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Asphodeloideae

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Asphodeloideae
Datei:Asphodel2(js).jpg

Asphodelus aestivus

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
ohne Rang: Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Affodillgewächse (Asphodelaceae)
Unterfamilie: Asphodeloideae
Wissenschaftlicher Name
Asphodeloideae
Burnett

Die Asphodeloideae sind eine Unterfamilie aus der Familie der Affodillgewächse (Asphodelaceae) in der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen (Monokotyledonen). Sie wurden früher der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) oder der Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae) zugeordnet.<ref name="APG_IV" /> Einige Arten sind Arzneipflanzen – so Aloe vera. Viele Arten und ihre Sorten werden als Zierpflanzen in Parks, Gärten und Räumen genutzt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Illustration Asphodelus luteus0.jpg
Illustration der Gelben Junkerlilie (Asphodeline lutea)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Es sind meist ausdauernde, krautige Pflanzen, die oft Rhizome als Überdauerungsorgane ausbilden. Einige Taxa sind Sukkulenten, selten sind es baumförmige Pflanzen.

Die Laubblätter sind wechselständig und überwiegend spiralig in Blattrosetten angeordnet; meist sind Rosetten grundständig aber bei baumartigen Arten endständig und schopfartig. Die einfachen und parallelnervigen Laubblätter sind krautig oder ledrig.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen meist in der Achsel von Hochblättern in endständigen Trauben oder Ähren zusammen. Die Blüten sind wie bei den meisten Einkeimblättrigen dreizählig, es sind also sechs Blütenhüllblätter vorhanden. Sie sind gleich oder verschieden geformt und frei oder verwachsen. Es sind zwei Kreise mit freien, fertilen Staubblättern vorhanden. Die drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen.

Die Blütenformel lautet: <math>\star P_{3+3} \; A_{3+3} \; G_{\underline{(3)}}</math>

Es werden Kapselfrüchte gebildet.

Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

Anthracenderivate (Anthranoide, Anthraglykoside) sind meist in sogenannten Aloinzellen – anthranoidhaltigen parenchymatischen Zellen – enthalten, die die Phloemseite der Blattleitbündel umgeben; Steroidsaponine fehlen nahezu.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Unterfamilie der Affodillgewächse enthält etwa 15 Gattungen und ungefähr 800 Arten. Die Verbreitung ist altweltlich, mit Schwerpunkten in Afrika und da besonders in der Capensis; ein weiterer Schwerpunkt reicht vom Mittelmeergebiet bis Zentralasien. Als Besonderheit in der Verbreitung ist die Gattung Bulbinella in Neuseeland beheimatet.

Die molekulargenetischen Untersuchungen in den letzten gut zehn Jahren haben dazu geführt, dass die Familiengrenzen innerhalb der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales) sich stark verschoben haben.<ref name="apgiii" /> Die Systematik dieser Gattungen, Unterfamilien, Familien wurde lange diskutiert, so wird man in der Literatur oft auf scheinbare Ungereimtheiten stoßen. Hier dargestellt ist die Systematik nach Mark W. Chase u. a. 2009.<ref name="Chase+al2009" /> Die Familie der Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae Dum.) wurde um die Taxa der ehemaligen Familien Affodillgewächse (Asphodelaceae) und Tagliliengewächse (Hemerocallidaceae) erweitert. Die ehemalige Familie Asphodelaceae Juss. ist auf den Rang einer Unterfamilie Asphodeloideae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Burnett zurückgestuft.

Datei:Aloe lateritia1.jpg
Aloe lateritia
Datei:Eremurus himalaicus2C2000.jpg
Eremurus himalaicus
Datei:Gasteria bicolor bicolor 2.jpg
Gasteria bicolor
Datei:Kniphofia x0.jpg
Kniphofia-Hybride
Datei:Gasterhawarthia Royal Highness WPC.jpg
×Gasterhaworthia 'Royal Highness'

Die Erstveröffentlichung von Asphodelaceae erfolgte 1789 durch Antoine Laurent de Jussieu in Genera Plantarum . S. 51 unter dem Namen „Asphodeli“.<ref name="Jussieu1789" /> Asphodeloideae wurde 1835 von Gilbert Thomas Burnett in Outlines of Botany. S. 427 veröffentlicht. Typusgattung ist Asphodelus L.<ref name="GRIN" />

Aufgrund neuerer phylogenetischer Untersuchungen schlugen Olwen Megan Grace und Mitarbeiter Anfang 2013 verschiedene taxonomische Änderungen vor. Die Arten der Gattung Chortolirion werden in die Gattung Aloe einbezogen, Aloe plicatilis wird in die monotypische Gattung Kumara Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Medik. (1786) zurückverwiesen. In die neue Gattung Aloidendron Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(A.Berger) Klopper & Gideon F.Sm. werden sechs baumförmige Aloen und in die neue Gattung Aloiampelos Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Klopper & Gideon F.Sm. sieben hauptsächlich kletternden Aloen ausgegliedert.<ref name="Grace2013" />

Die Unterfamilie Asphodeloideae enthält etwa 15 Gattungen:<ref name="Kubitzki" /><ref name="Grace2013" />

Gattungshybriden (intergenerische Hybriden) sind:

Quellen[Bearbeiten]

Internet[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="POWO"> Datenblatt Asphodelaceae bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> <ref name="APG_IV"> The Angiosperm Phylogeny Group: An update of the Angiosperm Phylogeny Group classification for the orders and families of flowering plants: APG IV. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Volume 181, Issue 1, 2016, S. 1–20: doi:10.1111/boj.12385 </ref> <ref name="apgiii">Angiosperm Phylogeny Group: An update of the Angiosperm Phylogeny Group classification for the orders and families of flowering plants: APG III. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 161, Nr. 2, 2009, S. 105–121, doi:10.1111/j.1095-8339.2009.00996.x. </ref> <ref name="Chase+al2009"> Mark W. Chase, James L. Reveal, Michael F. Fay: A subfamilial classification for the expanded asparagalean families Amaryllidaceae, Asparagaceae and Xanthorrhoeaceae. In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 161, Nummer 2, 2009, S. 132–136, doi:10.1111/j.1095-8339.2009.00999.x. </ref> <ref name="Jussieu1789"> Antoine Laurent de Jussieu: Genera Plantarum. 1789, S. 51 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttps%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fpage%2F5437285%23146~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D). </ref> <ref name="Kubitzki"> Gideon F. Smith, Ben-Erik Van Wyk: Asphodelaceae. In: </ref> <ref name="Grace2013"> Olwen Megan Grace, Ronell R. Klopper, Gideon F. Smith, Neil R. Crouch, Estrela Figueiredo, Nina Ronsted, Abraham E. van Wyk: A revised generic classification for Aloe (Xanthorrhoeaceae subfam. Asphodeloideae). In: Phytotaxa. Band 76, Nr. 1, 2013, S. 7–14, doi:10.11646/phytotaxa.76.1.1. </ref> <ref name="Klopper+al2013"> Ronell R. Klopper, Gideon F. Smith, Abraham E. van Wyk: The correct name of Aloe plicatilis, the fan aloe, in the genus Kumara (Asphodelaceae: Alooideae), again. In: Bradleya. Band 31, 2013, S. 157–158, (PDF-Datei). </ref> </references>

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • D. S. Devey, I. Leitch, P. J. Rudall, J. C. Pires, Y. Pillon, M. W. Chase: Systematics of Xanthorrhoeaceae sensu lato, with an emphasis on Bulbine. In: Aliso. Band 22, 2006, S. 345–351.
  • Ronell R. Klopper, Abraham E. van Wyk, Gideon F. Smith: Phylogenetic relationships in the family Asphodelaceae (Asparagales). In: Schumannia. Band 6, 2010, S. 9–36 (PDF-Datei).

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Affodillgewächse (Asphodeloideae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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