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Atlas Network

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Atlas Network
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Rechtsform Nichtregierungsorganisation
Gründung 1981
Auflösung Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.
Gründer Antony Fisher
Sitz Arlington, Virginia
Vorläufer Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.
Nachfolger Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.
Zweck Propagierung von Freier Marktwirtschaft, Minimalstaat, Deregulierung und Privatisierung
Vorsitz Debbi Gibbs
Geschäftsführung Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.
Eigentümer Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.
Umsatz Vorlage:FormatNum Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden. (Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.)
Stiftungskapital Vorlage:FormatNum Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden. (Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.)
Beschäftigte Vorlage:FormatNum (Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.)
Freiwillige Vorlage:FormatNum (Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.)
Mitglieder Vorlage:FormatNum (Skriptfehler: Ein solches Modul „Wikidata“ ist nicht vorhanden.)
Website www.atlasnetwork.org

Das Atlas Network (zuvor Atlas Economic Research Foundation) ist eine 1981 durch den britischen Unternehmer und Lobbyisten Antony Fisher gegründete Organisation mit Sitz in Arlington, Virginia, die sowohl selbst wie ein Thinktank agiert als auch ein Verbindungsglied von Hunderten zumeist libertären Partnerorganisationen darstellt.<ref name="Smith">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> In der wissenschaftlichen Literatur wird das Atlas Network dem Neoliberalismus<ref name="Plehwe">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> bzw. dem Libertarismus oder Proprietarismus zugeordnet.

Nach eigenen Angaben dient das Netzwerk zum Aufbau und zur internationalen Vernetzung klassisch-liberaler Denkfabriken. Für Hayek als zentrale Netzwerk-Figur im Sinne von Adrienne Héritier stand nicht aktuelle Einwirkung auf die Tagespolitik, sondern kontinuierliche Beeinflussung der Wirtschaftswissenschaft und der öffentlichen Meinung im Vordergrund.

Es hat nach eigener Aussage 500 Partner in 100 Staaten.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Wirken und Positionen[Bearbeiten]

Gegründet wurde das Atlas Network 1981 von Antony Fisher auf Anraten von Friedrich August Hayek. Ziel dabei war, auf der ganzen Welt die Zahl rechtsliberaler und konservativer Organisationen voranzubringen, um auf diese Weise eine Vielzahl von Organisationen zu schaffen, die sich für maximale Freie Marktwirtschaft, Minimalstaat, und größtmögliche Deregulierung und Privatisierung einsetzen.<ref name="Graham">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref>

Nach den politischen Erfolgen des Neoliberalismus in Großbritannien, Chile und den USA bis 1980 richtete sich das Augenmerk Fishers auf die globale Vernetzung von Thinktanks und den Aufbau liberaler Stiftungen auch in peripheren Regionen der Welt. Das Atlas Network koordiniert die Kommunikation zwischen einigen hundert Denkfabriken. Bis 2024 sind dadurch 581 free-market organizations (d. h. freie Marktwirtschaft fördernde Organisationen) weltweit vernetzt.<ref name=":0">Andreas Maus, Julia Regis und Silke Diettrich: Wie ein weltweites Netzwerk den Weg für radikale Populisten bereitet In: Monitor, Westdeutscher Rundfunk, Juli 2024, 11 Minuten.</ref><ref>Stephan Schulmeister, Von der Aufklärung zur Gegenaufklärung, in Die Presse, Wien am 30. August 2016.</ref> Das Budget der Organisation betrug 2001 etwa 2,5 Millionen US-Dollar.

Das Atlas Network verleiht seit 1990 jährlich den Sir Anthony Fisher International Memorial Award sowie seit 2004 jährlich den nach John Marks Templeton benannten Templeton Freedom Award.<ref>Übersicht über die vom Atlas Network vergebenen Awards (englisch)</ref> Benannt wurde die Organisation nach dem Roman Atlas wirft die Welt ab von Ayn Rand.<ref>Timothy Mitchell: How Neoliberalism Makes its World: The Urban Property Rights Project in Peru. In: Mirowski, Plehwe (Hrsg.): The Road from Mont Pelerin – The Making of the Neoliberal Thought Collective. Harvard Univ. Pr., 2009, S. 386–416, hier: S. 396.</ref> Das Netzwerk veranstaltet regelmäßige Treffen in den verschiedenen Weltregionen und vergibt verschiedene Preise, teilweise in Kooperation mit nationalen Partnern. In Europa trifft sich das Netzwerk regelmäßig zum jährlichen Europe Liberty Forum, dem Transatlantic Thinktank CEO Summit und dem Europe Liberty Award.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Seit 2021 vergibt es in Spanien einen Preis für Nachwuchsjournalismus, den Carlos Alberto Montaner Young Journalism Prize (vormals Young Journalism Award).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Klimawandelleugnung und Verhinderung von Klimaschutz[Bearbeiten]

Ein wichtiges Ziel von Atlas-Organisationen ist die Verhinderung von Klimaschutz und Klimapolitik, wobei diese sowohl die Klimaforschung als solche angreifen als auch die Folgen der globalen Erwärmung anfechten. Es existieren auch enge Verbindungen zur Fossilen Energiebranche.<ref name="Graham" /> Zu dem Netzwerk gehören viele Thinktanks, die aktiv an der Verbreitung „klimaskeptischer“ Positionen arbeiten.<ref name="Plehwe" /><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref name="Graham" /> Gemäß Susanne Götze und Annika Joeres ist das Atlas Network „Partner von so ziemlich allen neoliberalen Thinktanks […], die klimaskeptische Thesen vertreten“.<ref>Susanne Götze, Annika Joeres: Die Klimaschmutzlobby. Wie Politiker und Wirtschaftslenker die Zukunft unseres Planeten verkaufen. München 2020, S. 74.</ref>

2025 veröffentlichte Dokumente legen dar, dass der Ölkonzern Exxon das Atlas Network in den 1990ern und 2000er Jahren finanzierte, um die Klimawandelleugnung in Südamerika und weiteren Staaten des globalen Südens zu verbreiten und u. a. klimawandelleugnende Medien wie Bücher in Sprachen wie Spanisch oder Chinesisch zu übersetzen. Gemäß einem Strategiepapier des Atlas Networks, das das Netzwerk nutzte, um Exxon um Geld zu bitten, war es ein Ziel, die Klimapolitik zu sabotieren und internationale Klimaschutzverträge zu verhindern. So sollten die Entwicklungsländer von den „schädlichen Auswirkungen globaler Klimaschutzabkommen“ überzeugt werden, außerdem warb das Netzwerk damit, dass diese „Investition [Exxons] in marktorientierte öffentliche Maßnahmen ein entscheidender Schlüssel für unseren künftigen Wohlstand und unser Wohlergehen [sei] – und für weiterhin hohe Renditen für die Investoren von Exxon.“ Gemäß der Dokumente war Exxon zu dem Zeitpunkt zufrieden mit der Finanzierung von Klimaleugnerorganisationen in den USA, bat aber das Atlas Network um Förderung von Freier-Markt-Think-Tanks außerhalb der USA. So überwies Exxon z. B. 1998 50.000 Dollar, um „internationale Gruppen, die die Fähigkeit haben, die Politik der Regierung zu beeinflussen“ wachsen zu lassen. Atlas berichtete später Exxon, das damit südamerikanische Partner eine von Fred Singer verfasste Broschüre mit Titel „The Scientific Case Against the Global Climate Treaty“ (Die wissenschaftlichen Argumente gegen das globale Klimaabkommen) übersetzt hätten, in der behauptet wird, dass „es keine signifikanten wissenschaftlichen Belege für eine globale ‚Bedrohung‘ durch die Klimaerwärmung“ gebe. Auch wurde z. B. Patrick Michaels zu einer Veranstaltung eingeladen, der den Klimawandel als „Hysterie“ bezeichnete, um ihn Entscheidern aus Politik und Wirtschaft bekannt zu machen. Atlas organisierte auch Meetings mit dem indischen Think Tank Liberty Institute und amerikanischen klimawandelleugnenden Think Tanks wie der Heritage Foundation und dem Cato Institute. Das Atlas Network berichtete 1998 an Exxon, dass „ohne die großzügige finanzielle Unterstützung der Exxon Corporation nur wenige dieser Erfolge möglich gewesen wären.“ Sowohl Exxon als auch das Atlas Network betonten in den Dokumenten, dass die Aktivitäten nicht öffentlich bekannt werden sollten.<ref>Exxon funded thinktanks to spread climate denial in Latin America, documents reveal. In: The Guardian, 3. November 2025. Abgerufen am 4. November 2025.</ref><ref>‘A Pretty Ugly History’: How Exxon Exported Climate Denial to the Global South. In: Desmog, 3. November 2025. Abgerufen am 4. November 2025.</ref>

Der damalige britische Premierminister Rishi Sunak bedankte sich 2023 beim Atlas-Mitglied „Policy Exchange“ für die Hilfe bei der Formulierung von Gesetzen („helping us draft legislation“), welche die häufigen Straßenblockaden der Klimaschutzgruppe Extinction Rebellion als willentliche Störung der Autobahn („willful obstruction of the highway“) unter Strafe stellen. In der Folge kam es zu diversen Verhaftungen und Verfahren gegen Aktivisten von Extinction Rebellion. Die Gruppe verkündete in der Folge von derart störenden Protestformen Abstand zu nehmen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Tabakindustrie[Bearbeiten]

Das Netzwerk gilt als „strategischer Verbündeter“ der Tabakindustrie.<ref name="Smith" />

Finanzierung[Bearbeiten]

Finanziert wird das Atlas Network unter anderem von libertären Akteuren wie den Stiftungen der Brüder Charles G. Koch, David H. Koch und John Marks Templeton, die alle zu den regelmäßigen Spendern gehören. Ebenfalls erhielt das Atlas Network Geld von diversen Unternehmen wie z. B. ExxonMobil, Royal Dutch Shell, MasterCard, Pfizer und Procter & Gamble. Auch Richard Mellon Scaife trug zur Finanzierung bei.<ref>Sphere of Influence: How American Libertarians Are Remaking Latin American Politics. In: The Intercept, 9. August 2017. Abgerufen am 31. August 2020.</ref> Ein weiterer langjähriger Finanzier war der Tabakkonzern Philip Morris,<ref name="Smith" /> weitere Gelder flossen von den Tabakkonzernen British American Tobacco und Japan Tobacco International.<ref>Jessica Glenza, Sharon Kelly and Juweek Adolphe: Free-market groups and the tobacco industry - full database. In: The Guardian. Abgerufen am 25. Februar 2021.</ref>

Mitglieder[Bearbeiten]

Anzahl der Organisationen im Netzwerk<ref name=":0" />
Region Anzahl
USA 181
Kanada 11
Südamerika/Karibik 121
Europa/Zentralasien 157
Afrika 59
Ostasien/Pazifik 21
Südasien 21
Australien/Neuseeland 10

Im deutschen Sprachraum arbeitet Atlas Network u. a. mit den folgenden Organisationen zusammen:<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Im europäischen Raum:

  • Epicenter (Belgien)

Im angelsächsischen Raum wirkt das Atlas Network als verbindender Überbau für:

In Südamerika ist Atlas vertreten durch:

  • Fundación para el Desarrollo de Guatemala (Guatemala)
  • Instituto Libertad y Democracia (Peru)
  • Fundación Libertad y Progreso (Argentinien)
  • Fundación Atlas (Argentinien)
  • Centro de Estudios para el Desarrollo (Uruguay)
  • Instituto Liberal de São Paulo (Brasilien)

In Afrika vertritt die Interessen:

  • Center for African Prosperity<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
  • African Students for Liberty (Kenia)

In Asien:

  • Foundation for Economic Freedom (Philippinen)
  • Ideas Beyond Borders (Irak)
  • Institute for Democracy and Economic Affairs (Malaysia)

Literatur[Bearbeiten]

  • Marie Laure Djelic & Reza Mousavi: „How the Neoliberal Think Tank Went Global: The Atlas Network, 1981 to the Present“, in: Plehwe, Dieter; Slobodian, Quinn & Mirowski, Philip (Hrsg.): Nine Lives of Neoliberalism, ISBN 978-1-78873-255-0, Verso Books, London u. New York/NY 2020, S. 257–282.
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
  • Susanne Götze und Annika Joeres: Die Klimaschmutzlobby. Wie Politiker und Wirtschaftslenker die Zukunft unseres Planeten verkaufen. Piper, München 2020, ISBN 978-3-49299-64-57.
  • Christian Stöcker: Männer, die die Welt verbrennen. Der entscheidende Kampf um die Zukunft der Menschheit. Ullstein, Berlin 2024, ISBN 978-3-84373-16-45.
  • Calle Fuhr: ATLAS. Theaterstück/Bühnenessay, 2024. Uraufführung am 30. Januar 2025 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />