Ametsuchi no Uta
Das Ametsuchi no Uta (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), auch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)<ref group="Anm.">Aufgrund der gleichen Lesung und Bedeutung der beiden Kanji uta {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für ‚Lied, Gedicht‘ findet man auch die Schreibungen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).</ref> „Ametsuchi-Lied“) ist ein Pangramm mit den 48 Lautelementen der frühen Klassischjapanischen Sprache, wobei stimmhafte und stimmlose Laute zusammengefasst sind.
Es entstand wie das Iroha und das Taini-Gedicht ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) in der Heian-Zeit im 10. Jahrhundert.<ref name="yukawa">Shiro Yukawa: Das Verschwinden des materiellen Prozesses. 2010, S. 116.</ref> Die älteste Fassung des Ametsuchi-Liedes findet sich in der im Jahr 967 kompilierten Privatsammlung des Dichters Minamoto no Shitagō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Minamoto no Shitagō shū).<ref>Katsuyama Yukito: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 2010, S. 55.</ref> Das Ametsuchi no Uta zeigt im Gegensatz zum Iroha und Taini-Gedicht mit der zusätzlichen Silbe ye jedoch einen älteren Lautstand, da spätestens um 950 der Zusammenfall der Laute /ye/ und /e/ abgeschlossen war.<ref>Bjarke Frellesvig: A History of the Japanese Language. Cambridge University Press, 2010, ISBN 978-0-521-65320-6, S. 167, 206 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Das Ametsuchi ist daher sprachgeschichtlich bedeutsam, weil sich daran die Übernahme der chinesischen Sprache und die Entwicklung der japanischen Schrift ablesen lässt. Am Ametsuchi kann man ersehen, dass sich zum Zeitpunkt seiner Entstehung bereits ein Verständnis vom Lautvorrat der japanischen Sprache bildete, ohne dass die Schrift schon vollständig vom chinesischen Vorbild getrennt war.<ref name="yukawa" /> Das Ametsuchi nimmt eine Zwischenstellung zwischen den Lauttabellen der buddhistischen Praxis und dem später entstandenen Iroha ein. Während die Lauttabellen eine Anordnung der Lautwerte ohne semantischen Bezug darstellen, werden im Ametsuchi die Laute so angeordnet, dass sie sinntragende Worte bilden. Diese Worte bleiben anders als im Iroha nebeneinander stehen. Erst mit dem Iroha findet sich eine Anordnung, in der die Laute nicht nur einzelne sinntragende Wörter bilden, sondern darüber hinaus auch in der Gesamtheit einen Textsinn als Gedicht ergeben.
Text[Bearbeiten]
Der Text beinhaltet neben den heute nicht mehr verwendeten Kana wi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und we ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) auch die in den etwas später entstanden Iroha und Taini-Gedichten nicht mehr vorhandene Silbe ye ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).
| Kanji | Kana | Romaji | Wortbedeutungen |
|---|---|---|---|
| <poem lang="ja" style="margin-left:1em;">
天 地 星 空 山 川 峰 谷 雲 霧 室 苔 人 犬 上 末 硫黄 猿 生ふせよ 榎の枝を 慣れ居て </poem> |
<poem lang="ja" style="margin:1em;">
あめ つち ほし そら やま かは みね たに くも きり むろ こけ ひと いぬ うへ すゑ ゆわ さる おふせよ えの枝を なれゐて </poem> |
<poem style="margin:1em;">
Ame tsuchi hoshi sora Yama kaha mine tani Kumo kiri muro koke Hito inu uhe suwe Yuwa saru ofu seyo Eno yewo nare wite </poem> |
<poem style="margin:1em;">
Himmel Erde Stern Leere Berg Fluss Gipfel Tal Wolke Nebel Raum Moos Mensch Hund Oben Ende Schwefel Affe wachsen tu! Zürgelbaum gen Zweig akk gewöhnen-an sitzen </poem> |
Das Ametsuchi diente zudem als Ordnungsschema thematisch angeordneter Gedichtsammlungen. Dazu wurden sechs Abschnitte mit je acht Waka Gedichten, insgesamt also 48 Waka entsprechend dem Lautvorrat des Ametsuchi, thematisch unter den Überschriften: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ‚Frühling – Sommer – Herbst – Winter – Gefühl – Liebe‘ zusammengestellt. Die Anfangs- und Endlaute der jeweils in einer Zeile geschriebenen Waka ergibt von oben nach unten gelesen als Akrostichon und Telestichon das Ametsuchi-Lied.
- Beispiel
- ein Waka je Zeile mit je einem Laut des Ametsuchi-Liedes am Anfang und Ende des Gedichts (im Beispiel: A-me-tsu-chi).
<poem lang="ja" style="margin-left:1em;"> あらさじと うちかへすらし をやまだの なはしろみづに ぬれてつくるあ めもはるに ゆきまもあをく なりにけり いまこそのべに わかなつみてめ つくばやま さけるさくらの にほひをぞ いりてをらねど よそながらみつ ちぐさにも ほころぶはなの しげきかな いづらあをやぎ ぬひしいとすぢ </poem>
Literatur[Bearbeiten]
- Shiro Yukawa: Das Verschwinden des materiellen Prozesses. Eine vergleichende Mediengeschichte der japanischen Schreib- und Druckkultur. Hrsg.: Digitale Bibliothek Thüringen. Erfurt 2010, urn:nbn:de:gbv:547-201000039 (dbttest.thulb.uni-jena.de [PDF; 51,6 MB]).
Anmerkungen[Bearbeiten]
<references group="Anm." />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />