Arthur Wilken
Arthur Caesar Ernst Georg Wilken (* 11. November 1879 in Altenburg; † 24. Oktober 1918<ref>Sterberegister StA Berlin X b, Nr. 1608/1918</ref>) war ein deutscher Maler und Radierer, der vor allem durch Kupferstiche und Radierungen mit ausdrucksstarken Personendarstellungen bekannt geworden ist. Nur wenige seiner Werke sind heute noch bekannt.
Leben[Bearbeiten]
Der Name Arthur Wilkens tauchte erstmals in den Personalnachrichten diverser Kunstzeitschriften zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf. 1908 wurde ihm zusammen mit dem Maler Ernst Toepfer aus Wiesbaden ein Stipendium aus der Hermann-Günther-Stiftung verliehen.<ref>Zeitschrift Die Kunst für alle 1907–1908, S. 216</ref> Den 1910 ausgetragenen Wettbewerb um die an einen einjährigen Studienaufenthalt in Italien gekoppelten Stipendien der Michael Beerschen Stiftungen gewann er zusammen mit dem Maler Eugen Hersch (1887–1967) aus Charlottenburg.<ref>Zeitschrift Kunst-Chronik 1910, S. 473</ref> Im Jahr darauf verlieh ihm die Hermann-Günther-Stiftung in Berlin erneut ein Stipendium, diesmal zusammen mit dem Hamburger Maler Richard Fubry.<ref>Zeitschrift Die Kunst für alle 1910–1911, S. 239</ref> Arthur Wilken lebte zu dieser Zeit in Berlin, was auf ein Studium an der Königlichen Akademie der Künste hindeutet. Mit den Stipendien hielt sich Wilken 1911/1912 in der Villa Strohl-Fern in Rom auf.<ref>Preußische Akademie der Künste (PrAdK 0731). Atelieranmietung in Rom für Stipendiaten der Akademie (Villa Strohl-Fern) – Berichte über die Arbeit, Mietzahlung u. ä. folgender Stipendiaten bzw. Gäste in Rom: Arthur Wilken 1911/12; Eugen Hersch 1910 bis 1911</ref>
Am 8. Dezember 1914 heiratete er die Witwe Elisabeth Margareta Ernst, geborene Kurschinski.<ref>Heiratsregister StA Steglitz, Nr. 603/1914</ref> Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 4. Kompanie des Garde-Landsturm-Bataillons Dennewitz und starb 1918 im Kriegslazarett Nr. 680 Station Schloß.
Werke[Bearbeiten]
Die von Arthur Wilken bekannten Werke sind zwischen 1900 und 1915 entstanden und meist nur den Ausstellungskatalogen der damaligen Zeit zu entnehmen. Von 1907 bis 1914 stellte Wilken seine Arbeiten regelmäßig auf der Großen Berliner Kunstausstellung aus, 1914 ebenfalls auf der Ersten Internationalen Graphischen Kunstausstellung in Leipzig. Seine Lithographien hingen hier neben solchen Berühmtheiten wie Max Klinger, Max Liebermann, Emil Orlik, Max Slevogt und Edvard Munch. Einige wenige Blätter gelangten in vergangener Zeit auf Auktionen zum Verkauf.
Werke (Auswahl)[Bearbeiten]
- Nach van Dyk, Lithographie, 1901
- Die merkwürdigen Erlebnisse des Dr. Tott, Radierung, 1907<ref>Katalog der Großen Berliner Kunstausstellung 1907, S. 44</ref>
- Im Meer, Radierung, 1907<ref>Katalog der Großen Berliner Kunstausstellung 1907, S. 56</ref>
- Maler K. St., Radierung, 1909<ref name="Wilken1">Katalog der Großen Berliner Kunstausstellung 1909, S. 94</ref>
- Maler W. M., Radierung, 1909<ref name="Wilken1" />
- Herbst, Original-Radierung, 1909<ref>Katalog der Großen Berliner Kunstausstellung 1909, S. 191</ref>
- Slawisches Mädchen, Kupferstich, 1911<ref>Katalog der Großen Berliner Kunstausstellung 1911, S. 31</ref>
- Porträt eines bärtigen Mannes, Radierung, 1911<ref>Auktionsangebot auf lot-tissimo.com</ref>
- Männlicher Studienkopf, Original-Radierung, um 1913<ref>Auktionsangebot auf lot-tissimo.com</ref>
- Alte Frauen, Zeichnung, 1914<ref>Katalog der Großen Berliner Kunstausstellung 1914, S. 74</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wilken, Arthur |
| ALTERNATIVNAMEN | Wilken, Arthur Caesar Ernst Georg (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Radierer |
| GEBURTSDATUM | 11. November 1879 |
| GEBURTSORT | Altenburg |
| STERBEDATUM | 24. Oktober 1918 |