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Avalon Cemetery

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Datei:Lillian Ngoyi Avalon.jpg
Das Doppelgrab von Lil(l)ian Ngoyi und Helen Joseph
Datei:Hector Pieterson's Grave, Avalon Cemetery, Soweto.jpg
Grab von Hector Pieterson

Der Avalon Cemetery ist ein Friedhof in Soweto, einem Stadtteil von Johannesburg in Südafrika. Er ist der größte Friedhof des Landes.<ref name="city">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Der Avalon Cemetery auf der Website der Stadt (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive) (englisch)</ref> Der Avalon Cemetery ist eine städtische Einrichtung und wird vom Ressort Johannesburg City Parks betreut.<ref>City of Johannesburg: Johannesburg City Parks. Cemeteries . auf www.jhbcityparks.com (englisch), abgerufen am 13. August 2013</ref>

Geographie und Nutzung[Bearbeiten]

Der Friedhof liegt an der Tshabuse Street im Südwesten Sowetos, südwestlich des Johannesburger Stadtzentrums, und gehört damit zur Region D, Zone 1 der Metropolitan Municipality Johannesburg.<ref name="city" /> Der Haupteingang liegt nahe dem Stadtteil Chiawelo an der N12. Er ist rund 1,7 km² groß und wird von der städtischen Behörde City Parks verwaltet, die insgesamt 35 Friedhöfe betreut.<ref name="city" /> Jährlich werden über 10.000 Menschen auf dem Avalon Cemetery bestattet; seit der Gründung waren es mehr als 300.000 Menschen.<ref name="city" />

Der Friedhof ist Teil der South African Liberation Heritage Route (etwa: „Route des südafrikanischen Befreiungserbes“), die zum UNESCO-Welterbe gehören soll.<ref>Projektantrag an die UNESCO (englisch), abgerufen am 10. August 2013</ref>

Bekannte Personen[Bearbeiten]

Auf dem Avalon Cemetery wurden zahlreiche prominente Kämpfer gegen die Apartheid bestattet, darunter Lilian Ngoyi und Helen Joseph in einem Doppelgrab, Hector Pieterson und Hastings Ndlovu, die beim Aufstand in Soweto 1976 erschossen worden waren, Thomas Nkobi, Joe Slovo, Zephania Mothopeng vom Pan Africanist Congress, Elias Motsoaledi, der im Rivonia-Prozess angeklagt war, und Tsietsi Mashinini.<ref name="tour">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bericht von einer Tour durch Johannesburg (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive) (englisch)</ref> Der Heroes’ Acre („Heldenacker“) mit vielen dieser Gräber liegt nahe dem Haupteingang. Das Grab von Ngoyi und Joseph wurde 2010 als Nationaldenkmal ausgewiesen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bericht auf der Website der Stadt (Memento vom 26. August 2013 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Mahnmale[Bearbeiten]

Auf dem Friedhof befindet sich ein Mahnmal für die über 500 Opfer des Aufstands von Soweto. Ein weiteres Mahnmal im Norden des Friedhofs erinnert an die 616 südafrikanischen Opfer – darunter 607 Schwarze – beim Untergang der Mendi im Jahr 1917.<ref name="city" /> Das Denkmal wurde 1995 von der britischen Königin Elisabeth II. enthüllt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Beschreibung des Mahnmals bei allatsea.co.za (Memento vom 29. April 2013 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Der Avalon Cemetery wurde 1972, zur Zeit der Apartheid, ausschließlich für Schwarze eingerichtet. Zuvor war ab 1912 der Nancefield Cemetery in Klipspruit genutzt worden. In den 1970er und 1980er Jahren gab es häufig Beerdigungen mit Tausenden Trauergästen, auf denen es zu Protestkundgebungen und dem Singen verbotener Lieder gegen die Apartheid-Regierung kam.<ref name="city" />

Zeitweise wurden jeweils zwei Tote übereinander bestattet, um dem Platzmangel zu begegnen.<ref name="tour" /> In den 2000er Jahren wurden rund 5000 Bäume gepflanzt und Wege asphaltiert. 2011 wurde mit dem Avalon Extension Cemetery eine Erweiterung für rund 25.000 Gräber eingeweiht.<ref name="city" /> Der Avalon Cemetery wird seitdem nur noch für Zweit- und Drittbelegungen genutzt, die nur für nahe Verwandte der dort Bestatteten möglich sind.<ref name="city" /> Ein weiterer Friedhof zehn Kilometer südlich ist geplant.<ref name="city" />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Avalon Cemetery – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 26° 17′ 47″ S, 27° 51′ 44″ O

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