Armin Hary
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Datei:Armin Hary de droomatleet, Bestanddeelnr 911-4786.jpg
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| Nation | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 22. März 1937 (89 Jahre) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Gersweiler | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 182 cm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 71 kg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Sprint | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bestleistung | 10,0 s (100 m) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | FSV Frankfurt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Armin Erich Hary<ref>Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, Bundesanzeiger 2008 (Nr. 179, S. 4209–4211)</ref> (* 22. März 1937 in Gersweiler)<ref>Armin Hary – Leichtathletik. In: hall-of-fame-sport.de. Abgerufen am 1. August 2025.</ref> ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet. In seiner Laufbahn wurde er jeweils zweimal Olympiasieger und Europameister. Als erstem Sprinter gelang es ihm 1958, die 100 Meter in handgestoppten 10,0 s (auf der Aschenbahn) zu laufen. Hary ist damit sowohl der bislang letzte Deutsche als auch Europäer, der den 100-Meter-Weltrekord gehalten hat. 2011 wurde er in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.
Leben[Bearbeiten]
Der gelernte Feinmechaniker und Sohn eines Bergarbeiters spielte in seiner Jugend Fußball und wechselte im Alter von 16 Jahren zur Leichtathletik. Seine Eltern unterstützten seine sportlichen Aktivitäten zunächst nicht und hätten ihn lieber als Geigenvirtuosen gesehen. Beim SV Saar 05 Saarbrücken und 1. FC Saarbrücken begann er als Zehnkämpfer und wechselte 1957 die Disziplin und den Verein: Als Sprinter bei Bayer 04 Leverkusen, dessen Trainer Bert Sumser ihn an den Rhein holte, wurde er noch im selben Jahr Deutscher Vizemeister im 100-Meter-Lauf (10,5 s), knapp hinter Manfred Germar, der ihn auf der Ziellinie überholte. Seinen ersten internationalen Titel errang er 1958 bei den Europameisterschaften in Stockholm. Er gewann sowohl den 100-Meter-Lauf als auch die 4-mal-100-Meter-Staffel zusammen mit Manfred Germar, Heinz Fütterer und Walter Mahlendorf.
Am 6. September 1958 in Friedrichshafen lief Hary, inzwischen zum FSV Frankfurt gewechselt, erstmals die 100 Meter in handgestoppten 10,0 s und war damit eine Zehntelsekunde schneller als der Weltrekord. Seine Laufzeit wurde jedoch nicht anerkannt, da die Bahn elf statt der zulässigen zehn Zentimeter Gefälle aufwies. Im gleichen Jahr wurde Hary durch den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) wegen unkorrekter Spesenabrechnungen für mehrere Monate gesperrt (Bahnfahrt statt PKW, es ging um 70 DM, heute etwa 204 Euro).
Beim Leichtathletik-Meeting im Zürcher Letzigrund am 21. Juni 1960 gelang ihm schließlich die offizielle Sensation: Im Wiederholungslauf nach einem Fehlstart lief er die 100 Meter in neuer Weltrekordzeit von 10,0 s – auf einer Aschenbahn und elektronisch mit 10,25 s gestoppt. Die Funktionäre des DLV hatten seine Teilnahme zu torpedieren versucht, da man ihn für Rom schonen wollte. Seine Teilnahmebestätigung bekam er telefonisch durch die schweizerischen Veranstalter, und er erreichte den Wettkampf erst wenige Stunden vor Beginn mit einer Transportmaschine, da alle regulären Flüge ausgebucht waren.
Im selben Jahr holte Hary Gold mit einer Zeit von 10,2 s nach drei Fehlstarts, wobei er einen selbst verursachte,<ref>„Das große Olympia Lexikon“, Sport-Bild vom 19. Juni 1996, S. 40.</ref> über die 100 Meter bei den Olympischen Spielen in Rom (Zitat Armin Hary in einem Interview 2007: „Rom waren meine Spiele – ich wollte mich rächen, für alles, was sie mir angetan hatten.“). Zudem wurde er zunächst Zweiter mit der 4-mal-100-Meter-Staffel (Bernd Cullmann, Armin Hary, Walter Mahlendorf, Martin Lauer). Die US-amerikanische Staffel, die als erste angekommen war, wurde 15 Minuten später wegen eines falschen Wechsels disqualifiziert, und Hary erhielt sein zweites olympisches Gold.
Ein Jahr danach war seine Karriere bereits zu Ende. Nach abermaligen Querelen wegen einer Spesenabrechnung und einer Knieverletzung durch einen Autounfall beendete er, frustriert durch das Verhalten der Funktionäre, 1961 seine Laufbahn und stieg ins Immobiliengeschäft ein. Nebenberuflich betätigt er sich als Autor von Kommentaren in der Welt am Sonntag.
Hary engagiert sich in einem 2004 gegründeten Projekt für die Förderung jugendlicher Sporttalente aus sozial schwacher Umgebung oder anderen Problemfeldern. Für diese Initiative erhielt er 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande.<ref>Der Blitzstarter. Jörg Hahn, faz.net, 22. März 2012.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Beschreibungstext von Bild 5 ( vom 5. April 2023 im Internet Archive) zu Der Usain Bolt von 1960 , Michael Reinsch, faz.net, 27. Juli 2010.</ref> Im November 2018 gab Hary bekannt, dass seine umfangreiche Trophäen-Sammlung Mitte Dezember 2018 zum Verkauf in die USA anstehe, weil er keinen Erben dafür hat.<ref>Armin Hary verkauft Trophäen: „Das Ganze regt mich maßlos auf“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 17. November 2018, abgerufen am 17. November 2018.</ref>
Sportliche Erfolge[Bearbeiten]
- 1957: Deutscher Vizemeister 100 m
- 1958: Deutscher Vizemeister 100 m
- 1958: Europameisterschaftsgold 100 m und 4 × 100-m-Staffel
- 1959: Deutscher Hallenmeister 70 m
- 1960: Deutscher Meister 100 und 200 m
- 1960: Weltrekord über 100 m (10,0 s)
- 1960: Olympiagold in Rom 100 m und 4 × 100-m-Staffel
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 2000 Läufer des Jahrhunderts (Deutschland)<ref name="gold">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Mein Gold für Deutschland ( vom 19. Mai 2016 im Internet Archive)</ref>
- 2000 Sportler des Jahrhunderts (Saarland)<ref name="gold"/>
- 2008 Bundesverdienstkreuz am Bande<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ehrung Verdienstkreuz für Armin Hary ( vom 5. März 2016 im Internet Archive)</ref>
Des Weiteren erhielt Hary 1960 eine unikale Medaille aus purem Gold, zehn Zentimeter im Durchmesser und von einem Zentimeter Dicke, die der japanische Kaiser Hirohito demjenigen Menschen versprochen hatte, der als Erster die 100 Meter in zehn Sekunden läuft. Diese Medaille wurde ihm in Rom nach dem Finale um halb drei nachts im olympischen Dorf überreicht.<ref>Gunnar Meinhardt: Sprintlegende Armin Hary: „Ich hasste Deutschland, ich wäre zerbrochen“. In: Die Welt. 22. März 2017 (welt.de [abgerufen am 27. September 2020]).</ref>
Sonstiges[Bearbeiten]
Hary war bekannt für seine außerordentlich schnelle Reaktionszeit beim Start von unter einer Zehntelsekunde.<ref>Joachim Mölter: Weltrekord vor 60 Jahren – Schneller als seine Zeit. In: Süddeutsche Zeitung. 21. Juni 2020, abgerufen am 27. Dezember 2025.</ref><ref>Brian Resnick, Noam Hassenfeld: Runners can be disqualified for starting after the gun. What gives? In: Vox. 23. August 2023, abgerufen am 27. Dezember 2025.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Armin Hary: 10,0, Copress, München 1960.
- Knut Teske: Läufer des Jahrhunderts. Die atemberaubende Karriere des Armin Hary, Verl. Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-574-7.
- Karl-Heinz Keldungs: Armin Hary. In: ders.: Die deutsche Leichtathletik in 100 Porträts von Hanns Braun bis Malaika Mihambo. Arete Verlag Christian Becker, Hildesheim 2022, ISBN 978-3-96423-081-2, S. 63–65.
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Armin Hary im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Literatur zu Armin Hary in der Saarländischen Bibliographie
- Vorlage:Olympedia
- Biografie aus aha-f.de
- Porträt, Daten und Biografie von Armin Hary in der Hall of Fame des deutschen Sports
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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Vorlage:Klappleiste/Anfang
1896: Datei:Flag of the United States (1891-1896).svg Thomas Burke |
1900:
Frank Jarvis |
1904:
Archie Hahn |
Zwischenspiele 1906:
Archie Hahn |
1908:
Reggie Walker |
1912:
Ralph Craig |
1920:
Charles Paddock |
1924:
Harold Abrahams |
1928:
Percy Williams |
1932:
Eddie Tolan |
1936:
Jesse Owens |
1948:
Harrison Dillard |
1952:
Lindy Remigino |
1956:
Bobby Morrow |
1960: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Armin Hary |
1964:
Bob Hayes |
1968:
Jim Hines |
1972:
Walerij Borsow |
1976:
Hasely Crawford |
1980:
Allan Wells |
1984:
Carl Lewis |
1988:
Carl Lewis |
1992:
Linford Christie |
1996:
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2000:
Maurice Greene |
2004:
Justin Gatlin |
2008:
Usain Bolt |
2012:
Usain Bolt |
2016:
Usain Bolt |
2020:
Marcell Jacobs |
2024:
Noah Lyles
Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
- 1912:
GBR Jacobs, Macintosh, d’Arcy, Applegarth - 1920:
USA Paddock, Scholz, Murchison, Kirksey - 1924:
USA Hussey, Clarke, Murchison, LeConey - 1928:
USA Wykoff, Quinn, Borah, Russell - 1932:
USA Kiesel, Toppino, Dyer, Wykoff - 1936:
USA Owens, Metcalfe, Draper, Wykoff - 1948:
USA Ewell, Wright, Dillard, Patton - 1952:
USA Smith, Dillard, Remigino, Stanfield - 1956:
USA Baker, King, Morrow, Murchison - 1960: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: EUA Cullmann, Hary, Mahlendorf, Lauer
- 1964:
USA Drayton, Ashworth, Stebbins, Hayes - 1968:
USA Greene, Pender, Smith, Hines - 1972:
USA Black, Taylor, Tinker, Hart - 1976:
USA Glance, Jones, Hampton, Riddick - 1980:
URS Murawjow, Sidorow, Aksinin, Prokofjew - 1984:
USA Graddy, Brown, Smith, Lewis - 1988:
URS Bryshin, Krylow, Murawjow, Sawin - 1992:
USA Lewis, Mitchell, Burrell, Marsh, Jett* - 1996:
CAN Esmie, Gilbert, Surin, Bailey, Chambers* - 2000:
USA Drummond, Williams, B. Lewis, Greene, Brokenburr*, Montgomery* - 2004:
GBR Gardener, Campbell, Devonish, Lewis-Francis - 2008:
TRI Bledman, Burns, Callender, Thompson, Armstrong* - 2012:
JAM Carter, Frater, Blake, Bolt, Bailey-Cole* - 2016:
JAM Powell, Blake, Ashmeade, Bolt, Minzie*, Bailey-Cole* - 2020:
ITA Patta, Jacobs, Desalu, Tortu - 2024:
CAN Brown, Blake, Rodney, De Grasse
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1934: Christiaan Berger | 1938: Martinus Osendarp | 1946: Jack Archer | 1950: Étienne Bally | 1954: Heinz Fütterer | 1958: Armin Hary | 1962: Claude Piquemal | 1966: Wiesław Maniak | 1969: Walerij Borsow | 1971: Walerij Borsow | 1974: Walerij Borsow | 1978: Pietro Mennea | 1982: Frank Emmelmann | 1986: Linford Christie | 1990: Linford Christie | 1994: Linford Christie | 1998: Darren Campbell | 2002: Francis Obikwelu | 2006: Francis Obikwelu | 2010: Christophe Lemaitre | 2012: Christophe Lemaitre | 2014: James Dasaolu | 2016: Churandy Martina | 2018: Zharnel Hughes | 2022: Marcell Jacobs | 2024: Marcell Jacobs | 2026: Romell Glave Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Europameister im 4×100-Meter-Staffellauf
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hary, Armin |
| ALTERNATIVNAMEN | Hary, Armin Erich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Leichtathlet |
| GEBURTSDATUM | 22. März 1937 |
| GEBURTSORT | Gersweiler |
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- 100-Meter-Läufer (Deutschland)
- 200-Meter-Läufer (Deutschland)
- 4-mal-100-Meter-Staffel-Läufer (Deutschland)
- Olympiasieger (100-Meter-Lauf)
- Olympiasieger (4-mal-100-Meter-Staffel, Leichtathletik)
- Olympiateilnehmer (Deutschland)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1960
- Europameister (100-Meter-Lauf)
- Europameister (4-mal-100-Meter-Staffel, Leichtathletik)
- Deutscher Meister (Leichtathletik)
- Mitglied der Hall of Fame des deutschen Sports
- Träger des Silbernen Lorbeerblattes
- Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
- Person (Quierschied)
- Deutscher
- Geboren 1937
- Mann
- Sportler (Frankfurt am Main)