Appelhof
Appelhof Markt Allersberg
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(0)&title=Appelhof 49° 15′ N, 11° 13′ O
{{#coordinates:49,2436|11,2131|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Appelhof | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 380 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 0 (31. Dez. 2025)<ref name="Einwohner">Zahlen und Fakten. In: allersberg.de. Abgerufen am 3. Mai 2026.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 90584 | |||||
| Vorwahl: | 09176 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Appelhof ist ein Gemeindeteil des Marktes Allersberg im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Appelhof liegt in der Gemarkung Altenfelden.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref>
Lage[Bearbeiten]
Der Ort liegt etwa zwei Kilometer südwestlich von Allersberg und 300 m nordwestlich des Rothsees. 300 m östlich verlaufen die Bundesautobahn 9 und die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt. Südlich fließt die Kleine Roth vorbei und mündet bald darauf in den Rothsee. Einziges Anwesen ist das Rokoko-Schlösschen Appelhof.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Appelhof wurde 1457 erstmals urkundlich erwähnt, als Veit Ellwanger, ein Spross einer Nürnberger Patrizierfamilie, u. a. "Stücke zu Appel" an Herzog Ludwig IX den Reichen verkaufte.<ref>Wolfgang Wiessner: Historischer Atlas von Bayern / Teil Franken / Reihe I / Heft 24 / Hilpoltstein / Seite 116 (Altenfelden) / Kommission für bayerische Landesgeschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.) / Michael Lassleben, Kallmünz (Verlag) / München 1978. In: MDZ Münchener DigitalisierungsZentrum, Digitale Bibliothek. BSB Bayerische StaatsBibliothek, abgerufen am 3. Mai 2026.</ref>
Danach gehörte Appelhof diversen Nürnberger Patrizierfamilien. Das heutige Schloss wurde um 1760 von dem Allersberger Fabrikanten Jacob Gilardi erbaut und diente seiner Familie als Sommerresidenz. Es trägt die Handschrift des Architekten Gabriel de Gabrieli; ob er tatsächlich der Baumeister war, ist nicht bekannt. 1889 wurde es von dem Stiftefabrikanten Lothar von Faber erworben und ist bis heute im Besitz der Familie Faber-Castell.<ref name=":0">Ein vergessenes Schloss erwacht wieder, Wochenanzeiger Roth vom 10. Februar 2015, S. 20.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Appelhof aus einem Schloss und einer Kapelle. Das Hochgericht übte das pfalz-neuburgische Landrichteramt Allersberg aus. Der Fabrikant Jacob Gilardi war Grundherr des Anwesens.<ref name="W206">Wolfgang Wiessner: Hilpoltstein, S. 206.</ref> Im Rahmen des Gemeindeedikte von 1808 bzw. 1818 wurde Appelhof dem Steuerdistrikt Guggenmühle und der Ruralgemeinde Altenfelden zugewiesen.<ref>W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 250.</ref> Eine im späten 19. Jahrhundert projektierte Bahnstrecke zwischen Lohgarten-Roth und Allersberg wäre über Appelhof verlaufen.<ref>Akta des Stadtrats Roth b. Nbg. Betreff Lokalbahn Roth–Allersberg 1887/1900. Digitalisat aus den Beständen des Stadtarchivs Roth. 1900, S. 75 (verfügbar auf Commons).</ref> Am 1. Juli 1971 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Eingemeindung nach Allersberg.<ref>Allersberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 5. Juli 2025.</ref>
Das Anwesen ist seit 2011 unbewohnt. Eine Restaurierung ist geplant.<ref>Neues Leben für Schloss Appelhof? 23. September 2023, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref>
Baudenkmäler[Bearbeiten]
- Jagd- und Lustschlösschen Appelhof<ref>Denkmalliste für Allersberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Appelhof ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Himmelfahrt (Allersberg) gepfarrt.<ref name="W206"/><ref>Katholische Pfarrei Maria Himmelfahrt, Allersberg. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 12. Juni 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich nach Eckersmühlen gepfarrt,<ref name="OV 1950"/> seit den 1960er Jahren ist die Pfarrei Allersberg zuständig.<ref name="OV 1961"/>
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Appelhof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 160 (Digitalisat).
- Vorlage:Mader Bezirksamt Hilpoltstein
- Wolfgang Wiessner: Hilpoltstein (= Kommission für Bayerische Landesgeschichte [Hrsg.]: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 24). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1978, ISBN 3-7696-9908-4 (Digitalisat).
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Appelhof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Appelhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
<references responsive />
Altenfelden | Appelhof | Brunnau | Ebenried | Eisbühl | Eismannsdorf | Eppersdorf | Eulenhof | Fischhof | Göggelsbuch | Grashof | Guggenmühle | Harrhof | Heblesricht | Kronmühle | Lampersdorf | Polsdorf | Realsmühle | Reckenricht | Reckenstetten | Sankt Wolfgang | Schönbrunn | Stockach | Uttenhofen | Wagnersmühle
Wüstungen: Dockenmühle | Hünerhof | Kellerhaus | Kleehof