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Aphanomyces

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Aphanomyces
Datei:Kreeftenpest.jpg

Krebspest (Aphanomyces astaci)

Systematik
Domäne: Eukaryoten (Eukaryota)
Unterabteilung: Heterokonta
Klasse: Eipilze (Oomycetes)
Ordnung: Saprolegniales
Familie: Leptolegniaceae
Gattung: Aphanomyces
Wissenschaftlicher Name
Aphanomyces
de Bary 1860

Aphanomyces ist eine Pilzgattung innerhalb der Ordnung der Eipilze.<ref>William W. Scott: A monograph of the genus Aphanomyces. In: Technical Bulletin. Virginia Agricultural Experiment Station, 151, 1961.</ref> 2003 waren 45 Arten beschrieben.<ref name=workshop>N. J. Grünwald, C. J. Coyne (Hrsg.): Proceedings of the Second International Aphanomyces. Workshop Pasco, Washington, 17.–18. Juni 2003, USDA ARS.</ref> Einige Aphanomyces wurden als wichtige Wirtschaftsschädlinge für essbare Pflanzen, Edelkrebse und Fische erkannt.<ref name=workshop /> Einige der Arten sind auf den Befall eines Taxons beschränkt, so parasitiert Aphanomyces iridis nur Schwertlilien. Andere sind nicht so spezialisiert, so kann Aphanomyces euteiches verschiedene Gemüse befallen. Während sie vereinzelt Tierseuchen unter Wasserorganismen auslösen können, sind humanpathogene Aphanomyces nicht bekannt.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Gattung charakterisiert sich durch feine, durchscheinende bis hellbraune, nicht wuchernde Hyphen, die 20 Mikrometer Durchmesser nicht überschreiten. Vegetative Hyphen unterscheiden sich nicht von den ebenfalls fädigen Zoosporangien, die Zoosporangien in einer Reihe innerhalb der Hyphe produzieren. Diese Freisetzung (in einer Reihe) der primär gebildeten Zoosporen ist das taxonomisch wichtige Merkmal, Aphanomyces von anderen Gattungen der Ordnung zu unterscheiden. Ähnlich wie die Gattung Achlya bilden sie gleich nach der Freisetzung Zysten in Gruppen. Manchmal bilden die Zoosporen aber auch schon Zysten innerhalb der Zoosporangien wie in der Gattung Aplanes. Die primären Zoosporen sind meist länglich, ellipsoid oder spindelförmig, die sekundären Zoosporen sind nierenförmig und seitlich mit 2 Geißeln (biflagellat). Die meist einzeln oder selten zu zweit gebildeten Oogonien sind endständig oder seitlich, unterschiedlich in Größe, Gestalt oder Wandoberfläche. die Antheridien sind generell diklin oder monoklin, selten androgyn.<ref name="Markovskaja2007" />

Ökologie[Bearbeiten]

Die Lebensweise der Arten ist äußerst unterschiedlich. Manche leben im feuchten Boden oder im Wasser, sind saprotroph oder leben parasitisch auf Pflanzen, Algen, aquatischen Pilzen, Insekten, Flusskrebsen und Fischen.<ref name="Markovskaja2007" />

Arten[Bearbeiten]

Aphanomyces stellt eine monophyletische Gattung dar, die sich in drei Gruppen aufspaltete:<ref>Javier Diéguez-Uribeondo, Miguel A. García, Lage Cerenius, Eva Kozubíková, Isabel Ballesteros, Carol Windels, John Weiland, Howard Kator, Kenneth Söderhäll, María P. Martín: Phylogenetic relationships among plant and animal parasites, and saprotrophs in Aphanomyces (Oomycetes). In: Fungal Genetics and Biology, Band 46, Nr. 5, Mai 2009, S. 365–376, doi:10.1016/j.fgb.2009.02.004.</ref>

  1. Parasiten von Tieren
  2. Parasiten von Pflanzen
  3. Saprobionten oder opportunistische Parasiten

Artenliste:<ref name=workshop />

Biologische Bekämpfung[Bearbeiten]

Bekämpft werden können Aphanomyces durch verschiedene Bacillus-Arten. In der Landwirtschaft werden dazu Bacillus subtilis<ref>C. Estevez de Jensen, J. A. Percich, P. H. Graham: Integrated management strategies of bean root rot with Bacillus subtilis and Rhizobium in Minnesota. In: Field Crops Research, 74, Nr. 2, 2002, S. 107–115.</ref> und Bacillus cereus<ref>Jo Handelsman et al.: Biological control of damping-off of alfalfa seedlings with Bacillus cereus UW85. In: Applied and Environmental Microbiology, 56, Nr. 3, 1990, S. 713–718 (PDF).</ref><ref>Laura A. Silo-Suh et al.: Biological activities of two fungistatic antibiotics produced by Bacillus cereus UW85. In: Applied and Environmental Microbiology, 60, Nr. 6, 1994, S. 2023–2030 (PDF).</ref> eingesetzt. Jedoch wird letzteres biologisches Fungizid wegen potentieller Milzbrand-Toxine skeptisch betrachtet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Markovskaja2007"> Markovskaja Svetlana: The genus Aphanomyces (Leptolegniaceae, Peronosporomycetes) in Lithuania. In: Botanica Lithuanica. Band 13, 2007, S. 237–244 (online über researchgate). </ref>

</references>