Antú Romero Nunes
Antú João Romero Nunes (* 11. Oktober 1983 in Tübingen) ist ein deutscher Theaterregisseur.
Leben[Bearbeiten]
Antú Romero Nunes wurde als Sohn eines portugiesischen Vaters und einer chilenischen Mutter geboren. Er wuchs in Tübingen auf, wo er die Geschwister-Scholl-Schule besuchte. Nach ersten Theatererfahrungen als Regisseur und Schauspieler am Theater Lindenhof in Melchingen, einem freien Theater der sogenannten Off-Szene, arbeitete Antú Romero Nunes zunächst in Chile als Regie- und Produktionsassistent für Theater- und Filmproduktionen. Nach Deutschland zurückgekehrt, assistierte und inszenierte er an den Freilichtspielen Schwäbisch Hall, bevor er im Jahr 2005 das Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin aufnahm und im Sommer 2009 mit seiner Diplominszenierung Der Geisterseher von Schiller abschloss. Diese und weitere Inszenierungen verschafften ihm Aufmerksamkeit als Nachwuchsregisseur. 2010 wurde er der jüngste Hausregisseur in der Geschichte des Maxim-Gorki-Theaters Berlin. Seit 2014 ist er Hausregisseur am Thalia Theater Hamburg gewesen. Er inszenierte außerdem am Schauspielhaus Zürich, am Wiener Burgtheater und am Berliner Ensemble. Seine erste Regiearbeit im Bereich Musiktheater legte er 2014 an der Bayerischen Staatsoper München vor.
In der Spielzeit 2020/2021 begann er, in einem gleichberechtigten Viererteam mit den Dramaturginnen Anja Dirks (geschäftsführend) und Inga Schonlau (Chefdramaturgin) sowie Schauspieler Jörg Pohl die Schauspielsparte am Theater Basel zu leiten.<ref>Heutige Leitungskultur: Vierer-Team leitet ab 2020 das Schauspiel Basel, nachtkritik.de vom 8. Juni 2019, abgerufen am 6. März 2020</ref>
Nunes ist Vater eines Kindes.<ref>Alfred Schlienger: Basler Schauspiel: Antú Romero Nunes und die Kunst der Unterhaltung. In: Neue Zürcher Zeitung. 22. August 2024, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 22. August 2024]).</ref>
Inszenierungen[Bearbeiten]
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- Hamlet (teilweise) am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin
- Mir fehlt nichts am Düsseldorfer Schauspielhaus
- Don't wanna die watching Spiderman 3 von Antú Romero, Simon Bauer und Nils Kahnwald auf mehreren europäischen Theatertreffs; später am Staatstheater Karlsruhe
- Der Geisterseher von Friedrich Schiller am Maxim-Gorki-Theater Berlin<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Der Geisterseher 2009 am Maxim-Gorki-Theater Berlin ( vom 29. September 2010 im Internet Archive)</ref> (eingeladen zum Festival Radikal jung 2010 des Münchner Volkstheaters<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Der Geisterseher 2010 beim Festival Radikal jung München ( vom 13. August 2010 im Internet Archive)</ref>)
- Abgesoffen von Eugenio López; Uraufführung am Schauspiel Frankfurt<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Abgesoffen 2009 am Schauspiel Frankfurt ( vom 4. Oktober 2010 im Internet Archive)</ref>
- Sinn von Anja Hilling (gewann den ersten Ensemblepreis und den Preis der Studierenden im Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Theatertreffen deutschsprachiger Schauspiel-Studierender, Leipzig 2010 ( vom 31. Mai 2013 im Internet Archive) (PDF, 4,65 MB)</ref>)
- Invasion! von Khmeiri am Thalia Theater Hamburg<ref>Programmhinweis, Abruf Juli 2018.</ref>
- Das Prinzip Meese von Oliver Kluck am Maxim-Gorki-Theater Berlin<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Das Prinzip Meese 2010 am Maxim-Gorki-Theater Berlin ( vom 27. September 2010 im Internet Archive)</ref>
- Keiner weiß mehr 2 oder Martin Kippenberger ist nicht tot von Fritz Kater am Maxim Gorki Theater; als Teil von Blühende Landschaften<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Keiner weiß mehr 2 oder Martin Kippenberger ist nicht tot 2010 am Maxim-Gorki-Theater Berlin ( vom 26. September 2010 im Internet Archive)</ref>
- Kohlhaas von Kleist am Theater Lindenhof<ref>http://www.theater-lindenhof.de/index.php?docid=150&mid=22&ms1=3&ms2=2</ref>
- Atropa. Die Rache des Friedens von Tom Lanoye am Thalia Theater Hamburg; Premiere am 30. Oktober 2010<ref>http://www.thalia-theater.de/h/archiv_35_de.php?play=261</ref>
- Peer Gynt von Henrik Ibsen am Schauspiel Frankfurt; Premiere am 16. Dezember 2010<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Peer Gynt 2010 am Schauspiel Frankfurt ( vom 10. November 2010 im Internet Archive)</ref>
- Rocco und seine Brüder nach dem Film von Luchino Visconti am Maxim-Gorki-Theater Berlin; Premiere am 5. Mai 2011<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Rocco und seine Brüder 2011 am Maxim-Gorki-Theater Berlin ( vom 28. September 2010 im Internet Archive)</ref>
- Merlin oder Das wüste Land von Tankred Dorst am Thalia Theater Hamburg; Premiere am 3. September 2011<ref>http://www.thalia-theater.de/h/repertoire_33_de.php?play=454</ref>
- Familie Schroffenstein von Heinrich von Kleist am Maxim-Gorki-Theater Berlin; Premiere am 19. November 2011<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Familie Schroffenstein 2011 am Maxim-Gorki-Theater Berlin ( vom 23. Februar 2012 im Internet Archive)</ref>
- Zeit zu lieben Zeit zu sterben von Fritz Kater am Maxim-Gorki-Theater Berlin; Premiere am 9. März 2012<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Zeit zu lieben Zeit zu sterben 2012 am Maxim-Gorki-Theater Berlin ( vom 21. Dezember 2011 im Internet Archive)</ref>
- Solaris von Stanislaw Lem am Schauspielhaus Zürich; Premiere am 18. Mai 2012<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Solaris 2012 am Schauspielhaus Zürich ( vom 15. Mai 2012 im Internet Archive)</ref>
- Die Räuber von Schiller am Maxim-Gorki-Theater Berlin; Premiere am 30. August 2012<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Räuber 2012 am Maxim-Gorki-Theater Berlin ( vom 18. August 2016 im Internet Archive)</ref>
- Einige Nachrichten an das All von Wolfram Lotz am Burgtheater Wien; Premiere am 23. November 2012<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Einige Nachrichten an das All 2012 am Burgtheater Wien ( vom 5. März 2016 im Internet Archive)</ref>
- Das Geisterhaus von Isabel Allende am Akademietheater Wien; Uraufführung Januar 2014<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Das Geisterhaus 2014 am Akademietheater Wien ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>
- Die Macht der Finsternis von Leo Tolstoi am Akademietheater Wien; 2015
- Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht am Thalia Theater Hamburg; Premiere am 12. September 2015<ref>http://www.thalia-theater.de/de/spielplan/repertoire/die-dreigroschenoper/</ref>
- Die Odyssee – Eine Irrfahrt nach Homer am Thalia Theater Hamburg; Premiere am 20. Mai 2017,<ref>DIE ODYSSEE. Abgerufen am 24. Mai 2017.</ref> eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2018
- Eine Familie von Tracy Letts am Thalia Theater; Premiere am 23. Februar 2019<ref>Stefan Forth: Der Schatten großer Frauen, Rezension auf nachtkritik.de vom 23. Februar 2019, abgerufen am 6. März 2020</ref>
- Max und Moritz. Eine Bösebubengeschichte für Erwachsene nach Wilhelm Busch, Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen mit dem Berliner Ensemble, Premiere am 10. Mai 2019<ref>Dorothea Marcus: Böse Buben machen Rums, Rezension auf nachtkritik.de vom 10. Mai 2019, abgerufen am 6. März 2020</ref>
- Neverland nach Motiven von J. M. Barrie am Thalia Theater Hamburg; Premiere am 12. Oktober 2019
- La flauta mágica / Die Zauberflöte von Horacio Salinas (Musik) und Guillermo Calderón (Text) am Theater Heidelberg, Europäische Premiere am 1. Februar 2020<ref>Sabine Leucht: Die Zerstörung der Kindheit, Rezension auf nachtkritik.de vom 1. Februar 2020, abgerufen am 6. März 2020</ref>
- Metamorphosen nach Ovid am Theater Basel<ref>Daniele Muscionico: Wer hat Hollywood erfunden? Ein alter Römer war’s – das Theater Basel feiert Saisoneröffnung auf dem Olymp. 11. Oktober 2020, abgerufen am 24. Mai 2026.</ref>, Premiere 9. Oktober 2020, eingeladen zum Schweizer Theatertreffen<ref>Schweizer Theatertreffen | Metamorphosen. Abgerufen am 24. Mai 2026.</ref>
- Der Räuber Hotzenplotz von Ottfried Preussler am Theater Basel<ref>Der Räuber Hotzenplotz (Theater Basel, 2020) | Theapolis. Abgerufen am 24. Mai 2026.</ref>, Premiere 27. November 2020
- Moby Dick – das Solo nach Herman Melville am Theater Basel, Premiere 24. April 2021
- Onkel Wanja von Anton Tschechow in einer schweizerdeutschen Fassung von Lucien Haug am Theater Basel, Premiere am 6. Mai 2021<ref>Medienmitteilung vom 6. Mai 2021: Premiere ‹Onkel Wanja›. (PDF) In: theater-basel.ch. Theater Basel, abgerufen am 10. Juni 2022: „Inszenierung – Antú Romero Nunes“</ref>
- Die Mühle von Saint Pain von Anne Haug und Lucien Haug am Theater Basel<ref>So fest weh kann Familie tun. 23. Oktober 2021, abgerufen am 24. Mai 2026.</ref>, Premiere am 22. Oktober 2021
- Der Diener zweier Herren von Carlo Goldoni am Berliner Ensemble,<ref>Antú Romero Nunes – Produktionen. Abgerufen am 30. März 2022.</ref> Premiere am 9. Dezember 2021
- Was geschah mit Daisy Duck am Theater Basel<ref>Dominique Spirgi: Das Theater Basel sucht indirekt nach Daisy Duck. In: bz Basel. 1. April 2022 (bzbasel.ch [abgerufen am 24. Mai 2026]).</ref>, Premiere 31. März 2022
- Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare am Theater Basel<ref>Julia Nehmiz: Ein Sommernachtstraum – Theater Basel – Antú Romero Nunes zeigt den Klassiker als Meta-Theaterfest des Laienspiels. 18. Dezember 2022, abgerufen am 24. Mai 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, Premiere am 17. Dezember 2022, eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2023<ref>Ein Sommernachtstraum. 30. April 2026, abgerufen am 24. Mai 2026.</ref>
- Molière – der eingebildete Tote von Nona Fernández am Theater Basel<ref>„Molière – Der eingebildete Tote“ am Theater Basel. 3. April 2023, abgerufen am 24. Mai 2026.</ref>, Premiere am 31. März 2023
- Antigone von Lucien Haug nach Sophokles am Theater Basel<ref>Claude Bühler: Antigone – Theater Basel – Antú Romero Nunes inszeniert eine Schweizerdeutsche Sophokles-Übertragung von Lucien Haug. Abgerufen am 24. Mai 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, Premiere am 8. September 2023
- Achilles – ein Stück mit Fersen am Theater Basel<ref>Kauderwelsche Theater-Nummer: «Achilles – Ein Stück mit Fersen». 18. März 2024, abgerufen am 24. Mai 2026.</ref>, Premiere am 15. März 2024
- Empusion von Olga Tokarczuk in einer Dramatisierung von Lucien Haug, Premiere am 4. September 2024 im Rahmen des Lausitz Festivals, Koproduktion mit dem Schauspiel Köln und dem Theater Basel
- Die Krume Brot von Lukas Bärfuss am Theater Basel<ref>Jakob Hayner WELT: Theater auf der Höhe der Zeit: Das Wunder von Basel - WELT. 17. Dezember 2024, abgerufen am 24. Mai 2026.</ref>, Premiere 13. Dezember 2024, eingeladen zum Schweizer Theatertreffen
- Hamlet von William Shakespeare in einer Übersetzung von Lucien Haug am Theater Basel<ref>Theater Basel: Antú Romero Nunes inszeniert „Hamlet“ neu. 10. September 2025, abgerufen am 24. Mai 2026.</ref>, Premiere am 5. September 2025
- Hard Times nach Charles Dickens In einer Dramatisierung von Lucien Haug, Premiere am 25. April 2026, eine Koproduktion von den Ruhrfestspielen und Thalia Theater Hamburg.<ref>Katrin Ullmann: "Saltos im Tricksattel": Hard Times - Thalia Theater Hamburg, Rezension auf nachtkritik.de vom 26. April 2026, abgerufen am 27. April 2026</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 2010: Nachwuchsregisseur des Jahres (Theater heute) für Das Prinzip Meese
- 2011: Kurt-Hübner-Regiepreis für Rocco und seine Brüder,<ref>Laudatio von Klaus Völker anlässlich der Verleihung des Kurt-Hübner-Preises an Antú Romero Nunes. In: thalia-theater.de. 19. März 2018, abgerufen am 19. März 2018.</ref>
- 2012: Friedrich-Luft-Preis für Die Räuber<ref>Friedrich-Luft-Preis 2012 für Antú Romero Nunes, nachtkritik.de vom 24. Februar 2013, abgerufen am 6. März 2020</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Der Spielplatzbauer – taz vom 9. April 2010
- Der Senkrechtstarter – kulturSpiegel 4/2010
- Die rasante Theaterkarriere des Antu Romero Nunes – Schwäbisches Tagblatt vom 7. September 2010
- Antú Romero Nunes bei Theapolis
- Antú Romero Nunes bei nachtkritik.de
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Romero Nunes, Antú |
| ALTERNATIVNAMEN | Romero Nunes, Antú Joao |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Theaterregisseur |
| GEBURTSDATUM | 11. Oktober 1983 |
| GEBURTSORT | Tübingen |