Antimon(III)-fluorid
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| Vorlage:Farbe Sb3+ Vorlage:Farbe F− | ||||||||||||||||
| Kristallsystem |
orthorhombisch | |||||||||||||||
| Raumgruppe |
C2cm (Nr. 40, Stellung 4) | |||||||||||||||
| Gitterparameter |
a = 4,95 Å, b = 7,46 Å und c = 7,26 Å<ref name="Kristallstruktur" /> | |||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Antimon(III)-fluorid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
Antimontrifluorid | |||||||||||||||
| Verhältnisformel | SbF3 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
zerfließlicher, kristalliner Feststoff mit weiß bis leicht gräulicher Farbe und stechendem Geruch<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 178,76 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Dichte |
4,38 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Antimon(III)-fluorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
292 °C<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
376 °C<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
sehr leicht in Wasser (4430 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| MAK |
aufgehoben, da cancerogen<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Thermodynamische Eigenschaften | ||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−915,5 kJ·mol−1<ref>A. F. Holleman, N. Wiberg: Anorganische Chemie. 103. Auflage. 1. Band: Grundlagen und Hauptgruppenelemente. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2016, ISBN 978-3-11-049585-0, S. 952 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> | |||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Antimon(III)-fluorid oder Antimontrifluorid ist eine anorganische chemische Verbindung des Antimons aus der Gruppe der Fluoride. Bei Raumtemperatur ist Antimon(III)-fluorid ein weiß bis gräulicher kristalliner Feststoff mit stechendem Geruch. Die Verbindung ist sowohl giftig, krebserzeugend, als auch ätzend.
Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]
Antimontrifluorid lässt sich durch Reaktion von wasserfreiem Fluorwasserstoff mit Antimon(III)-oxid herstellen. Hierbei entsteht Antimon(III)-fluorid und Wasser.
- <chem>Sb2O3 + 6HF -> 2SbF3 + 3H2O</chem>
Eigenschaften[Bearbeiten]
Physikalische Eigenschaften[Bearbeiten]
Antimon(III)-fluorid autodissoziert zu Difluoroantimon(III)-Kationen und Tetrafluoroantimonat(III)-Anionen.
- <chem>2SbF3 <=> SbF2+ + SbF4-</chem>
Dadurch leitet geschmolzenes Antimontrifluorid auch elektrischen Strom. Die Difluoroantimon(III)-Kationen werden von umgebenden Antimon(III)-fluorid-Molekülen stabilisiert. Antimon(III)-fluorid kristallisiert orthorhombisch, Raumgruppe C2cm (Raumgruppen-Nr. 40, Stellung 4), mit den Gitterparametern a = 4,95 Å, b = 7,46 Å und c = 7,26 Å.<ref name="Kristallstruktur">A. J. Edwards: Fluoride crystal structures. Part XIV. Antimony trifluoride: A redetermination. In: Journal of the Chemical Society. Nr. 0, 1970, S. 2751–2753, doi:10.1039/J19700002751.</ref>
Chemische Eigenschaften[Bearbeiten]
Antimon(III)-fluorid ist eine starke Lewis-Säure aber eine verhältnismäßig schwache Lewis-Base. Mit Donorfluoriden bildet es Fluorokomplexe.
Verwendung[Bearbeiten]
Antimon(III)-fluorid wird als mäßig aktives Fluorierungsmittel, bevorzugt für niedrig schmelzende Fluoride, verwendet. Diese lassen sich anschließend vom überschüssigen Antimon(III)-fluorid abdestillieren. Außerdem dient es als Beizmittel zum Färben und wird bei der Herstellung von Keramik verwendet.
Sicherheitshinweise[Bearbeiten]
Antimon(III)-fluorid ist für den Menschen giftig. Einatmen von Antimon(III)-fluorid kann zu chemischer Lungenentzündung und Lungenödem führen. Der direkte Kontakt kann zu starken Schädigungen der Haut, der Gewebe der Schleimhäute sowie der Atemwege und der Augen führen.
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9.
- G. H. Aylward, T. J. V. Findlay: Datensammlung Chemie in SI-Einheiten. 3. Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 1999, ISBN 3-527-29468-6.
- Eintrag zu Antimonfluoride. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum
- Georg Brauer (Hrsg.): Handbook of Preparative Inorganic Chemistry. 2. Auflage. Band 1. Academic Press, 1963, ISBN 978-0-12-395590-6, S. 199, doi:10.1016/B978-0-12-395590-6.X5001-7.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Giftiger Stoff bei Hautkontakt
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Ätzender Stoff
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Wikipedia:Beobachtung/Vorlage:Holleman-Wiberg/Startseite fehlt
- Antimonverbindung
- Fluorid
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 75