Araeococcus
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| Araeococcus | ||||||||||||
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| Datei:Araeococcus flagellifolius - infl 1.jpg | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Araeococcus | ||||||||||||
| Brongn. |
Die Araeococcus sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Bromelioideae innerhalb der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae). Die nur noch etwa vier Arten sind von Zentral- bis ins nördliche Südamerika verbreitet.
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Die Araeococcus-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Sie gedeihen meist epiphytisch, selten terrestrisch. Es sind relativ kleine Arten mit geringen Trichterdurchmessern. Sie bilden durch Kindel kleine Bestände oder wachsen durch Ausläufer rasenförmig (Araeococcus flagellifolius).
Die wechselständig und in einer grundständigen Rosette angeordneten Laubblätter bilden schlanke, höher als breite Blatttrichter, die bei Araeococcus flagellifolius fast binsenartig wirken. Die derben Blattspreiten sind breit bis bei Araeococcus flagellifolius peitschenartig schmal (Artepitheton flagellifolius für peitschenartiges Blatt) und enden in einer Stachelspitze. Die Blattränder sind glatt oder gesägt, stachelig bewehrt. Die Blattflächen sind mit Saugschuppen bedeckt.<ref name="FloraNeotropica1979" />
Generative Merkmale[Bearbeiten]
An bis zu 1 Meter langen, aufrechten bis überhängenden Blütenstandsschäften befinden sich verzweigte, doppelt- oder mehrfachtraubige Blütenständen (Infloreszenzen) in denen vielen gestielten Blüten meist locker angeordnet sind. An den Blütenständen sitzen relativ unauffällige Hochblätter (Brakteen).
Die relativ unscheinbaren, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Es sind drei Kelchblätter vorhanden. Die drei freien Kronblätter sind grün oder violett. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Drei Fruchtblätter sind zu unterständigen Fruchtknoten verwachsen.
Die Blütenformel lautet: <math>\star \; K_3 \; C_3 \; A_{3+3} \; G_{\overline{(3)}}</math>
Es werden saftarme Beeren gebildet.
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Adolphe Brongniart stellte die Gattung Araeococcus 1841 mit der Typusart Araeococcus micranthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Brongn. in Annales des Sciences Naturelles; Botanique, Ser. 2, 15, S. 370 auf.<ref name="Luther2008" /><ref name="BromeliadEncyclopaedia" /> Der Gattungsname Araeococcus leitet sich vom griechischen Wort araios für dünn und dem lateinischen Wort coccum für Beere ab.<ref name="Grant1998" /><ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
Das neotropische Verbreitungsgebiet der Gattung Araeococcus reicht von Costa Rica über Venezuela, Kolumbien, Bolivien bis Brasilien, sowie Trinidad und Tobago.
Es gibt seit 2020 nur noch etwa vier Araeococcus-Arten (Stand 2025):<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Araeococcus flagellifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Harms: Sie gedeiht epiphytisch an Bäumen und Felsen im tropischen Regenwald und in der Savanne in Höhenlagen von 150 bis 240 Metern im Einzugsgebiet des Orinoco sowie Amazonas in Kolumbien, Venezuela, Surinam sowie Brasilien.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Araeococcus goeldianus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.B.Sm.: Sie gedeiht epiphytisch an Bäumen und Felsen in Höhenlagen von 10 bis 80 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Amapá.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Araeococcus micranthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Brongn.: Sie ist in Venezuela, Brasilien, Guayana und auf den Inseln Trinidad sowie Tobago verbreitet. Sie gedeiht selten terrestrisch, meist epiphytisch in unterschiedlichen Waldtypen in Höhenlagen von 80 bis 470 Metern.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Araeococcus pectinatus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.B.Sm.: Sie gedeiht epiphytisch in tropischen Regenwäldern in Höhenlagen von 30 bis 540 Metern in Costa Rica sowie Kolumbien.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
Durch Pontes et al. 2020 wurden Arten in die neue Gattung Pseudaraeococcus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Mez) R.A.Pontes & Versieux ausgegliedert:<ref name="Pontes2020" /><ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Pseudaraeococcus chlorocarpus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Wawra) R.A.Pontes & Versieux (Syn.: Lamprococcus chlorocarpus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wawra, Araeococcus chlorocarpus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Wawra) Leme & J.A.Siqueira): Die Erstbeschreibung erfolgte 1862 und die Neukombination 2020. Sie kommt in den brasilianischen Bundesstaaten Pernambuco, Bahia sowie Alagoas vor.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Pseudaraeococcus montanus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Leme) R.A.Pontes & Versieux (Syn.: Araeococcus montanus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Leme): Die Erstbeschreibung erfolgte 1999 und die Neukombination 2020. Sie gedeiht epiphytisch nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Pseudaraeococcus nigropurpureus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Leme & J.A.Siqueira) R.A.Pontes & Versieux (Syn.: Araeococcus nigropurpureus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Leme & J.A.Siqueira): Die Erstbeschreibung erfolgte 2006 und die Neukombination 2020. Sie gedeiht epiphytisch in Höhenlagen von etwa 130 Metern im brasilianischen Bundesstaat Bahia.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Pseudaraeococcus parviflorus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Mart. ex. Schult. f.) R.A.Pontes & Versieux (Syn.: Billbergia parviflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mart. ex Schult. & Schult. f., Aechmea parviflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Mart. ex Schultes f.) Baker, Araeococcus parviflorus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Mart. ex Schultes & Schultes f.) Lindman): Die Neukombination erfolgte 2020. Sie gedeiht terrestrisch oder epiphytisch in Wäldern in Höhenlagen von 30 bis 100 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
- Pseudaraeococcus sessiliflorus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Leme & J.A.Siqueira) R.A.Pontes & Versieux (Syn.: Araeococcus sessiliflorus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Leme & J.A.Siqueira): Die Erstbeschreibung erfolgte 2006 und die Neukombination 2020. Sie gedeiht epiphytisch im feuchten Mata Atlântica in Höhenlagen von 50 bis 650 Metern im brasilianischen Bundesstaat Bahia.<ref name="BromeliadEncyclopaedia" />
Nutzung[Bearbeiten]
Man findet Araeococcus-Arten selten in privaten Sammlungen, aber in einigen botanischen Gärten.
Quellen[Bearbeiten]
- Eric J. Gouda, Derek Butcher, Kees Gouda: Encyclopaedia of Bromeliads, Version 5, 2023. In „Species Index“ oder „synonyms“ auf Araeococcus, anschließend auf die Art/Unterart klicken. Zuletzt eingesehen am 23. Januar 2026
Literatur[Bearbeiten]
- Werner Rauh: Bromelien – Tillandsien und andere kulturwürdige Bromelien. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1990, ISBN 3-8001-6371-3 (Araeococcus ab S. 366)
- Lyman Bradford Smith, Robert Jack Downs: Bromelioideae (Bromeliaceae). In: Flora Neotropica Monograph, Volume 14, 3, 1979. (Araeococcus ab S. 1506)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="BromeliadEncyclopaedia"> Eric J. Gouda, Derek Butcher, Kees Gouda: Encyclopaedia of Bromeliads, Version 5, 2023. In „Species Index“ auf Araeococcus klicken. zuletzt eingesehen am 31. März 2021 (englisch) </ref> <ref name="FloraNeotropica1979"> Lyman B. Smith, Robert J. Downs: Bromeliaceae in Flora Neotropica, Monograph 14, Teil 3, Bromelioideae, Hafner Press, New York, 1979. </ref> <ref name="Grant1998"> Jason R. Grant An Annotated Catalogue of the Generic Names of the Bromeliaceae. In: The Marie Selby Botanical Gardens, 1998. (Herkunft der Gattungsnamen in der Familie der Bromeliaceae in englischer Sprache) </ref> <ref name="Luther2008"> Harry E. Luther: An Alphabetical List of Bromeliad Binomials, 2008 in The Marie Selby Botanical Gardens, Sarasota, Florida, USA. Veröffentlicht durch The Bromeliad Society International. </ref> <ref name="Pontes2020"> Ricardo Ambrósio Soares Ponte, Alice Calvente, Leonardo de Melo Versieux: Morphology and distribution support Pseudaraeococcus (Bromeliaceae, Bromelioideae) as a new genus from the Atlantic forest of Northeastern Brazil. In: PlantNow, Volume 1, Issue 2, August 2020, S. 43–51. doi:10.6084/m9.figshare.12895139 </ref> </references>