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Alois Pick

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Datei:Alois Pick.png
Alois Pick, Universität Wien

Alois Pick (geboren 15. Oktober 1859 in Karolinenthal bei Prag, Kaisertum Österreich; gestorben 17. Juli 1945 in Wien) war ein österreichischer Internist.<ref name="ÖBL">M. Jantsch: Pick, Alois (1859–1945), Internist. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 8, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1983, ISBN 3-7001-0187-2, S. 60.</ref> Er entdeckte das Pappataci-Fieber.<ref>ANNO, Neues Österreich, 1945-07-22, Seite 2. Abgerufen am 19. April 2026.</ref><ref>M. Jantsch, GH. Marcus: Alois PICK, the discoverer of pappataci fever. In: Wien Med Wochenschr., 1961 Nov, 25, 111, S. 801–803; PMID 14037116</ref>

Leben[Bearbeiten]

Datei:Grab von Alois Pick auf dem Wiener Zentralfriedhof.JPG
Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof

Pick studierte Medizin in Wien<ref name="SW">Salomon Wininger: Große jüdische National-Biographie, Band 5, S. 28–29</ref> und an der Karls-Universität Prag. An der abgeteilten Karl-Ferdinands-Universität promovierte er 1883 zum Dr. med. und arbeitete bei Philipp Knoll. Danach ging er 1887 als Sanitätsoffizier zur k.u.k. Armee. Er diente zunächst im Prager Garnisonsspital, dann als Garnisonsarzt in Trebinje, Herzegowina.<ref name="JE">Pick, Alois. In: Isidore Singer (Hrsg.): Jewish Encyclopedia. Funk and Wagnalls, New York 1901–1906.</ref> 1886/87 wurde er zu Robert Koch in Berlin, danach für ein Jahr zu Hermann Nothnagel am Allgemeinen Krankenhaus Wien abkommandiert, wo er ein Ambulatorium für Magen- und Darmkranke hielt.<ref name="SW" /> 1899 wurde er dem k.u.k. Generalstab zugewiesen. Er leitete die Abteilung für Innere Medizin im Wiener Garnisonsspital I und habilitierte sich 1890 für innere Medizin. 1904 erhielt er den Ehrentitel a.o. Professor.<ref name="ÖBL" />

Im Ersten Weltkrieg zum Generaloberstabsarzt im Range eines Feldmarschallleutnants ernannt, betrieb er maßgeblich den Ausbau des Sanitätswesens der Österreichisch-Ungarischen Streitkräfte. 1918 mit dem Titel o. Professor geehrt, schied er aus dem Sanitätsdienst aus. In der Ersten Republik war er von 1920<ref name="SW" /> bis 1932 Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.<ref name="JE" /> Er engagierte sich im Fürsorgewesen.<ref name="ÖBL" />

Während der Zeit des Nationalsozialismus überlebte Pick in einem jüdischen Altersheim, wo er im angeschlossenen Krankenhaus Zwangsarbeiter behandelte.<ref>Burgdorf WH, Hoenig LJ: Take Your Pick. In: JAMA Dermatology. 149 (2013), S. 767.</ref>

Beigesetzt wurde er auf dem Wiener Zentralfriedhof.<ref>Bild von Picks Grab</ref> Ein Jahr nach seinem Tod wurden seine sterblichen Überreste in ein Ehrengrab der Gemeinde Wien am Zentralfriedhof umgebettet.<ref>ANNO, Neues Österreich, 1946-07-13, Seite 3. Abgerufen am 19. April 2026.</ref>

Literarische Arbeiten[Bearbeiten]

Er schrieb die Farcen Briefsteller für Liebende und Lord Beefsteak und wurde am Burgtheater aufgeführt.<ref name="SW" />

Publikationen[Bearbeiten]

  • Zur Lehre von den Atembewegungen der Emphysematiker. Prager Medizinische Wochenschrift 17 (1883).
  • Beiträge zur Pathologie und Therapie der Herzneurosen. Prager Medizinische Wochenschrift 44 (1884).
  • Der respiratorische Gaswechsel gesunder und erkrankter Lungen. Zeitschrift für Klinische Medizin.
  • Ueber das bewegliche Herz. Wiener klinische Wochenschrift 1889.
  • Zur Frage der hepatogenen Dyspepsie. Wiener klinische Wochenschrift 1903.
  • mit Adolf Franz Hecht: Klinische Semiotik, mit besonderer Berücksichtigung der gefahrdrohenden Symptome und deren Behandlung. Wien 1908. Google Books
  • Vorlesungen über Magen- und Darmkrankheiten. Wien 1895. Neudruck 2012. Google Books
  • Wechselbeziehungen zwischen Erkrankungen der Verdauungsorgane und des Nervensystems. Perles 1925. Google Books

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Alois Pick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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