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Argippaioi

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Die Argippaioi (Ἀργιππαῖοι, eingedeutscht Argippäer) sind ein antikes zentralasiatisches Volk, das aus Herodots Historien (4, 23) bekannt ist.

Herodot[Bearbeiten]

„Hinter dem Fluss Tanais“, dem Don, ende das skythische Land und es beginne auf einer Strecke „von fünfzehn Tagesreisen“ ein kahles, baumloses Land, das von den Sauromaten bewohnt sei. In dem anschließenden Landstrich, dicht bewaldet, lebten laut Herodot die Budinoi. An dieses Land angeschlossen breite sich eine Wüste aus und noch weiter nördlich lebten nur noch Jägerstämme.

Noch weiter nördlich, so berichtet Herodot, auf fruchtbaren Böden am Fuße hoher Berge, lebten die Argippaioi. Man wird sie im Gebiet des südlichen Ural nördlich des Aralsees und westlich des Irtysch verorten können. Sie seien von der Geburt an kahlköpfig, und zwar Männer wie Frauen; sie hätten flache Nasen und breite Gesichter, für den Handel mit ihnen brauchten die Skythen Dolmetscher, was auf einen asiatischen Ursprung dieses Volkes hindeutet, Tomaschek (s. Literatur) hält sie Urtürken, also für Ahnen der Kök-Türken. Ihre Kleidung ähnele der der Skythen: lange Hose, Stiefel, ein Überrock mit Ärmeln und Kapuze. Sie lebten unter Bäumen, über deren Geäst sie im Winter Filz spannten. Das lässt an jurtenähnliche Zelte mit einem zentralen Pfahl denken. Lebensgrundlage war etwas Schafzucht und das Sammeln von Waldfrüchten, die sie mit Milch zu einem nahrhaften Brot vermischen. Tomaschek identifiziert die Frucht als Traubenkirsche.

Herodot schreibt weiter: „Kein Mensch tut diesen ein Leid an, denn sie gelten für heilig. Auch haben sie keine kriegerische Waffe; dabei sind sie es, welche die Streitigkeiten der Nachbarn schlichten und wer zu ihnen als Flüchtling entkommen ist, dem tut niemand etwas zuleide.“ Sie waren bei den Skythen angesehen. Die Skythen trieben mit ihnen einen regelmäßigen Handel – vielleicht waren sie die Zwischenhändler zum sibirischen Gold am Ob und Altai.

Ihre Nachbarn waren die Arimaspen, Gold hütende Greifen sowie die Issedonen. Zu diesen Argippaioi kamen Menschen aus der weiten Region, die bis hinunter zum Borysthenes (Handelsplatz am gleichnamigen Fluss, heute Dnepr) und sogar einigen Handelszentren am Schwarzen Meer reichte und weiter westlich skythische Besiedlungsgebiete einbezog.

Phillips nimmt an, dass sie mit den Arimphaei des Plinius (Naturgeschichte 6, 34) identisch sind.

Literatur[Bearbeiten]