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Aminopyralid

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Strukturformel
Strukturformel von Aminopyralid
Allgemeines
Name Aminopyralid
Andere Namen

4-Amino-3,6-dichlorpyridin-2-carbonsäure

Summenformel C6H4Cl2N2O2
Kurzbeschreibung

weißes Pulver<ref name=roempp>Eintrag zu Aminopyralid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 604-721-7
ECHA-InfoCard 100.110.366
PubChem 213012
ChemSpider 184712
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Eigenschaften
Molare Masse 207,026 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

163,5–165,2 °C<ref name=roempp />

Löslichkeit

in Wasser 2,48 g·l−1 bei 18 °C<ref name=roempp />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Aminopyralid bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319
P: 305+351+338<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

> 5000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)<ref name=roempp />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Aminopyralid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Pyridincarbonsäuren.

Verwendung[Bearbeiten]

Aminopyralid, ein Herbizid aus der Klasse der synthetischen Auxine, wurde von Dow Chemical entwickelt und 2007 auf den Markt gebracht.<ref name=roempp />

Die Verbindung wird gegen Problemunkräuter wie Ampfer, Disteln, Hahnenfuß-Arten, Traubenkräuter (Ambrosia) und Greiskräuter verwendet. Es wirkt außerdem gegen Brennnesseln, Löwenzahn, Vogelmiere und holzige Pflanzen wie Rubus (z. B. Brombeeren und Himbeeren), dabei besitzt Aminopyralid eine sehr gute Grasverträglichkeit.<ref name=roempp /> Aminopyralid ist auch gegen einzelne Nutzpflanzen, wie z. B. Hülsenfrüchtler und Nachtschattengewächse (Kartoffeln), mit einem NOEL von ca. 0,025 g a.e./ha extrem wirksam.<ref name=bayern>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Aminopyralid - Sicherheitsstrategie (Memento vom 19. April 2011 im Internet Archive).</ref>

Zulassung[Bearbeiten]

Aminopyralid ist in vielen Staaten der EU, auch in Deutschland und Österreich, sowie in der Schweiz als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln zugelassen.<ref>Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Aminopyralid in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs (Eingabe von „Aminopyralid“ im Feld „Wirkstoff“) und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>

Remante Wirkung[Bearbeiten]

Aminopyralid wird in Gräsern zu einer inaktiven Cellulose-Verbindung metabolisiert. An Cellulose gebundenes Aminopyralid wird unter anaeroben Bedingungen nicht abgebaut und kann nach Ausbringung mit Mist, Gülle, Jauche, Kompost oder Gärsubstrat wieder reaktiviert werden. Dies kann zu Schäden an Nutzpflanzen führen.<ref name=bayern />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />