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Altichiero da Zevio

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Datei:Padova, basilica di Sant'Antonio - Cappella di San Giacomo - Affreschi 02-edit.jpg
Kreuzigung, Cappella di San Giacomo, Basilika des Heiligen Antonius, Padua
Datei:Oratorio di San Giorgio (Padova) - 1view2.jpg
Oratorio di San Giorgio, Padua

Altichiero da Zevio (auch Aldighiero) (* um 1320/30 in Zevio; † ca. 1385/95 in Verona) war ein veronesischer Maler des Trecento. Unter dem Einfluss Giotto di Bondones war er in Verona und Padua tätig, wo er zum Teil im Auftrag der Scaliger, da Carrara und der Lupi arbeitete.

Altichiero wird als Gründer der Veroneser Schule angesehen. In Verona selbst kann ihm nur ein Fresko in Sant’Anastasia mit Sicherheit zugeschrieben werden (erste Kapelle im südlichen Querhaus): Dargestellt sind drei Mitglieder der Familie Cavalli in Ritterrüstung, die vor der thronenden Jungfrau knien und von den Heiligen Georg, Martin und Jakob empfohlen werden. Im Palast der Carrara malte er wahrscheinlich im Kaisersaal, der heutigen Bibliothek, Portraits herausragender Persönlichkeiten (uomini famosi), von denen kaum mehr als das Francesco Petrarcas erhalten geblieben ist. Außerdem werden ihm und seinem Umkreis Fresken in San Fermo Maggiore, San Zeno Maggiore, im Palazzo Pompei, und nördlich bis zum Brenner hin zugeschrieben.<ref>Paul Schubring: Altichiero da Zevio. In: Ulrich Thieme, Felix Becker (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 1: Aa–Antonio de Miraguel. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1907, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref>

In Padua ließ Bonifazio de Lupi, Graf von Soragna, die von ihm 1372 gestiftete Jakobskapelle (nach Aufnahme der Reliquien des Papstes Felix 1503 zur Cappella San Felice umgeweiht) in der Basilika des Heiligen Antonius von Altichiero und Jacopo Avanzo<ref>Paul Schubring: Avanzo, Jacopo. In: Ulrich Thieme, Felix Becker (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 2: Antonio da Monza–Bassan. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1908, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> mit Fresken ausmalen. Übereinstimmend wird ihm die Schlacht bei Clavigo zugeschrieben, sowie das große, dreigeteilte Fresko der Kreuzigung, dem Hauptwerk Altichieros.<ref>Arslan 1960, o. S.</ref> Daneben gibt es Szenen aus der Legende des heiligen Jakobus des Älteren.

Der Stil der Kreuzigung in Sankt Antonius ist malerisch, großartig und ernst. Er erinnert im Ausdruck, in der Bewegung und Gruppenbildung sowie in den dramatischen Elementen vielfach an Giotto. Dabei ist die Raumdarstellung, das Zusammenspiel von Figuren und Architektur, und damit die Gesamtdarstellung geschlossener und weist auf Venezianer wie Carpaccio, Jacopo Bellini und auch Pisanello voraus. Das Streben nach Natürlichkeit macht die Komposition lebendig (mit „schöner Lässigkeit“<ref>Schubring 1907, S. 352.</ref>). Die Zeichnung ist einfach, groß und bestimmt, das Kolorit bereits vielfach moduliert.

Noch bedeutender zeigen sich diese Eigenschaften in Altichieros Werk in dem 1377 nach dem Tod des Grafen Raimondino de Lupi erbauten Oratorio di San Giorgio in Padua, wo außer Szenen aus der Passionsgeschichte die wichtigsten Szenen der Georgs-Legende dargestellt sind. Die vier in sich abgerundeten Szenen aus dem Leben der heiligen Lucia von Syrakus, sowie die Geburt und die Kreuzigung Christi auf den schmalen Seiten stammen von Jacopo Avanzo, der stilistisch florentinische Züge hat und seine Malerei mehr über die Umrisslinie definiert ist (und weniger über eine stringente Raumkonstruktion). Die Fresken mit der Legende der heiligen Katharina von Alexandrien malte ein weiterer Mitarbeiter aus der Werkstatt Altichieros, der seinem Meister in seiner Malweise näher steht.<ref>Schubring 1908, S. 270.</ref>

Altichieros Wirkung ist nach Norden bis Treviso und darüber hinaus in die böhmische Malschule zu sehen. Nach Süden ist sein Einfluss bis Bologna und nach Umbrien nachweisbar.<ref>Paul Schubring: Altichiero da Zevio. In: Ulrich Thieme, Felix Becker (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 1: Aa–Antonio de Miraguel. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1907, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref>

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Altichiero da Zevio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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