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Augenstab

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Datei:Chains on Clifton Suspension Bridge, Bristol.jpg
Augenstäbe der Clifton Suspension Bridge
Datei:Deutzer Hängebrücke Kettenglied-chainlink.jpg
Augenstab der Deutzer Hängebrücke
Datei:Kettenbruecke Neuperlach Muenchen-06.JPG
Augenstäbe der Kettenbrücke Neuperlach

Ein Augenstab ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein metallener Stab, dessen meist verbreiterte flache Enden jeweils ein Auge enthalten, also eine runde Öffnung zur Aufnahme des Bolzens, der die Verbindung zum nächsten Augenstab oder zu seiner Befestigung an einem anderen Bauelement herstellt.<ref name="Lueger">Otto Lueger: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften. Band 1, Stuttgart, Leipzig 1904., S. 386 f. Auf zeno.org</ref>

Augenstäbe wurden insbesondere bei Kettenbrücken als Kettenglieder verwendet. Später bildeten sie einen wichtigen Bestandteil der nordamerikanischen Fachwerkkonstruktionen, wo die allein auf Zug, aber niemals auf Druck beanspruchten Stäbe und Zuggurte aus Augenstäben gebildet wurden.<ref name="Lueger"/> Auch heute noch werden Augenstäbe bei den selten gewordenen Kettenbrücken verwendet.

Im Maschinen- und Stahlbau werden heute Augenstab-Bolzenverbindungen benutzt, wenn die Verbindung drehbar oder häufig und einfach zu lösen sein soll. Dazu müssen die Auswirkungen folgender Einflussgrößen auf das Tragverhalten der Augenstab-Bolzen-Verbindungen rechnerisch untersucht werden:

Der Augenstab besteht in der Regel aus Flachstahl, früher aus Flacheisen. Werden mehrere Augenstäbe parallel nebeneinander oder in einem Bauteil in der gleichen Funktion verwendet, so müssen sie die gleiche Länge und denselben Elastizitätsmodul haben, damit sie in gleicher Weise belastet werden.<ref name="Lueger"/>

Die ersten Augenstäbe waren eiserne Rundstäbe, deren Enden zu Ösen gebogen wurden. Nicht nur wegen der damals noch sehr unterschiedlichen Materialeigenschaften des Eisens war ihre Zugkraft nicht in zufriedenstellender Weise vorhersehbar. William Hawks und Samuel Brown entwickelten zwischen 1805 und 1818 verbesserte Augenstäbe mit gelochten bzw. geschmiedeten Augen.<ref>Tom F. Peters: Die Entwicklung des Großbrückenbaus. 2. Auflage ETH, Zürich 1980. S. 55</ref> Bald wurden Augenstäbe aus Flacheisen und später aus Stahl mit gleichbleibendem, rechteckigen Querschnitt entwickelt, deren Augen entweder geschmiedet oder durch Aufstauchen in hydraulischen Pressen gefertigt wurden. In den USA geschah dies im industriellen Maßstab. Beim Bau der Elisabethbrücke in Budapest um 1900 war man in Europa auf diese Herstellungsweise nicht oder nicht mehr eingerichtet. Deshalb wurden die Kettenglieder in einem Stück aus Breiteisenlamellen herausgeschnitten, wobei ein großer Anteil an Abfall und hohe Herstellungskosten entstanden. Ähnlich verfuhr man auch später beim Bau der Deutzer Hängebrücke.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]