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Ammoniumsulfit

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Strukturformel
Strukturformel von Ammoniumsulfit
Allgemeines
Name Ammoniumsulfit
Andere Namen
Summenformel (NH4)2SO3
Kurzbeschreibung

weißer geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Ammoniumsulfit in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 233-484-9
ECHA-InfoCard 100.030.428
PubChem 25041
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 116,14 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

1,41 g·cm−3 (Monohydrat)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
EUH: 031
P: 261​‐​305+351+338<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Ammoniumsulfit ist eine anorganische chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfite.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Ammoniumsulfit entsteht bei der Rauchgasentschwefelung, bei der Schwefeldioxid nach Zugabe von Ammoniak aus den abgekühlten Rauchgasen ausgewaschen wird.<ref name="Arnold F. Holleman">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9, S. 656.</ref>

Dabei reagieren Schwefeldioxid und Ammoniakdampf in Gegenwart von überschüssigem Wasserdampf oder von Wassertröpfchen nach den Gleichungen:<ref name="00022470.1986.10466045">Simon J. Rothenberg, Alan R. Dahl, Edward B. Barr, Ronald K. Wolff: Generation, Behavior, and Toxicity of Ammonium Sulfite Aerosols. 1986, doi:10.1080/00022470.1986.10466045.</ref>

<chem>NH3 + H2O + SO2 -> NH4-HSO3</chem> (1)
<chem>2NH3 + H2O + SO2 -> (NH4)2SO3</chem> (2)

Wenn nicht genügend Wasser vorhanden ist, bildet sich eine orange-gelbe Verbindung, wahrscheinlich ein Amidosulfit. Ist ein Überschuss an Schwefeldioxid vorhanden, so bildet sich reines Ammoniumsulfit.<ref name="00022470.1986.10466045" /> Ammoniumsulfit entsteht auch bei der Zersetzung von Ammoniumthiosulfat.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Ammoniumsulfit ist ein brennbarer, weißer, geruchloser Feststoff, der leicht in Wasser löslich ist. Er zersetzt sich bei Erhitzung über 60–70 °C.<ref name="GESTIS" /> Das Monohydrat hat eine Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/c (Raumgruppen-Nr. 14)Vorlage:Raumgruppe/14.<ref>L. F. Battelle, K. N. Trueblood: The crystal structure of ammonium sulfite monohydrate. In: Acta Crystallographica. Band 19, Nr. 4, 1965, S. 531–535, doi:10.1107/S0365110X65003845.</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Ammoniumsulfit wird zur Herstellung des dunklen Lebensmittelfarbstoffs Ammoniumsulfit-Zuckerkulör (E150d) verwendet.<ref name="Werner Baltes, Reinhard Matissek">Werner Baltes, Reinhard Matissek: Lebensmittelchemie. Springer-Verlag, 2011, S. 258 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Zu den Produkten, die damit gefärbt werden, zählen Instantsuppen, Fertigsaucen, Süßwaren und Limonaden.<ref> Lexikon der Zusatzstoffe. Farbstoffe. E 150 d Ammonsulfit-Zuckerkulör Deutsches Zusatzstoffmuseum, abgerufen am 15. März 2024</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Ammoniumsulfit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />