Andrea Titz
Andrea Titz (* 24. November 1969) ist eine deutsche Richterin und seit dem 1. Februar 2020 Vizepräsidentin des Landgerichts Traunstein.<ref>Benjamin Engel: Abschied nach oben, Süddeutsche Zeitung am 22. Januar 2020</ref> Seit 2022 ist sie Co-Vorsitzende des Deutschen Richterbundes.
Leben[Bearbeiten]
Titz wuchs in Nittenau in der Oberpfalz auf. Nach dem Abitur studierte sie Jura in Passau. Das Referendariat schloss sie 1995 mit dem 2. Staatsexamen ab.<ref>Ulli Tückmantel: München: Andrea Titz, das Gesicht der Münchner Justiz. In: rp-online.de. 25. April 2014, abgerufen am 2. März 2015.</ref><ref name="academicus" />
1995 kam sie zur Staatsanwaltschaft Traunstein. 2002 wurde sie Richterin an den Amtsgerichten Mühldorf am Inn und Altötting. Dort entschied sie häufig über die Unterbringung von Personen in Psychiatrien und Pflegeheimen. Anschließend ging sie zum Landgericht Traunstein. Ab 2005 wechselte sie zur Staatsanwaltschaft München II, wo sie zuletzt die Abteilung für Kapitalverbrechen und Vollstreckung leitete. 2009 wurde sie Oberstaatsanwältin. 2013 wechselte sie in die Pressestelle des Oberlandesgerichts München und der Landgerichte München I und München II in Strafsachen und wurde daneben richterliche Teilzeitkraft im Bausenat des Oberlandesgerichts München.<ref>Hannelore Crolly und Andre Tauber: Diese Frau kombiniert Justiz und High Heels. In: welt.de. 2. Mai 2014, abgerufen am 2. März 2015.</ref><ref name="academicus" />
2014 war sie Sprecherin des Oberlandesgerichts München beim Steuerprozess gegen den ehemaligen Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, beim NSU-Prozess<ref name="faz-13050321">Karin Truscheit: Gericht gibt Zschäpe mehr Zeit zur Aussage. In: FAZ.net. 17. Juli 2014, abgerufen am 2. März 2015.</ref> und beim Bestechungsprozess gegen Bernie Ecclestone. Einem breiteren Publikum wurde sie im Zuge der Medienberichterstattung zum Strafprozess Hoeneß sowie dem NSU-Prozess bekannt. Seit 2010 war sie eine von zwei stellvertretenden Vorsitzenden im Präsidium des Deutschen Richterbundes.<ref name="academicus" /> Andrea Titz war zudem seit dem 11. November 2016 Vorsitzende des Bayerischen Richtervereins.<ref>LTO, Bayerischer Richterverein: Andrea Titz neue Vorsitzende</ref>
Vom 1. Juni 2017 bis zum 31. Januar 2020 war sie Direktorin des Amtsgerichts Wolfratshausen und gab ihre Funktionen in München ab.<ref>Annette Ramelsberger: Andrea Titz - Ein Paradiesvogel im Grau der Paragrafen, Sueddeutsche.de vom 10. Mai 2017</ref>
Am 29. April 2022 wurde Andrea Titz zur Co-Vorsitzenden des Deutschen Richterbundes im Duo mit Joachim Lüblinghoff gewählt. Sie löste Barbara Stockinger ab, die wiederum den Vorsitz des Bayerischen Richtervereins von ihr übernahm.<ref>LTO, Führungswechsel beim Richterbund DRB bekommt neue Doppelspitze</ref>
Titz ist verheiratet und lebt in Rosenheim und München.<ref name="academicus">dies academicus: dies academicus 2014. In: uni-passau.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. April 2015; abgerufen am 2. März 2015. (PDF-Datei)</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Joachim Jahn, Sprachrohr der Münchener Strafjustiz, NJW-aktuell Heft 49/2016, Seiten 18/19
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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Johannes Leeb (1909–1922) | Maximilian Reichert (1923–1930) | Karl Linz (1930–1933) | Eberhard Kuchtner (1949–1951) | Anton Konrad (1951–1955) | Ernst Grosser (1955–1959) | Hans Meuschel (1960–1965) | Heinrich Barth (1965–1973) | Bernhard Drees (1967–1973) | Albert von Kenne (1973–1977) | Leo Witte (1977–1980) | Helmut Leonardy (1980–1987) | Franz Joseph Pelz (1987–1992) | Rainer Voss (1992–2001) | Geert Mackenroth (2001–2003) | Wolfgang Arenhövel (2003–2007) | Christoph Frank (2007–2016) | Jens Gnisa (2016–2019) | Barbara Stockinger/Joachim Lüblinghoff (2020) | Andrea Titz/Joachim Lüblinghoff (ab 2022)
| Personendaten | |
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| NAME | Titz, Andrea |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Richterin |
| GEBURTSDATUM | 24. November 1969 |