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Ausbaurahmen

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Ein Ausbaurahmen ist ein hydraulischer Ausbau, der im Bergbau beim Strebbau eingesetzt wurde.<ref name= "Quelle 1" /> Ausbaurahmen wurden auch im Verbund, bestehend aus bis zu drei Ausbaurahmen, als Ausbaugespanne eingesetzt.<ref name= "Quelle 2" /> Auf der Zeche Victor Ickern wurden Ausbaurahmen auch in steiler Lagerung eingesetzt, um die Einsatzfähigkeit dieses Ausbautyps zu testen.<ref name= "Quelle 3" />

Aufbau und Einsatz[Bearbeiten]

Der Ausbaurahmen besteht aus einer Liegendschwelle, einer Kappe und zwei,<ref name= "Quelle 2" /> oder auch drei Hydraulikstempeln.<ref name= "Quelle 1" /> Die Hydraulikstempel sind im Liegenden mit der Schwelle und im Hangendbereich mit der Kappe verbunden.<ref name= "Quelle 3" /> Bei einigen Typen wurden die Stempel im Liegendbereich anstatt mit einer Liegendschwelle mit Bandstahl verbunden. Um einen sicheren Stand des Ausbaurahmens zu erzielen, wird jeder Ausbaurahmen mit einem Ausleger abgestützt.<ref name= "Quelle 1" /> Damit der Strebausbau mechanisiert betrieben werden kann, werden für den Ausbaurahmen Hydraulikstempel verwendet, die jeweils über einen gemeinsamen zentralen Ventilkasten gesteuert werden. In dem Ventilkasten befinden sich ein Löseventil, ein Füllventil und ein Überdruckventil. Das Überdruckventil arbeitet selbsttätig und ist auf eine zulässige Höchstlast eingestellt. Dadurch wird mit diesem Ventil die maximale Tragkraft des Ausbaurahmens festgelegt.<ref name= "Quelle 3" /> Die einzelnen Ausbaurahmen werden über eine oder mehrere gemeinsame Pumpen mit Hydraulikflüssigkeit versorgt. Die Versorgung mit der unter Hochdruck stehenden Flüssigkeit erfolgt über Hochdruckrohrleitungen.<ref name= "Quelle 1" /> Damit die Hydraulikflüssigkeit beim Vorziehen der Ausbaurahmen nicht in den Strebraum läuft, wird die Hydraulikflüssigkeit über eine Rückflussleitung zur Pumpe zurückgeführt. Dadurch ist ein Kreislauf der Flüssigkeit gegeben.<ref name= "Quelle 3" /> Die Füll- und Löseventile müssen bei diesem Ausbautyp in der Regel von Hand betätigt werden.<ref name= "Quelle 1" /> Es gibt aber auch Ausbaurahmen, bei denen die Betätigung mechanisch erfolgt.<ref name= "Quelle 3" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references>

<ref name= "Quelle 1">Carl Hellmut Fritzsche: Lehrbuch der Bergbaukunde. Mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus. Zweiter Band, zehnte, völlig neubearbeitete Auflage, mit 599 Abbildungen, Springer Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1962, S. 586–587, ISBN 978-3-642-64967-7.</ref> <ref name= "Quelle 2">Walter Bischoff, Heinz Bramann, Westfälische Berggewerkschaftskasse Bochum: Das kleine Bergbaulexikon. 7. Auflage, Verlag Glückauf GmbH, Essen 1988, ISBN 3-7739-0501-7.</ref> <ref name= "Quelle 3">Carl Hellmut Fritzsche: Lehrbuch der Bergbaukunde. Zweiter Band, 8. Auflage, Springer Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1958, S. 511–513, ISBN 978-3-642-52781-4. Digitalisat, PDF, kostenpflichtig.</ref>

</references>