997).<ref name="cv" /> Im Zuge dieser Tätigkeit begründete er u. a. die Sendungen Auslandsreport (seit 2004 Weltjournal),<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.ORF Kundendienst: Aktuelles (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref> die preisgekrönte Dokumentationsreihe Universum<ref>science.orf.at: "Universum" feiert 15-jähriges Jubiläum (2002)</ref> und Modern Times (mit Werner Mück).<ref name="fernsehpreisErwachsenenbildung" />

2007 wurde er zum Ehrenobmann der Leseranwaltschaft ernannt, bezeichnete dieses Gremium aber aufgrund fehlender Kompetenzen selbst als „sinnlos“.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Homepage der Leseranwaltschaft (Memento vom 17. August 2012 im Internet Archive). Abgerufen am 7. April 2024.</ref><ref name="presseLeseranwalt">diepresse.com: "Die Leseranwaltschaft ist sinnlos" (7. Mai 2008)</ref><ref name="standardLeseranwalt">"Presserat neu" - Vom Presserat zur Leseranwaltschaft. auf: derstandard.at, 22. Juni 2007.</ref> Die Leseranwaltschaft war vom Verein der Chefredakteure als Nachfolgerin des 2001 aufgelösten Presserates gegründet worden.<ref name="presseLeseranwalt" /><ref name="standardLeseranwalt" />

Nach seiner Tätigkeit beim ORF war Payrleitner bis 2009 erneut Kommentator für den Kurier.<ref>"Kurier" beendet Kolumnen von Rohrer und Payrleitner. auf: derstandard.at, 11. Mai 2009.</ref>

Publikationen[Bearbeiten]

  • Pharma-Industrie und Gesellschaft. Walter de Gruyter, 1988, ISBN 3-11-111125-3.
  • Adler und Löwe. Österreicher und Tschechen. Die eifersüchtige Verwandtschaft. Kremayr & Scheriau, Wien 1990, ISBN 3-218-00490-X.
  • Der Einfluß der Medien auf die bewußte kollektive Meinung.<ref name="springerEinfluss" /> In: Das Bewußtsein. Wiener Studien zur Wissenschaftstheorie. (4), 1992, S. 456–474.
  • als Hrsg.: Der Zeuge aus dem Gletscher. Das Rätsel der frühen Alpen-Europäer. Carl Ueberreuter, Wien 1995, ISBN 3-8000-3478-6.
  • als Hrsg.: Aufbruch aus der Erstarrung. Neue Wege in die österreichische Politik. Molden Verlag, Wien 2001, ISBN 3-85485-023-9.
  • als Hrsg.: Die Fesseln der Republik. Ist Österreich reformierbar? Molden Verlag, Wien 2002, ISBN 3-85485-073-5.
  • Österreicher und Tschechen. Alter Streit und neue Hoffnung. Böhlau Verlag, Wien 2003, ISBN 3-205-77041-2.
  • als Hrsg.: Wurzeln und Visionen: Steirische Karrieren. Molden Verlag, Wien 2005, ISBN 3-85485-150-2.
  • Wie neun Bundesländer wieder eins geworden sind. Ein heutiger Blick auf die Länderkonferenzen 1945. 2005.
  • mit Gregor Woschnagg und Werner Mück: Hinter den Kulissen der EU. Österreichs EU-Vorsitz und die Zukunft Europas. Styria Verlag, Graz 2007, ISBN 978-3-222-13235-3.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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