Andreas Rettig
Andreas Rettig (* 25. April 1963 in Leverkusen) ist ein Fußballfunktionär und ehemaliger Fußballspieler. Seit September 2023 ist er DFB-Geschäftsführer Sport.
Zuvor war er unter anderem DFL-Geschäftsführer und Manager bei den Bundesligisten SC Freiburg, 1. FC Köln und FC Augsburg. Seine Karriere begann bei der Bayer AG sowie Bayer 04 Leverkusen, wo er zuletzt Mitglied des Vorstands war.
Karriere[Bearbeiten]
Rettig war Spieler bei den Vereinen FV Bad Honnef, SC Viktoria Köln, SC Brück und Wuppertaler SV.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Andreas Rettig. ( vom 19. Februar 2015 im Internet Archive) Wuppertaler SV, Spielerarchiv; abgerufen am 29. Mai 2015.</ref><ref>Frank Hellmann: Ein Fußballer mit bescheidenem Talent. Neues Deutschland vom 4. Januar 2013.</ref>
Ab 1984 war Rettig bei der Bayer AG sowie Bayer 04 Leverkusen tätig. Bis 1987 wurde er dort zum Industriekaufmann ausgebildet, bis 1989 bildete er sich im Wirtschaftswesen fort und machte eine Ausbildung zum Fußballlehrer. In Folge übernahm er das Amt des Nachwuchsleiters und wurde 1994 Assistent der Geschäftsführung. Von 1996 bis 1998 war er zudem Mitglied des Vorstands.<ref>Porträt: Das ist Andreas Rettig. In: RP Online. 15. September 2023, abgerufen am 29. Juni 2024.</ref><ref>Mitteldeutsche Zeitung: Andreas Rettig: Berufliche Laufbahn. Abgerufen am 3. Juli 2026.</ref>
Zum Frühjahr 1998 holte ihn Volker Finke und Achim Stocker als Manager zum Bundesligisten SC Freiburg. Es war das erste Mal, dass dieser Verein einen hauptamtlichen Manager einstellte und es war Rettigs erste alleinverantwortliche Station im Profi-Fußball. Den Posten füllte er bis zum 20. März 2002 aus und nannte ihn rückblickend „meine erste große Fußball-Liebe“.<ref>Toni Nachbar: Andreas Rettig: „Damals war der Profi-Fußball nahbarer und bodenständiger“. In: Badische Zeitung. 6. August 2022, abgerufen am 3. Juli 2026.</ref><ref>Robert Kauer WELT: In Freiburg läuft alles nach Wunsch - eigentlich - WELT. Abgerufen am 3. Juli 2026.</ref>
Am 21. März 2002 wurde Rettig Manager des 1. FC Köln. Der FC pendelte während seiner Amtszeit zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga und wurde von insgesamt sechs unterschiedlichen Trainern gecoacht.<ref>Ex-FC-Manager Andreas Rettig: Diese Stars holte der neue DFB-Geschäftsführer nach Köln. 18. September 2023, abgerufen am 12. Juli 2026.</ref> In der Saison 2005/06 übernahm er die Verantwortung für den schlechten Saisonstart und trat am 17. Dezember 2005 zurück.<ref>Rettig tritt zurück. „Blog rund um den 1.FC Köln“ auf twoday.net, 17. Dezember 2005.</ref>
Von Juli 2006 bis Juli 2012 war Rettig Manager beim FC Augsburg, der 2011 erstmals in die Fußball-Bundesliga aufstieg und seitdem im Oberhaus des deutschen Fußballs vertreten ist. In Rettigs Zeit verzehnfachten sich die Mitglieder auf 10.000, versechsfachten sich die Dauerkarten auf 18.000, und der Zuschauerschnitt verdoppelte sich auf 30.000.<ref name="verlässt">Rettig verlässt FCA zum Saisonende. Meldung des FC Augsburg, 21. Dezember 2011.</ref> Zum Ende der Spielzeit 2011/12 gab er seinen Abschied bekannt.<ref name="verlässt" />
Von 2007 bis 2010 war Rettig Vorstandsmitglied der Deutschen Fußball Liga (DFL) und des Deutschen Fußball Bundes.<ref>Neuer DFB-Geschäftsführer: Andreas Rettig - der Unbequeme. 15. September 2023, abgerufen am 4. Juli 2024.</ref>
Ab dem 1. Januar 2013 folgte Rettig Holger Hieronymus als DFL-Geschäftsführer nach.<ref>Christoph Ruf: Neuer DFL-Geschäftsführer Rettig: Der große Kommunikator. Spiegel Online, 5. Januar 2013
Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Vom Augsburg-Macher zum Funktionär: Rettig zur DFL. ( vom 2. Dezember 2013 im Internet Archive) dpa-Artikel in der Augsburger Allgemeinen, 9. Mai 2012.</ref> Anfang 2015 bat Rettig den DFL-Aufsichtsrat um Auflösung seines Vertrages, weil er seine Zukunft im Klubfußball sehe.<ref>Rettig verlässt die DFL. spox.com, 6. Jänner 2015. Abgerufen am 31. März 2016.</ref>
Ab dem 1. September 2015 war Rettig kaufmännischer Geschäftsleiter beim FC St. Pauli.<ref>Andreas Rettig neuer Geschäftsführer beim FC St. Pauli. Sport1.de, 29. Mai 2015.</ref><ref>Andreas Rettig: „Geld ist nicht das Wichtigste“. Interview auf redbulletin.com, März 2016. Abgerufen am 31. März 2016.</ref> Im November 2016 übernahm er dort zusätzlich nach der Trennung von Thomas Meggle kommissarisch den Posten des Geschäftsleiter Sport, ehe dieser im Oktober 2017 mit Uwe Stöver neu besetzt wurde.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.„Klasse, dass es nun losgeht“ – Uwe Stöver als Geschäftsleiter Sport vorgestellt ( vom 2. März 2018 im Internet Archive), fcstpauli.com, 21. September 2017, abgerufen am 2. März 2018.</ref> Im April 2019 übernahm er zusätzlich Stövers Aufgaben nach dessen Entlassung bis zum Ende der Saison 2018/19.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Der FC St. Pauli stellt Uwe Stöver und Markus Kauczinski mit sofortiger Wirkung frei ( vom 28. November 2020 im Internet Archive), fcstpauli.com, 10. April 2019, abgerufen am 10. April 2019.</ref> Zum 30. September 2019 schied Rettig aus persönlichen Gründen aus dem Verein aus.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Andreas Rettig verlässt den FC St. Pauli aus persönlichen Gründen zum 30. September 2019 ( vom 20. Januar 2021 im Internet Archive), fcstpauli.com, 19. März 2019, abgerufen am 19. März 2019.</ref>
Am 2. Mai 2021 stellte Günter Pütz, Präsident des FC Viktoria Köln, Andreas Rettig als neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung vor.<ref>Andreas Rettig kommt zu Viktoria Köln. In: viktoria1904.de. FC Viktoria Köln, abgerufen am 3. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die auf vier Jahre ausgelegte Zusammenarbeit, endete jedoch bereits am 2. Mai 2022, da es unterschiedliche Vorstellungen über die notwendigen nächsten Schritte bei der zukünftigen Entwicklung der Viktoria gab.<ref>Andreas Rettig und Viktoria Köln gehen getrennte Wege. In: viktoria1904.de. FC Viktoria Köln, abgerufen am 2. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nach der Abberufung von Martin Kind als Geschäftsführer der ausgegliederten Profifußball-Gesellschaft von Hannover 96 wurde Rettig als Nachfolger gehandelt.<ref>Sportredaktion RND: Beben bei Hannover 96: Kind lässt Abberufung prüfen — Rettig als Nachfolger im Gespräch. 28. Juli 2022, abgerufen am 29. Juni 2024.</ref>
Am 15. September 2023 wurde Rettig als Nachfolger von Oliver Bierhoff zum neuen DFB-Geschäftsführer Sport berufen.<ref>Rettig neuer DFB-Geschäftsführer Sport. Abgerufen am 15. September 2023.</ref> Nach dem Ausscheiden der Profimannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 gab Rettig bekannt, seinen zum 31. Dezember 2026 auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen.<ref>Julian Nagelsmann verlässt den DFB. dfb.de, 3. Juli 2026, abgerufen am 3. Juli 2026.</ref> Sein Nachfolger wird Per Mertesacker, der bis Jahresende von ihm eingearbeitet werden soll.<ref>Exklusiv: Mertesacker wird neuer DFB-Geschäftsführer Sport beim DFB. In: n-tv Nachrichten. Abgerufen am 24. Juli 2026.</ref>
Privates[Bearbeiten]
Rettig ist verheiratet und Vater einer Tochter. Er spricht sich für soziale Verantwortung in der Fußballbranche aus und setzt sich besonders für die Nachwuchsförderung ein.<ref>DFB: Warum sich Andreas Rettig immer kämpferischer gibt. 30. September 2023, abgerufen am 4. Juli 2024.</ref> Er ist Vereinsmitglied von Rot-Weiss Essen.<ref>RWE-MITGLIED RETTIG: "SOLIDARISCH ZU SEIN, DAS IST UNABDINGBAR". In: dfb.de. 26. März 2020, abgerufen am 19. November 2023 (deutsch).</ref> Gesellschaftspolitisch engagiert er sich insbesondere mit dem SAP-Gründer und Mäzen Dietmar Hopp.<ref>Bundesliga: Dietmar Hopp und Rettig fordern mehr Engagement für Klimaschutz. 9. Januar 2020, abgerufen am 29. Juni 2024.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Marco Carini: Der Fußball braucht eine neue DNA. In: taz.de. 4. Juni 2019 (Andreas Rettig im Interview).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rettig, Andreas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballfunktionär |
| GEBURTSDATUM | 25. April 1963 |
| GEBURTSORT | Leverkusen, Deutschland |
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- Fußballspieler (FV Bad Honnef)
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- Mann