Andreas Jungwirth
Andreas Jungwirth (* 15. April 1967 in Linz<ref>Andreas Jungwirth – Korrektur Nr. 1 In: ARD-Hörspieldatenbank. Abgerufen am 13. Januar 2022.</ref>) ist ein österreichischer Schauspieler und Autor.
Leben[Bearbeiten]
Andreas Jungwirth wuchs in Langholzfeld bei Linz auf, wo er bis Mitte der 1980er Jahre lebte.<ref>Ursendung – Langholzfeld. In: hoerspielundfeature.de. Deutschlandfunk, 20. März 2016, abgerufen am 22. Januar 2025.</ref> Ein zunächst begonnenes Studium der Germanistik und der Theaterwissenschaft an der Universität Wien brach er nach zwei Jahren ab, um am dortigen Konservatorium Schauspiel zu studieren.<ref name="aj">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Website von Andreas Jungwirth ( des Vorlage:IconExternal vom 24. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Es konnte nicht eindeutig ermittelt werden, ob es sich dabei um die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien oder die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien handelt.</ref> 1988 debütierte Jungwirth am Theater Lübeck, dessen Ensemble er sechs Jahre angehörte.<ref>Andreas Jungwirth. Interview. In: foreigner.de. Abgerufen am 2. August 2019.</ref> Ferner hatte er ein Engagement am Mittelsächsischen Theater in Döbeln.<ref>Reihe Spielregeln: Döbeln – Von Andreas Jungwirth. In: deutschlandfunkkultur.de. 7. Oktober 2015, abgerufen am 18. Mai 2019.</ref> 1992 gründete er zusammen mit dem Komponisten Wolfgang Heisig das Theater Zwirn, eine Bühne, die sich mit Dadaismus und Neuer Musik beschäftigte. Jungwirths erste Arbeit für den Hörfunk war das 1997 vom ORF produzierte Hörspiel Madonnenterror, dem eine Reihe weiterer Arbeiten sowohl für den ORF als auch für deutsche Sendeanstalten folgten.<ref name="aj" />
Daneben schreibt Jungwirth Theaterstücke, von denen er einige zu Hörspielfassungen umschrieb. Für die Produktionsfirma speaklow des Regisseurs Harald Krewer erarbeitet er Hörbuchfassungen verschiedener Texte. In der Wochenzeitung der Freitag erschienen zahlreiche seiner Kolumnen, weitere Reportagen und Erzählungen wurden in verschiedenen Publikationen veröffentlicht. Mit dem Jugendbuch Kein einziges Wort stellte Jungwirth 2014 seinen ersten Roman vor.<ref name="aj" />
Andreas Jungwirth ist seit dem Jahr 2000 freiberuflich tätig, lebte lange Zeit in Berlin und kehrte 2010 nach Wien zurück. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit unterrichtete er am Schauspielhaus und leitet dort das Jugendprogramm Szene machen! (2010–2012) und eine Schreibklasse (2011–2013).<ref name="aj" />
2012 gründete er am Schauspielhaus Wien das Hörspielhaus.<ref>»Ö1 – Track 5´- Juryauswahl #1«. www.schauspielhaus.at, abgerufen am 4. März 2018.</ref> Er kuratiert und moderiert die regelmäßige Veranstaltung, die sich dem institutionell produzierten Hörspiel und der freien Hörspielszene und ihren Machern widmet (bisherige Kooperationspartner: Ö1, Institut für Sprachkunst, FH St. Pölten, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft). 2015 übernahm er an der Seite von Doris Glaser Moderation der jährlichen Hörspiel-Gala von Ö1.<ref>Die Ö1 Hörspiel-Gala 2016. In: radiokulturhaus.orf.at. 21. August 2018, abgerufen am 10. April 2020 (mit Foto).</ref>
Bücher[Bearbeiten]
- 2014: Kein einziges Wort (Jugendroman), Ravensburger Buchverlag, Ravensburg, ISBN 978-3-473-40114-7
- 2016: Ni una palabra (Übersetzung: Lorel Manzano), Literatura SM México, ISBN 978-6-072-42414-2
- 2017: Schwebezustand (Jugendroman), CBT, München, ISBN 978-3-570-31081-6
- 2019: Wir haben keinen Kontakt mehr, Edition Atelier, Wien, ISBN 978-3-990-65016-5
- 2022: Im Atlas, edition atelier, Wien, ISBN 978-3990650677
- 2024: Alle meine Namen, edition atelier, Wien, ISBN 978-3-99065-116-2
Hörspiele[Bearbeiten]
Als Autor[Bearbeiten]
- 1997: Madonnenterror – Regie: Nikolaus Scholz
- 1999: Im Tosen der Stadt – Regie: Renate Pitroff
- 2003: Séance im Park – Regie: Harald Krewer
- 2004: Der Mann, der nicht töten kann – Regie: Burkhard Ax
- 2007: Zwischen Nase und Brillenbogen – Einfälle – Regie: Harald Krewer
- 2008: Alles Helden – Regie: Harald Krewer
- 2008: Das Gerücht wächst, indem es sich verbreitet – Regie: Erich Pintar
- 2009: Volksgarten – Regie: Barbara Liebster
- 2011: Alleine bin ich viel – Regie: Harald Krewer
- 2012: Transsilvanien – Regie: Steffen Moratz
- 2013: Döbeln – Regie: Heike Tauch
- 2016: Langholzfeld – Regie: Harald Krewer
- 2016: Absence – Regie: Steffen Moratz
- 2019: Auf die Natur kann man nicht böse sein – Regie: Steffen Moratz
- 2021: Peace – Regie: Jean-Claude Kuner
Als Sprecher[Bearbeiten]
- 1998: Cocktail für zwei (Folge: Tango Berlin) – Autor: Michael Koser – Regie: Rainer Clute
- 2000: Provinzbriefe – Autorin: Barbara Honigmann – Regie: Ulrich Gerhardt
Als Autor und Sprecher[Bearbeiten]
- Korrektur Nr. 1 – Regie: Ulrike Brinkmann
- 2008: Outside Inn – Regie: Harald Krewer
Als Bearbeiter (Wort)[Bearbeiten]
- 2010: Tiburn – Autor: Iain Levison – Regie: Heike Tauch
- 2017: Ein Leben mehr – Autorin: Jocelyne Saucier – Regie: Ulrich Lampen
- 2018: Der Unbesiegbare – Autor: Stanislaw Lem – Regie: Oliver Sturm
Als Regisseur[Bearbeiten]
- 2013: Käfergräber – Autor: Thomas Arzt
- 2020: Laute Nächte – Autor: Thomas Arzt<ref>Die Geschichte zweier junger Liebender. In: oe1.orf.at. Abgerufen am 2. September 2020.</ref>
Als Bearbeiter und Regisseur[Bearbeiten]
- 2016: Der Hochwald – Autor: Adalbert Stifter
- 2018: The Who and the What – Autor: Ayad Akhtar
Theaterstücke[Bearbeiten]
| Titel | UA | Theater | Regisseur |
| Heesters in den Sträuchern | 2000 | Landestheater Linz | Elisabeth Gabriel |
| Die Schlaflosen | 2001 | Stadttheater Konstanz | Jenny Nörbeck |
| Die Flucht oder Was ist der Schenkel | 2001 | Theater Junge Generation, Dresden | Heiko Oeft |
| Sünderinnen | Landestheater Linz | Verena Koch | |
| Alles Helden | 2005 | Theater Phönix, Linz | Stephan Bruckmeier |
| Schwarze Mamba | 2006 | Thalia-Theater, Hamburg | Andreas Kriegenburg |
| Outside Inn | 2007 | Charity Randall Theatre, Pittsburgh/Theater Rampe, Stuttgart | Melanie Dreyer |
| Volksgarten | 2008 | Theater Phönix/Staatstheater Kassel | Alexander Kratzer/Florian B. Reiter |
| Schonzeit | 2008 | Staatstheater Darmstadt | Anette Keppel |
| Es geht uns gut (nach dem Roman von Arno Geiger) | 2008 | Schauspielhaus Wien | Lars-Ole Walburg |
| Sandmann (nach E.T.A. Hoffmann) | 2011 | Staatstheater Darmstadt | Romy Schmidt |
| Bossnapping | 2012 | Theater Phönix | Alexander Kratzer |
| Heidi (nach dem Roman von Johanna Spyri) | 2012 | Vereinigte Bühnen Bozen | Andreas Baumgartner |
| Aller Tage Abend (nach dem Roman von Jenny Erpenbeck) | 2014 | Schauspielhaus Wien | Felicitas Brucker |
| Stillbach oder die Sehnsucht (nach dem Roman von Sabine Gruber) | 2015 | Vereinigte Bühnen Bozen | Petra Luisa Meyer |
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 2021: Radiopreis der Erwachsenenbildung Österreich für das Hörspiel Laute Nächte in der Sparte Kultur<ref name="rp26">24. Radiopreis, 2021. In: adulteducation.at. Abgerufen am 11. Januar 2021.</ref><ref name="orf3243129">Ö1 räumt bei Radiopreisen der Erwachsenenbildung ab. In: ORF.at. 10. Januar 2022, abgerufen am 11. Januar 2022.</ref>
- 2023: ORF Hörspielpreis: Jurypreis für Blasse Stunden/Blijedi sati mit Marie-Luise Stockinger von Manuela Tomic<ref name="orf3349648">„Das Begräbnis“ zu Ö1-Hörspiel des Jahres gekürt. In: ORF.at. 23. Februar 2024, abgerufen am 24. Februar 2024.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Andreas Jungwirth im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Website von Andreas
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jungwirth, Andreas |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Schauspieler und Autor |
| GEBURTSDATUM | 15. April 1967 |
| GEBURTSORT | Linz |