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Alice Bota

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Datei:Alice Bota 2024.jpg
Alice Bota 2024

Alice Bota (* 15. Dezember 1979 als Alicja Bota<ref>Alice Bota - nowa Niemka | Porta Polonica. Abgerufen am 7. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> in Krapkowice, Polen) ist eine deutsche Journalistin und Autorin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Bota verbrachte ihre frühe Kindheit in Oberschlesien und wanderte 1988 mit ihrer Familie aus Polen nach Deutschland aus, wo diese sich in Hamburg niederließ. Nach dem Abitur 1999 am Gymnasium in Pinneberg studierte sie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zunächst Neuere Deutsche Literatur, Politikwissenschaft und Soziologie. Mit einem Stipendium ging sie 2001 nach Polen, um an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen Internationale Beziehungen zu studieren. Ihr Studium der Literatur- und Politikwissenschaft setzte sie in Berlin und Potsdam fort. Ihre Magisterarbeit schrieb sie teilweise in Warschau.

2005 ging sie an die Deutsche Journalistenschule in München. Während ihrer Zeit an dieser Schule machte Bota unter anderem ein Praktikum bei der Wochenzeitung Die Zeit, wo sie seit 2007 als Politikredakteurin tätig ist.<ref name="Springer" /> Zu ihren Schwerpunkten gehört die Berichterstattung über Ostmittel- und Osteuropa. Für die Tagesschau berichtet sie als Zeit-Korrespondentin aus der Ukraine.<ref>Alice Bota. Abgerufen am 19. Januar 2019.</ref> Sie war mehrmals zu Gast bei der Polit-Talkshow Presseclub.<ref>Alice Bota, Presseclub, ARD, Sendung vom 8. Februar 2015</ref>

Bota lebt in Hamburg.

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten]

2012 veröffentlichte Bota zusammen mit ihren Kolleginnen Khuê Phạm und Özlem Topçu das Buch Wir neuen Deutschen.<ref>Eintrag bei der Deutschen Nationalbibliothek.</ref><ref>Felix Stephan, Sie wollen als Deutsche wahrgenommen werden, Süddeutsche Zeitung vom 10. Februar 2015.</ref> In Spiegel Online schrieb Anna Reimann, das Buch sei „keine gefühlige Beschreibung der Suche nach Heimat“, sondern „ein von großer Ernsthaftigkeit aber niemals von Selbstmitleid getragener Bericht über deutsche Leben, die sich immer noch nicht wie solche anfühlen“ dürften.<ref>Debatte über Integration: Die neuen Deutschen, Spiegel Online vom 8. September 2012.</ref> Die Autorinnen stellten die Motivation für das Buch unter dem Thema „Unsere Eltern sind Ausländer, wir nicht. Wir sind die neuen Deutschen. Aber was heißt das?“ vor.<ref>Alice Bota, Khuê Pham und Özlem Topçu, Heimat ist ein sehnsuchtsvolles Ding, Die Zeit Nr. 36/2012 vom 6. September 2012.</ref>

2021 veröffentlichte Bota das Buch Die Frauen von Belarus.<ref>Die Frauen von Belarus bei Perlentaucher.</ref> Das Buch befasst sich neben Maryja Kalesnikawa, Weranika Zepkala und Swjatlana Zichanouskaja mit anderen Frauen während der Proteste in Belarus ab 2020 nach dem Wahlbetrug in der Präsidentschaftswahl 2020. Sie zeichnete dabei das weibliche, wenn auch nicht notwendigerweise feministische Gesicht der Proteste nach. Die Protestbewegung bewegte Bota mehr als andere postsowjetische Bewegungen, über die sie berichtete. Das Buch wurde in der taz als „keine einfache Lektüre. Aber sie ist zwingend notwendig“ beurteilt.<ref>Die weibliche Massenbewegung, taz vom 9. August 2021.</ref> Reinhard Veser schrieb für die Frankfurter Allgemeine Zeitung über das Buch:

„“

Bota beschreibe die Gesellschaft aus dezidiert feministischer Sicht, lasse sich dabei aber hierdurch nicht davon abhalten, neugierig tiefer zu blicken. Es gelinge ihr ein plastisches Bild der dortigen Gesellschaft und der Protestbewegung zu zeichnen.<ref name="FAZ 17.8.21"/> Die Frauen von Belarus wurde in die Endauswahl für die Verleihung des Deutschen Sachbuchpreises 2022 der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels aufgenommen.<ref>Acht Bücher in der Endauswahl, Deutschlandfunk Kultur vom 12. April 2022.</ref>

Publikationen[Bearbeiten]

  • Die Frauen von Belarus. Von Revolution, Mut und dem Drang nach Freiheit. Berlin Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-8270-1442-9.<ref>Süddeutsche Zeitung: Ein kurzer Sommer der Hoffnung. Abgerufen am 24. November 2021.</ref>
  • Wir neuen Deutschen. Wer wir sind, was wir wollen. Rowohlt Verlag, Reinbek 2012, ISBN 978-3-4980-0673-0 (mit Khuê Pham und Özlem Topçu).

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Alice Bota – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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