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Arnold Finck

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Datei:Dr. Arnold Finck (Kiel 32.186).jpg
Arnold Finck (1964)
Datei:Grab Arnold Finck.jpg
Das Grab von Arnold Finck auf dem Parkfriedhof Eichhof

Arnold Johannes Finck (* 27. Februar 1925 in Krokau; † 10. August 2016 in Kronshagen)<ref name="Trauer" /> war ein deutscher Agrarwissenschaftler, der sich vor allem mit der Mineralstoffernährung der Pflanzen und der Fruchtbarkeit der Böden befasste.

Leben[Bearbeiten]

Arnold Finck wuchs als ältester Sohn von Grete Finck, geborener Meggers, und des Landwirts Otto Finck im schleswig-holsteinischen Krokau auf.<ref name="KN2014" /> Er besuchte zunächst die Mittelschule in Schönberg und später die Oberrealschule Wellingdorf, wo er 1943 sein Abitur machte.<ref name="KN2014" /> Danach diente er im Zweiten Weltkrieg und machte nach Kriegsende bis 1946 eine landwirtschaftliche Ausbildung.<ref name="KGV" /> Daran anschließend studierte er an der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) bis 1949 Landwirtschaft<ref name="KGV" /> und schloss das Studium als Diplom-Landwirt ab.

Im Jahr 1951 wurde Finck mit der Dissertation Ökologische und bodenkundliche Studien über die Leistungen der Regenwürmer für die Bodenfruchtbarkeit zum Dr. agr. promoviert. Von 1952 bis 1957 war er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Landwirtschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.<ref name="KGV" /> 1958 habilitierte sich Finck mit der Arbeit Untersuchungen zur Manganversorgung von Feldpflanzen auf einigen Bodentypen Schleswig-Holsteins.

Von 1958 bis 1961 arbeitete Finck als mit Forschungsaufgaben betrauter Agrikulturchemiker der Jezira Research Station im sudanesischen Wad Madani.<ref name="KGV" /> Nach seiner Rückkehr an die CAU war er von 1961 bis 1964 Oberassistent und Privatdozent für Bodenkunde und Pflanzenernährung am Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Universität Kiel. 1964 war er außerplanmäßiger Professor, anschließend bis 1970 außerordentlicher Professor und von 1970 bis 1992 ordentlicher Professor am Kieler Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde.<ref name="KGV" /> Außerdem war er ab 1979 Direktor des Instituts für Pflanzenernährung und Bodenkunde<ref name="KN2014" /> sowie von 1987 bis 1989 Dekan der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der CAU.<ref name="Nachruf" /> Arnold Finck war evangelisch, ab 1954 mit Renate Finck, geborener Lamp, verheiratet und hatte mit ihr die Kinder Susanne, Gerald und Malte. Er war Rotarier, wohnte und starb in Kronshagen.<ref>Finck, Arnold. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 304.</ref>

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Ökologische und bodenkundliche Studien über die Leistungen der Regenwürmer für die Bodenfruchtbarkeit. Dissertation an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Landwirtschaftliche Fakultät, 1951.
  • Untersuchungen zur Manganversorgung von Feldpflanzen auf einigen Bodentypen Schleswig-Holsteins. Habilitationsschrift an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Landwirtschaftliche Fakultät, 1958.
  • Tropische Böden. Einführung in die bodenkundlichen Grundlagen tropischer un subtropischer Landwirtschaft. Parey, Hamburg/Berlin 1963.
  • Mehrnährstoff- oder Einzeldünger. Parey, Hamburg, Berlin 1967.
  • Pflanzenernährung in Stichworten. Hirt, Kiel 1969; 6. Auflage unter dem Titel Pflanzenernährung und Düngung in Stichworten. Bornträger, Berlin/Stuttgart 2007, ISBN 3-443-03116-1.
  • Mineraldüngung gezielt. AID, Bonn-Bad Godesberg 1975.
  • Dünger und Düngung. Grundlagen und Anleitung zur Düngung der Kulturpflanzen. Verlag Chemie, Weinheim / New York 1978, ISBN 3-527-25805-1; 2. Auflage ebenda 1992, ISBN 3-527-28356-0.
  • Fertilizers and fertilization : introd. and practical guide to crop fertilization. Verlag Chemie, Weinheim, Deerfield Beach, Florida, Basel 1982, ISBN 3-527-25891-4.
  • Düngung : 41 Tabellen. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1991, ISBN 3-8001-4078-0.
  • Mineraldüngung nach guter fachlicher Beratung. AID, Bonn 1993.
  • Mineraldüngung nach guter fachlicher Praxis. AID, Bonn 1995.
  • Claus Wiese, ein fortschrittlicher Probsteier Landwirt im 19. Jahrhundert (= Schriftenreihe der Agrarwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel, Bd. 85). Kiel 1997.
  • Nahrung für Europa – die Aufgabe der Landwirtschaft. Liebig-Preis und Thünen-Medaille: eine Bilanz nach 50 Jahren, 1949 - 1999. Alfred-Toepfer-Stiftung F. V. S., Hamburg 1999, ISBN 3-9806751-0-6.

Literatur[Bearbeiten]

  • Finck, Arnold. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 304.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Arnold Finck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Trauer">Traueranzeige. In: Kieler Nachrichten. 13. August 2016, abgerufen am 14. August 2016.</ref> <ref name="KN2014">Wer wollte, lernte viel. (PDF; 727 kB) In: Kieler Nachrichten. 27. Mai 2014, S. 26, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. August 2016; abgerufen am 14. August 2016.</ref> <ref name="KGV">Arnold Johannes Finck. Zeitgrafik. In: Kieler Gelehrtenverzeichnis. Abgerufen am 14. August 2016.</ref> <ref name="Nachruf">Nachruf. In: Kieler Nachrichten. 13. August 2016, abgerufen am 14. August 2016.</ref> </references>

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