Anna Kroher
Anna Kroher (* 30. Juni 1859 in Augsburg; † 4. Dezember 1943 in Staudach-Egerndach) war eine deutsche Autorin und volkskundliche Sagenforscherin.
Leben[Bearbeiten]
Anna Luise Dorothea Kroher war die Tochter des Großhandelskaufmanns Carl David Troeltsch. Sie heiratete den Sohn des Gründers der Staudacher Zementfabrik, Adolf Kroher.<ref>Universität Passau, Institut für Ostbairische Heimatforschung: Ostbairische Grenzmarken. Passauer Jahrbuch für Geschichte, Kunst und Volkskunde. Band 38, Verlag des Vereins für Ostbairische Heimatforschung, Passau 1996, S. 189.</ref> Ihr volkskundliches Hauptwerk Im Bannkreis der großen Ache vom Chiemsee bis zur bayerischen Grenze von 1917<ref>Eduard Hoffmann-Krayer, Hanns Bächtold-Stäubli: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Band 6: Mauer – Pflugbrot. Walter de Gruyter, Berlin und Leipzig 1935, Nachdruck: 1974, ISBN 3-11-006594-0, S. 16.</ref> erschien 1921, 1971, 1981 und 2003 neu unter dem Titel Im Bannkreis der großen Ache.<ref>Fred Oberhauser, Axel Kahrs: Literarischer Führer Deutschland. Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2008, ISBN 978-3-458-17415-8, S. 1197</ref> Das Buch gilt als Standardwerk zum Thema Achental.
Ehrungen[Bearbeiten]
An der Schule von Staudach-Egerndach erinnert eine Tafel an Anna Kroher<ref>Fred Oberhauser, Gabriele Oberhauser: Literarischer Führer durch Deutschland. Ein Insel-Reiselexikon für die Bundesrepublik Deutschland und Berlin. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-458-14083-2, S. 695.</ref>, am 26. Januar 1930 wurde sie Ehrenbürgerin der Gemeinde Egerndach, in Übersee wurde die Anna-Kroher-Straße nach ihr benannt.<ref>uebersee.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. März 2014; abgerufen am 4. Mai 2014. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Werke (Auswahl)[Bearbeiten]
- Im Bannkreis der großen Ache vom Chiemsee bis zur bayerischen Grenze. Weidinger Verlag, 1917 und 1921.
- Neuauflagen, überarbeitet von Erika (geb. Kroher) u. Karl Müller-Tolk: Im Bannkreis der großen Ache. Marquartstein 1971, 1981, 2003.
- diverse Geschichte und Erzählungen aus dem Chiemgau und dem heutigen bayerischen Raum, teilweise erschienen 1920–1930 in den Heimatbilder aus dem Chiemgau-
Literatur[Bearbeiten]
- Fred Oberhauser, Axel Kahrs: Literarischer Führer Deutschland. Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2008, ISBN 978-3-458-17415-8.
- Universität Passau, Institut für Ostbairische Heimatforschung: Ostbairische Grenzmarken. Passauer Jahrbuch für Geschichte, Kunst und Volkskunde. Band 38, Verlag des Vereins für Ostbairische Heimatforschung, Passau 1996.
- Bernhard Josef Stalla und Gerhard Stalla (Hrsg.): Bücher und Autoren zwischen Inn und Salzach: Biographien und Bibliographie zur Literatur einer kulturellen Region. Traugott Bautz, Nordhausen 2006, ISBN 3-883-09367-X.
- Fred Oberhauser, Gabriele Oberhauser: Literarischer Führer durch Deutschland. Ein Insel-Reiselexikon für die Bundesrepublik Deutschland und Berlin. Insel Verlag, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-458-14083-2.
- Eduard Hoffmann-Krayer, Hanns Bächtold-Stäubli: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Band 6: Mauer – Pflugbrot. Walter de Gruyter, Berlin und Leipzig 1935, Nachdruck: 1974, ISBN 3-11-006594-0.
Weblinks[Bearbeiten]
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Spannende Spurensuche Goldrausch in Unterwössen. ( vom 4. Mai 2014 im Internet Archive) Bayerisches Fernsehen am 15. Oktober 2013, abgerufen am 4. Mai 2014
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kroher, Anna |
| ALTERNATIVNAMEN | Kroher, Anna Luise Dorothea (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Autorin und volkskundliche Sagenforscherin |
| GEBURTSDATUM | 30. Juni 1859 |
| GEBURTSORT | Augsburg |
| STERBEDATUM | 4. Dezember 1943 |
| STERBEORT | Staudach-Egerndach |