Aloger
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Die Aloger (von gr. a-logos, Un-Vernunft, die Unvernünftigen) waren eine frühchristliche Sekte, die gegen Ende des 2. Jahrhunderts in Kleinasien, wahrscheinlich auch in Rom, auftrat.
Die Anhänger der Aloger sahen in Jesus Christus einen natürlich erzeugten Menschen, der aber wegen seiner vollkommenen sittlichen Entwicklung Sohn Gottes genannt werden konnte. Nach Epiphanius (Panarion 51) sind sie die Vorläufer der ähnlich denkenden Monarchianer. Da sie die Schriften des Evangelisten Johannes, insbesondere dessen Lehre des Logos, verwarfen, nannte Epiphanius sie Aloger. Weil das Wort Logos im Griechischen unter anderem auch die „Vernunft“ bezeichnet, deuteten ihre Gegner die Bezeichnung auch als „die Unvernünftigen“.
Literatur[Bearbeiten]
- T. Scott Manor: Epiphanius’ Alogi and the Question of Early Ecclesiastical Opposition to the Johannine Corpus. Ph.D. Thesis, The University of Edinburgh, 2012 (Digitalisat).
- T. Scott Manor: Epiphanius’ Alogi and the Johannine Controversy. A reassessment of early ecclesial opposition to the Johannine Corpus (= Supplements to Vigiliae Christianae. Band 135). Brill, Leiden/Boston 2016, ISBN 978-90-04-30938-8.
- S. G. Hall: Aloger. In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 2, de Gruyter, Berlin / New York 1978, ISBN 3-11-007379-X, S. 290–295.
- Alogi. In: Henry Wace: Dictionary of Christian Biography and Literature to the End of the Sixth Century A.D., with an Account of the Principal Sects and Heresies.