Affodill
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| Datei:Asphodelus albus0.jpg
Weißer Affodill (Asphodelus albus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Asphodelus | ||||||||||||
| L. |
Affodill (Asphodelus) oder Asphodill bildet eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Affodillgewächse (Asphodeloideae) aus der Familie der Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae).
Beschreibung[Bearbeiten]
Die Affodill-Arten sind meist ausdauernde, krautige Pflanzen mit einem verdickten Rhizom oder ein- bis zweijährige Pflanzen mit faserigen Wurzeln. Sie haben grundständige, rosettenartig angeordnete Laubblätter.
Die Blüten stehen in Trauben oder Rispen zusammen. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die sechs Blütenhüllblätter sind weiß oder hellrosafarben. Im Gegensatz zu den Arten der Gattung Asphodeline haben die Blüten gleich lange Staubblätter. Es werden kugelige, lederige und dreifächerige Kapselfrüchte gebildet, welche die schwarzen tetraederförmigen Samen enthalten.
Vorkommen[Bearbeiten]
Das Vorkommen der Affodill-Arten erstreckt sich auf das gesamte Mittelmeergebiet und verläuft von dort nach Osten weiter bis nach Indien.
Systematik[Bearbeiten]
Es gibt in der Gattung Affodill (über lateinisch affodilus bzw. affodillus<ref>Vgl. etwa Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 154.</ref> und asphodilus aus dem Griechischen), womit ursprünglich Asphodelus albus<ref>Vgl. etwa Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 136 (Asphodelium).</ref><ref>Vgl. auch Ute Obhof: Rezeptionszeugnisse des „Gart der Gesundheit“ von Johann Wonnecke in der Martinus-Bibliothek in Mainz – ein wegweisender Druck von Peter Schöffer. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018, S. 25–38, hier: S. 32 (Affodilus „goldwurcz“).</ref> (im Mittelalter auch die „Goldwurz“ Gelber Affodill und Ästiger Affodill<ref>Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. 1959, S. 154.</ref>) gemeint war, 16 Arten, die sich in fünf Sektionen eingruppieren lassen:<ref name="DiazLifante" />
- Sect. Asphodelus
- Asphodelus aestivus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Brot. ist ein Endemit der südwestlichen Iberischen Halbinsel.<ref name="WCSP" />
- Weißer Affodill (Asphodelus albus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mill.), mit Heimat im submediterranen Europa; kommt in vier Unterarten vor.
- Asphodelus bento-rainhae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.Silva, mit Heimat im mittleren Portugal und im angrenzenden Spanien; kommt in zwei Unterarten vor.
- Kirschen-Affodill (Asphodelus cerasiferus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.Gay), mit Heimat in Spanien, Frankreich, Korsika, Sardinien, Marokko und Algerien.
- Asphodelus gracilis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Braun-Blanq. & Maire, mit Heimat im nördlichen Marokko.
- Asphodelus lusitanicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cout., mit Heimat in Portugal und Galicien.
- Asphodelus macrocarpus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Parl., mit Heimat in Marokko, Portugal, Spanien, im mediterranen und atlantischen Frankreich sowie in Italien; kommt in zwei Unterarten vor.
- Ästiger Affodill oder Kleinfrüchtiger Affodill (Asphodelus ramosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.; Syn. Asphodelus aestivus auct., Asphodelus microcarpus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Viv.<ref name="Taxon" />), weit verbreitet im Mittelmeergebiet, kommt in zwei Unterarten vor.
- Asphodelus serotinus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Wolley-Dod, mit Heimat in der westlichen und mittleren Iberischen Halbinsel.
- Sect. Verineopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Maire<ref name="Flora Iberica" />
- Asphodelus roseus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Humbert & Maire, mit Heimat in Südspanien und Nordmarokko.
- Sect. Verinea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Pomel) Baker ex Boiss.<ref name="Flora Iberica" />
- Asphodelus ayardii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Jahand. & Maire, mit Heimat im westlichen Mittelmeergebiet und auf den Kanaren.<ref name="WCSP" />
- Röhriger Affodill (Asphodelus fistulosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.), weit verbreitet im Mittelmeergebiet, auf andere Kontinente verschleppt, kommt in zwei Unterarten vor.
- Asphodelus tenuifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cav., mit Heimat im mediterranen und saharischen Nordafrika sowie von Südspanien, Griechenland, Südwestasien bis Nordindien; verschleppt nach Australien.
- Sect. Clausonia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Pomel) Bonnet & Baratte
- Asphodelus acaulis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Desf., mit Heimat in Marokko, Algerien und Tunesien.
- Sect. Plagiasphodelus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.Gay
- Asphodelus refractus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss., mit Heimat in den Wüstengebieten Nordafrikas und auf der Arabischen Halbinsel.
- Asphodelus viscidulus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Boiss., mit Heimat in den Wüstengebieten Nordafrikas ab Ost-Algerien bis zur nordwestlichen Arabischen Halbinsel.
- Ohne Zuordnung zu einer Sektion:
- Asphodelus bakeri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Breistr. (Syn. Aspodelus comosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Baker), mit Heimat im westlichen Himalaja.<ref name="WCSP" />
Verwendung[Bearbeiten]
Früher wurde Burrata häufig in Affodillblätter verpackt, was ihm einen speziellen Geschmack verlieh.<ref name="AssProd">Burrata di Andria. Broschüre. Associazione Produttori Burrata di Andria, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. September 2017; abgerufen am 14. Februar 2015.</ref> An den grünen Blättern konnte man erkennen, ob Burrata noch frisch war. Aufgrund von Hygienebestimmungen wurde der Affodill später durch grünes Plastik ersetzt, was heutzutage jedoch mehr und mehr verschwindet.
Literatur[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Flora Iberica"> Zoila Díaz Lifante: Asphodelus L. In: Santiago Castroviejo, Salvador Talavera, C. Andrés, M. Arista, M. P. Fernández Piedra, Enrique Rico, Manuel B. Crespo, Alejandro Quintanar, Alberto Herrero, Carlos Aedo (Hrsg.): Flora Ibérica. Plantas Vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares. Vol. XX. Liliaceae – Agavaceae. Real Jardín Botánico, CSIC, Madrid 2013, ISBN 978-84-00-09745-5, S. 276–308 (floraiberica.es [PDF; 939 kB]). </ref> <ref name="DiazLifante"> Zoila Díaz Lifante, Benito Valdés: Revisión del género Asphodelus L. (Asphodelaceae) en el Mediterráneo Occidental. In: Boissiera. Band 52, 1996, S. 1–189. </ref> <ref name="Taxon"> </ref> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> </references>