Allgemeiner Harz-Berg-Kalender
| Allgemeiner Harz-Berg-Kalender
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|---|---|
| Beschreibung | Jahrbuch |
| Sprache | deutsch, oberharzisch |
| Verlag | Papierflieger Verlag GmbH (Deutschland) |
| Hauptsitz | Clausthal-Zellerfeld |
| Erstausgabe | 1697 |
| Erscheinungsweise | jährlich |
| Verkaufte Auflage | 4000 Exemplare |
| Chefredakteur | Wilfried Ließmann |
| Herausgeber | Wilfried Ließmann |
| ISSN (Print) | 1867-5395 |
Der Allgemeine Harz-Berg-Kalender ist ein, nach eigener Angabe seit 1697 erscheinendes, Jahrbuch der Montangeschichte, Kultur und aktueller sowie historischer Ereignisse des Oberharzes in Form von Sprüchen, Gedichten, Zeichnungen, Geschichten, Fortsetzungsromanen und historischen Berichten mit Beiträgen in Oberharzer Mundart. Er erschien zunächst unter dem Titel Verbesserter Schreib-Haus-Historien- und Berg-Calender Auf das 1758 Jahr Christi,<ref name="GeschichteDesHBK">Wilhelm Feldmann: Zur Geschichte des Harz-Berg-Kalenders. In: Allgemeiner Harz-Berg-Kalender 1941. Piepersche, Clausthal-Zellerfeld 1941, S. 57–58.</ref> Clausthalischer allgemeiner Reichs-, Schreib-, Historien- und Harz-Berg-Calender,<ref name="NachrufHildebrandt">Bettina Ebeling: „Der Gelbe“ kommt in neue Hände. In: Allgemeiner Harz-Berg-Kalender für das Jahr 2005. seit 1697. Piepersche, 2005, ISSN 1867-5395, S. 17–19 (Werner Hildebrandt giebt nach 20 Jahren als Herausgeber den Harz-Berg-Kalender ab – „Ein Stück Heimat“).</ref> später Clausthalischer allgemeiner Harz-Berg-Calender und ab Anfang des 19. Jahrhunderts als Allgemeiner Harz-Berg-Calender.
Entwicklung[Bearbeiten]
Bis 1958 trugen die Ausgaben den Hinweis „gegründet um das Jahr 1600“. Wahrscheinlicher ist die spätere Angabe von 1697, da die Wilckesche Buchdruckerei in Clausthal erst 1685 gegründet wurde und ein Druck in der Goslarer Buchdruckerei als unwahrscheinlich bewertet wird.<ref name="NachrufHildebrandt" />
Anfangs erschien der Harz-Berg-Kalender als einfaches Kalendarium für Bergleute mit Werbung und Anzeigen. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde er mehr und mehr um Sprüche, Gebete, Gedichte, Zeichnungen, volkstümliche Geschichten, Fortsetzungsromane und detaillierte historische Berichte ergänzt.<ref name="NachrufHildebrandt" /> Mit der Übernahme durch Karl Reinecke-Altenau im Jahr 1919 wurde das Jahresblatt stärker mit volkstümlichen Inhalten versehen.
Das Design wurde über die Zeit immer wieder den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Das Deckblatt zeigt einen Bergmann mit seinem Handwerkszeug vor einer Hüttenstätte in der harztypischen Landschaft, eingerahmt von den Wappen der sieben Bergstädte (Clausthal, Sankt Andreasberg, Altenau, Zellerfeld, Grund, Wildemann und Lautenthal).
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Motiv ausgetauscht. In einem dreigeteilten Torbogen zeigt das neue Motiv in der Mitte den Titel unter einem Banner mit dem Schriftzug Glück Auf, darunter die Silhouette der Bergstadt Clausthal mit seiner Marktkirche. Eingefasst von einem Bergmann im linken Torbogen und einem Hüttenarbeiter im rechten. Die Wappen der sieben Bergstädte sind an den Spitzen und Enden der Torbögen etwas in den Hintergrund getreten.
Im Jahre 1938 wurde von Reinecke-Altenau ein neues Titelbild eingeführt, welches besser in den völkischen Zeitgeist passte. Dieses wurde von 1939 auf dem Deckblatt des Kalenders geführt, bis dieser nach der Ausgabe 1941 eingestellt wurde.<ref name="Gurski">Kai Gurski: Schlägel, Eisen und Hakenkreuz. Das Thema Bergbau im Werk des Malers Karl Reinecke-Altenau. Hrsg.: Hochschule für Bildende Künste. Braunschweig 2010, Anhang, S. 10, 77 (hbk-bs.de [PDF; 14,2 MB] Dissertation).</ref> Es zeigt einen Bergmann (oben), einen Waldarbeiter (links) und einen Hüttenarbeiter (rechts) vor einem angedeuteten, fichtenbestanden Berg in schwarz und grün auf gelben Einband.<ref name="InNeuemGewand">In neuem Gewand! In: Allgemeiner Harz-Berg-Kalender 1939. seit 1697. Piepersche, Clausthal-Zellerfeld 1938, S. 27.</ref>
Von 1942 bis 1945 durfte der Kalender aus kriegswirtschaftlichen Gründen nicht mehr erscheinen.<ref name="StatistikHBK">Hugo G. Friedrich Brzoska: Zur Statistik unseres „Allgemeinen Harz-Berg-Kalenders“. In: Allgemeiner Harz-Berg-Kalender für das Jahr 1972. Piepersche, 1971, ISSN 1867-5395, S. 126–129.</ref> Nach dieser Unterbrechung in den Kriegs- und Nachkriegsjahren 1942–1949 kehrte man zu den traditionellen Zeichnungen zurück.
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Kalender aus dem Jahr 1799
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Kalender aus dem Jahr 1840
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Kalender aus dem Jahr 1852
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Kalender aus dem Jahr 1900
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Kalender aus dem Jahr 1940
Ab 1956 wurden die Texte nicht mehr in Frakturschrift abgedruckt. Geblieben ist das ursprünglich gelbe Deckblatt, von dem der Harz-Berg-Kalender seinen Beinamen „der Gelbe“ erhalten hat.<ref name="NachrufHildebrandt" /> Von Karl Reinecke stammen auch die Vignetten der 12 Monate, welche seit der 1920er Jahre bis heute die Monate kennzeichnen.
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Januar
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Februar
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März
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April
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Mai
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Juni
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Juli
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August
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September
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Oktober
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November
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Dezember
Herausgeber[Bearbeiten]
- um 1700: Michael Erdmann
- um 1833: I. B. S. Kerstein, Hofbau-Inspector in Hildesheim<ref name="HBK1833">I. B. S. Kerstein, Hofbau-Inspector in Hildesheim: Deckblatt. In: Allgemeiner Harz-Berg-Calender auf das Jahr 1833. Clausthal 1832.</ref>
- 1919–1932: Reinecke-Altenau (1885–1943)<ref name="Meuskens">Wolfgang Meuskens: Karl Reinecke-Altenau – Leben und Wirken 1885–1943. Selbstverlag, Clausthal-Zellerfeld 1985, ISBN 3-923605-39-0, S. 248.</ref><ref name="Gurski" /><ref name="ArchivVegelahnHBK">Allgemeiner Harz-Berg-Kalender. In: archiv-vegelahn.de. Karlo Vegelahn, 25. August 2017, abgerufen am 27. August 2015.</ref>
- Hermann Klingsöhr, genannt Dr Schießer (1890–1953)<ref name="NachrufKlingsöhr">Hermann Klingsöhr – „Dr Schießer“ †. In: Allgemeiner Harz-Berg-Kalender für das Jahr 1954. seit 1697. Piepersche, Clausthal-Zellerfeld 1954, S. 62.</ref>
- 1942–1949: nicht Erschienen
- 1932<ref name="Meuskens" />/1950<ref name="ArchivVegelahnHBK" />–1983: Albert Humm (1910–1984)
- 1984–2004: Werner Hildebrandt (* 1933; † )<ref name="ArchivVegelahnHBK" />
- 2005–2015: Wolfgang Lampe (1953–2015) mit Wilfried Ließmann<ref name="ArchivVegelahnHBK" />
- 2005–heute: Wilfried Ließmann<ref name="ArchivVegelahnHBK" />
Siehe auch[Bearbeiten]
Ein ähnlich gestalteter Bergkalender ist der seit 1619 erscheinende Goslarer Bergkalender.<ref>Goslarer Bergkalender 2017. In: blog.rammelsberg.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Dezember 2017; abgerufen am 2. Dezember 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Ernst Bolte: Der Harz-Berg-Kalender. In: Allgemeiner Harz-Berg-Kalender für das Jahr 1936. Gegründet um das Jahr 1600. Piepersche, Clausthal-Zellerfeld 1936, S. 40–42.
- Bettina Ebeling: „Der Gelbe“ kommt in neue Hände. In: Allgemeiner Harz-Berg-Kalender für das Jahr 2005. seit 1697. Piepersche, 2005, ISSN 1867-5395, S. 17–19 (Werner Hildebrandt gibt nach 20 Jahren als Herausgeber den Harz-Berg-Kalender ab – „Ein Stück Heimat“).
- Aufsätze zum Allgemeinen Harz-Berg-Kalender in der Niedersächsischen Bibliographie
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />