Alpha purum
Als Alpha purum (lat. „reines Alpha“) bezeichnet man im Altgriechischen einen a-Laut, dem ein e (Epsilon), i (Iota) oder r (Rho) vorangeht. Entsprechend heißt ein a, bei dem dies nicht der Fall ist, Alpha impurum („unreines Alpha“).
Dieser Begriff spielt bei der Flexion von Nomina und Verben eine Rolle, da ein kurzes Alpha purum im klassischen Griechischen zu einem langen [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] gedehnt wird, das kurze Alpha impurum aus sprachgeschichtlichen Gründen hingegen zu Eta Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[η]. So bildet zum Beispiel das Substantiv {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) géphyra („Brücke“, mit Alpha purum) den Genetiv γεφύρᾱς<ref>Im griechischen Alphabet wird nicht zwischen langem und kurzem Alpha unterschieden; in diesem Fall wurde zur Verdeutlichung ein Makron gesetzt.</ref> gephýrās. Das Wort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) dóxa („Ruhm“; „Ansicht“) hat dagegen ein Alpha impurum und lautet demzufolge im Genetiv {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) dóxēs. Ebenso wird das kurze Alpha purum des Verbs {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) miaínō („beflecken“, „schänden“) im Aorist zu {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) emíāna gedehnt, das kurze Alpha impurum bei {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) kathaírō („reinigen“) aber zu {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ekáthēra.
Die Unterscheidung von Alpha purum und impurum ist das Resultat eines Lautwandels im attischen Dialekt, der klassischen Form des Griechischen. In den meisten altgriechischen Dialekten war der ursprüngliche [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.]-Laut erhalten. Im ionischen Dialekt war er dagegen durchgängig zu [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] geworden. Im Attischen blieb das [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] nach einem e, i oder r erhalten, ansonsten wurde es zu [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.].
Bei Dehnungen, die nach diesem Lautwandel erfolgten, kommt diese Regel nicht zum Tragen. So lautet der Akkusativ Plural von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) dóxa {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) dóxās, weil in diesem Fall das lange [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] erst in späterer Zeit als Ersatz für das ursprüngliche n in *{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) *dóxans entstanden war.
Anmerkungen[Bearbeiten]
<references/>