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Argyranthemum

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Argyranthemum

Sorte der Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Gattung: Argyranthemum
Wissenschaftlicher Name
Argyranthemum
Webb ex Sch.Bip.

Argyranthemum ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name="GRIN" /> Die etwa 24 Arten kommen alle nur in Makaronesien vor, sie ist dort die artenreichste Pflanzengattung.<ref name="White2018" /><ref name="White2020" /><ref name="White2021" /> Als Zierpflanze am bekanntesten ist die Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Chrysanthemum foeniculaceum 142-8644.jpg
Illustration von Argyranthemum foeniculaceum
Datei:Argyranthemum adauctum kz1.JPG
Argyranthemum adauctum
Datei:Argyranthemum frutescens - 001x.jpg
Illustration der Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens)
Datei:Argyranthemum coronopifolium kz1.JPG
Argyranthemum coronopifolium
Datei:Argyranthemum foeniculaceum kz1.JPG
Argyranthemum foeniculaceum
Datei:Argyranthemum haematomma - Jardim Botânico da Madeira 01.jpg
Argyranthemum haematomma
Datei:Argyranthemum haouarytheum kz1.JPG
Argyranthemum haouarytheum
Datei:Argyranthemum maderense 001.JPG
Argyranthemum maderense
Datei:Argyranthemum pinnatifidum subsp. succulentum kz1.jpg
Argyranthemum pinnatifidum
Datei:Argyranthemum2-Août-02-Philweb (20211531986).jpg
Argyranthemum sundingii
Datei:Argyranthemum tenerifae Parco nazionale del Teide 0028.jpg
Argyranthemum tenerifae
Datei:Argyranthemum vincentii Tenerife.jpg
Argyranthemum vincentii
Datei:Argyranthemum winteri kz1.JPG
Argyranthemum winteri

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Argyranthemum-Arten sind immergrüne Halbsträucher oder Sträucher, die Wuchshöhen von 10 bis 80, selten bis zu 150 Zentimetern erreichen. Meist wird nur ein Ast gebildet, der niederliegend bis aufrecht wächst und meist verzweigt ist.<ref name="FoNA" />

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind gestielt oder sitzend.<ref name="FoNA" /> Die Blattspreiten sind mehr oder weniger verkehrt-eiförmig, länglich bis lanzettlich oder linealisch; die Basis kann stängelumfassend sein; sie kann ein-, zwei- oder dreifach fiederlappig sein. Die Fiederlappen sind keilförmig bis linealisch und ihre Ränder sind glatt oder gezähnt. Die Blattflächen können kahl oder behaart sein.<ref name="FoNA" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die körbchenförmigen Blütenstände stehen einzeln, oder sie stehen in offenen, schirmtraubigen Gesamtblütenständen zusammen.<ref name="FoNA" />

Im bei einem Durchmesser von 10 bis 18 (6 bis über 22) Millimetern mehr oder weniger halbkugelförmigen Involucrum sind die 28 bis über 45 Hüllblätter in drei oder vier Reihen angeordnet.<ref name="FoNA" /> Die haltbaren, freien, ungleichen Hüllblätter sind verkehrt-lanzettlich oder eiförmig bis lanzettlich-dreieckig und besitzen strohfarbene bis braune trockenhäutige Ränder und obere Enden.<ref name="FoNA" /> Der Korbboden ist konvex bis kegelförmig. Spreublätter fehlen.

In den mehr oder weniger scheibenförmigen Blütenkörben sind 12 bis über 35 Zungen- (= Strahlenblüten) und selten 50 bis meist 80 bis über 150 Röhrenblüten (= Scheibenblüten) vorhanden. Die Zungenblüten sind weiblich und fruchtbar (fertil). Bei ihren fünf meist weißen, manchmal gelben oder rosafarbenen Kronblätter sind die Zungen mehr oder weniger eiförmig bis linealisch.<ref name="FoNA" /> Die vielen zwittrigen, fertilen, meist gelben, seltener roten bis purpurfarbenen Röhrenblüten besitzen eine mehr oder weniger zylindrisch, an ihrer Basis nicht verbreiterte, mehr oder weniger drüsig-punktierte Kronröhre, die einem glockenförmigen Schlund mit fünf dreieckigen Kronlappen endet.<ref name="FoNA" /> Es sind zwei Griffeläste vorhanden.

Es gibt unterschiedlich geformte Achänen: Die, die sich aus den Strahlenblüten entwickeln, sind dreikantig und jede der drei Kanten ist meist mehr oder weniger geflügelt. Die, die sich aus den Scheibenblüten entwickeln, sind abgeflacht-prismatisch oder mehr oder weniger quadratisch, manchmal mit zwei geflügelten Kanten. Alle Achänen weisen Rippen oder Nerven auf und ihre Oberflächen sind meist kahl, manchmal drüsig-punktiert zwischen den Rippen. An der Achänenwand befinden sich manchmal Zähne, Kronen oder schiefe Röhren. Ein Pappus fehlt.<ref name="FoNA" />

Chromosomensätze[Bearbeiten]

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 9.<ref name="FoNA" /> Bei allen Arten liegt Diploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 18<ref name="IPCN" /> vor.<ref name="White2018" />

Standorte[Bearbeiten]

Argyranthemum-Arten gedeihen in allen Hauptvegetationsgebieten Makaronesiens von der Küstenwüste, Hartlaubvegetation, Lorbeerwald, Kiefern-Savanne bis zur Wüste in größeren Höhenlagen. Die meisten Taxa kommen allerdings jeweils in nur einem Habitattyp vor.<ref name="White2018" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Argyranthemum wurde 1839 durch Philip Barker Webb in Webb und Sabin Berthelot: Histoire Naturelle des Îles Canaries, Tome 3, Phytographia Canariensis 2.2, Seiten 245, 258–259 aufgestellt.<ref name="Webb1844" /><ref name="Euro+Med" /><ref name="Tropicos" /> Typusart ist Argyranthemum jacobaeifolium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Webb ex Sch.Bip., die ein Synonym von Argyranthemum adauctum subsp. jacobaeifolium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Webb) Humphries ist. Der Gattungsname Argyranthemum leitet sich von den altgriechischen Wörtern argyros für „Silber“ und anthemon für „Blume“ ab.<ref name="FoNA" /> Synonyme für Argyranthemum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt. Webb ex Sch.Bip. sind: Chrysanthemum sect. Argyranthemum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Webb ex Sch.Bip.) Benth., Chrysanthemum subsp. Argyranthemum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Webb ex Sch.Bip.) Harding, Preauxia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sch.Bip. nom. illeg., Monoptera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sch.Bip., Stigmatotheca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Sch.Bip.<ref name="Euro+Med" /><ref name="GlobalCompositaeChecklist" />

Die Gattung Argyranthemum gehört zur Subtribus Glebionidinae aus der Tribus Anthemideae in der Unterfamilie Asteroideae innerhalb der Familie Asteraceae.<ref name="GRIN" /> Die Gattung Argyranthemum ist monophyletisch und nah verwandt mit den Gattungen Glebionis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cass., Heteranthemis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schott sowie Ismelia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cass., die im Mittelmeerraum vorkommen.

Die Argyranthemum-Arten kommen nur in Makaronesien vor. Von den etwa 24 Arten kommen zwanzig auf den Kanarischen Inseln, drei auf Madeira und nur eine auf den Ilhas Selvagens vor.<ref name="White2018" /> Viele Arten sind Endemiten auf jeweils nur einer Insel. Bei den drei Arten, die auf mehreren Inseln vorkommen, gibt es Unterarten und diese kommen jeweils nur auf einer Insel vor.<ref name="White2018" /> Wenige Arten sind weltweit an vielen Küstengebieten Neophyten.

In der Gattung Argyranthemum gibt es viele Naturhybriden.<ref name="White2018" />

Es gibt etwa 24 Argyranthemum-Arten und viele Unterarten:<ref name="GlobalCompositaeChecklist" />

Nutzung[Bearbeiten]

Sie wachsen in leichten, durchlässigen Böden bevorzugt in voller Sonne. Viele Arten und Sorten sind „recht frostempfindlich“. In kühlen Gebieten blühen die Sorten vom Frühjahr bis zum Herbst, in warmen Gebieten im Winter und Frühjahr.<ref name="Botanica2003" /> Die Sorten einiger Arten werden als Schnittblumen und/oder Topfpflanzen kultiviert, besonders Argyranthemum frutescens und Argyranthemum maderense.<ref name="Botanica2003" /> Sie werden als Beet- und Balkonpflanzen verwendet.

Belege[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • C. J. Humphries: A revision of the Macaronesian genus Argyranthemum Webb ex Schultz Bip. (Compositae–Anthemideae). In: Bull. Brit. Mus. (Nat. Hist.), Bot., Volume 5, 1976, S. 147–240.
  • Javier Francisco-Ortega, Arnoldo Santos-Guerra, Ayelet Hines, Robert K. Jansen: Molecular Evidence for a Mediterranean Origin of the Macaronesian Endemic Genus Argyranthemum (Asteraceae). In: American Journal of Botany, Volume 84, Issue 11, 1997, S. 1595–1613. doi:10.2307/2446622 online.
  • John L. Strother : In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 19: Magnoliophyta: Asteridae, part 6: Asteraceae, part 1 (Mutisieae–Anthemideae). Oxford University Press, New York und Oxford, 2006, ISBN 0-19-530563-9. Argyranthemum Webb ex Schultz-Bipontinus in P. B. Webb and S. Berthelot, S. 552 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
  • Oliver William White: Doctoral Thesis at University of Southampton: Genomics of speciation and hybridisation in the Macaronesian endemic genus Argyranthemum (Asteraceae; Anthemideae)., Januar 2018, Thesis for the degree of Doctor of Philosophy (PhD). Abstract Volltext-PDF.
  • Oliver W. White, J. Alfredo Reyes-Betancort, Mark A. Chapman, Mark A. Carine: Geographical isolation, habitat shifts and hybridisation in the diversification of the Macaronesian endemic genus Argyranthemum (Asteraceae). In: New Phytologist, Volume 228, Issue 6, Oktober 2020, S. 1953–1971. doi:10.1111/nph.16980
  • Oliver William White, Jorge Alfredo Reyes-Betancort, Mark Andrew Chapman, Mark A. Carine: Recircumscription of the Canary Island endemics Argyranthemum broussonetii and A. callichrysum (Asteraceae: Anthemideae) based on evolutionary relationships and morphology. In: Willdenowia, Volume 51, Issue 1, April 2021, S. 129–139. doi:10.3372/wi.51.51111

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Argyranthemum bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Argyranthemum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Botanica2003"> </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Argyranthemum In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="GlobalCompositaeChecklist">Compositae Working Group = CWG, 2021: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Datenblatt (Memento des Vorlage:IconExternal vom 18. Juli 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.compositae.org bei Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Global Compositae Checklist (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Oktober 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.compositae.org.</ref> <ref name="Webb1844"> Philip Barker Webb in Carl Heinrich Schultz: Histoire Naturelle des Îles Canaries, Tome 3, Phytographia Canariensis 2.2, 1844, S. 245, 258–259. eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="FoNA"> John L. Strother : In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 19: Magnoliophyta: Asteridae, part 6: Asteraceae, part 1 (Mutisieae–Anthemideae). Oxford University Press, New York und Oxford, 2006, ISBN 0-19-530563-9. Argyranthemum Webb ex Schultz-Bipontinus in P. B. Webb and S. Berthelot, S. 552 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="White2018"> Oliver William White: Doctoral Thesis at University of Southampton: Genomics of speciation and hybridisation in the Macaronesian endemic genus Argyranthemum (Asteraceae; Anthemideae). Januar 2018, Thesis for the degree of Doctor of Philosophy (PhD). Abstract Volltext-PDF. </ref> <ref name="White2020"> Oliver W. White, J. Alfredo Reyes-Betancort, Mark A. Chapman, Mark A. Carine: Geographical isolation, habitat shifts and hybridisation in the diversification of the Macaronesian endemic genus Argyranthemum (Asteraceae). In: New Phytologist, Volume 228, Issue 6, Oktober 2020, S. 1953–1971. doi:10.1111/nph.16980 </ref> <ref name="White2021"> Oliver William White, Jorge Alfredo Reyes-Betancort, Mark Andrew Chapman, Mark A. Carine: Recircumscription of the Canary Island endemics Argyranthemum broussonetii and A. callichrysum (Asteraceae: Anthemideae) based on evolutionary relationships and morphology. In: Willdenowia, Volume 51, Issue 1, April 2021, S. 129–139. doi:10.3372/wi.51.51111 </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Argyranthemum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • M. Couladis, V. Tsortanidou, E. Verykokidou, J. Francisco-Ortega, A. Santos-Guerra, C. Harvala: Antioxidant Activity of Argyranthemum spp. Aerial Parts. In: Pharmaceutical Biology, Volume 39, Issue 1, 2001, S. 54–56. doi:10.1076/phbi.39.1.54.5952

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